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Schlaf. Ein natürliches Bedürfnis des Menschen. Wir alle müssen schlafen um zu neuer Energie zu kommen. Doch manchmal passieren Dinge im Schlaf, die einfach nur unerklärlich sind...

Es war ein verregneter Freitagnachmittag. Ich verbrachte das Wochenende im Haus meines Onkels. Meine Eltern waren bei meinen Großeltern, und würden nicht vor Sonntagabend zurück sein."Kopf hoch!" sagte mein Bruder ,"Es ist bloß ein Wochenende." Pah. Er hatte gut reden. Ich hasste meinen Onkel und meine Tante, sie waren exzentrisch, hochnäsig und herablassend, egal zu wem, sei es Familienmitglied oder Fremder, sie waren durch und durch verdorbene Menschen. Meine Tante war eine hochgewachsene, dürre Dame mittleren Alters. Sie hatte langes blondes Haar, eine spitze Nase und kalte, blaue Augen. Das einzige, was sie etwas dämlich aussehen lies, waren ihre übergroßen Segelohren. Mein Onkel war das absolute Gegenteil. Er war ein kleiner, dicker Mann, knapp 10 Jahre älter als seine Frau. Er hatte keine Haare auf dem Kopf, besaß dafür allerdings gefühlt die dreifache Menge an Haaren im Gesicht, sein Vollbart würde ihm in den Kniekehlen hängen, wäre nicht seine Wampe dazwischen. Warum mein Bruder gut reden hat fragt ihr? Nunja, mein Bruder schien der einzige Mensch auf dem Planeten zu sein den mein Onkel und meine Tante mochten.

Sie vergötterten ihn geradezu, sagten: er sei der Sohn den sie nie gehabt hatten. Mir hingegen wurde durchgehend vorgeworfen, wieso ich nicht so wie mein Bruder sei und wieso ich mich nicht ändern könne.Mir war das aber egal, sie mochten mich nicht und ich mochte sie noch weniger. Das wäre es wahrscheinlich gewesen, wäre da nicht die Sache mit dem Umzug gewesen... Mein Onkel und meine Tante waren vor kurzem in dieses Haus eingezogen. Es war ein sehr altes Haus, doch von innen schien es gut restauriert und sehr modern ausgestattet. Das einzige unrenowierte war der baufällige Keller. Doch niemanden hatte der Keller gestört, man ging fast nie dort runter, außer, um Probleme mit dem Warmwasser zu klären, denn der Wassertank war das einzige was dort unten stand.

Ich ging an diesem Abend nur zu gern schlafen, ich wollte dieses Wochenende so schnell wie möglich hinter mich bringen, also lag ich schon so gegen 20:00 Uhr im Tiefschlaf. Es war eine traumlose Nacht, und sie verging wie im Flug. Auf einmal wachte ich auf. Ich brauchte ein paar Momente um mich zurechtzufinden; als ich realisierte wo ich war. Ich stand im Keller. Am Ende der Treppe vor mir konnte ich ein Licht erkennen, welches aus der Küche zu kommen schien. Verwirrt stieg ich die Treppe hoch, schaltete das Licht in der Küche aus und ging wieder schlafen. Am nächsten Tag versuchte ich herauszufinden, wie ich zum Schalfwandeln gekommen war.

Schlawandeln war in meiner Familie sehr stark vertreten, mein Vater war Schlafwandler und meine Mutter war Schlafrednerin, aber ich war bis jetzt verschont geblieben. Trotz dieses Vorfalls startete ich ganz normal meinen Tag, und alles verlief normal. Am nächsten Abend stellte ich trotz der Predigten meines Onkels einen Stuhl vor die Kellertür. Ich wusste nicht wieso, aber irgendetwas an diesem Keller verstörte mich. Es war ein elektrisierendes, einschüchterndes Gefühl, als ob dort unten etwas war, was unter allen Umständen unter Verschluss gehalten werden sollte. Ich hatte wieder eine Nacht ohne Träume. Auf einmal wachte ich schweisgebadet auf. Ich konnte es nicht fassen: Ich stand wieder im Keller! Dieses Mal sogar sehr viel weiter hinten als zuvor, das Licht war deutlich weiter weg. Traumtisiert stieg ich die Treppe wieder hinauf. Oben angekommen traute ich meinen Augen kaum: Tür und Stuhl lagen zerplittert in der Ecke, überall waren Holzsplitter auf dem Boden verteilt. Der Beton in dem die Tür gehangen hatte lag zerbröckelt neben den Überresten des Stuhls. Ich war schockiert. War ich das? Habe ich diese Chaos verursacht? Ich wusste, dass mein Onkel ausflippen würde, doch grade machte mir die Tatsache mit dem Schlafwandeln viel mehr Angst; die Vorstellung, dass ich den ganzen Weg nach unten von meinem Zimmer in die Küche runtergefunden hatte, die Tür zu öffnen versucht hatte, und durch den Wutanfall, verursacht durch mein Scheitern, sowohl Stuhl als auch Tür samt Beton aus der Wand gerissen, und gegen Massivbetonmauer gegenüber geschmettert hatte, und das ganze im Tiefschaf. Beunruhigt legte ich mich wieder schlafen, es gab jedoch keinen Zwischenfall mehr in dieser Nacht. Am nächsten Morgen bemerkte ich, dass mein Onkel keine Beweise hatte, dass ich die Tat begangen haben könnte, und als sich runterkam wurde meine Annahme durch ein lautes Bohren bestätigt.

Dort, wo die Holztür gewesen war, wurde grade eine Stahltür von einigen Bauarbeitern unter der Aufsicht meines Onkels angebracht. Ich schlich unbemerkt in den Keller, denn ich wollte endlich rausfinden, was mich da die ganze Zeit "angezogen" hatte. Zuerst war nichts besonderes in dem nun erhellten Keller zu sehen, auf den 2. Blick hingegen war hinter dem Wassertank ein kleines Türchen zu sehen. Es war eine kleine, unscheibare Tür, knapp 1,40 m hoch, doch sie war pechschwarz und mit Löchern übersäht. Ich näherte mich langsam der Tür, doch als ich meine Hand ausstreckte, um das Türchen zu öffnen, spürte ich wieder diese elektrische, komische Aura von der Tür ausgehen. Ich wollte meine Hand zurückziehen, doch es war als ob irgendetwas mich auf die Tür zuzog, etwas unsichtbares. Ich öffnete die Tür, und wurde mit einer gewaltigen Kraft in die Tür hineigezogen. Es war, als ob irgendetwas sehr mächtiges, animalisches und böses mich beanspruchen wollte. Das letzte, was ich sah, war der dunkle Rand der Tür, von der ich immer weiter weggezogen wurde...

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