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"Ok, Gut gemacht Viviana", sagte meine Mutter und strahlte mich an. Schon seit Stunden übte ich dieses Gottverdammte Stück auf meinem Klavier und endlich war meine Mutter zufrieden.

Bevor sie aus meinem Zimmer ging, erinnerte sie mich an mein Klavierkonzert, morgen. "Und vergiss nicht das weiße Kleid anzuziehen dass ich dir ausgesucht habe."

Genervt ließ ich mich auf mein Bett sinken. So ging es schon seit ich fünf war, meine Mutter schleift mich zu irgendeinem Konzert wo ich vorspielen muss, nur weil ich angeblich ein Wunderkind der Musik sein soll.

Dabei wollte ich gar kein Klavier spielen. Anscheinend denken jedoch alle, dass es mir Spaß macht Stunden lang auf einem Holzkasten herumzuhämmern bis meine Finger taub werden.

Früher, als ich noch jünger war, zeigte mir eine Freundin meiner Mutter wie man Klavier spielte. Ich war damals wie gebannt und mein erstes mal, beim Klavier spielen, faszinierte mich so sehr dass ich nicht mehr aufhören konnte, zu spielen.

Es war, als würden die Töne leben. Und die Harmonie die es ergab, wenn man die richtigen Töne miteinander verband, liebte ich. Schon bald schrieb ich mein erstes Stück. Als ich schließlich vorspielen musste, waren alle hellauf begeistert. Auf dieses eine Stück, folgten noch viele weitere.

Natürlich wurde die Presse irgendwann auf mich aufmerksam und schrieb Artikel über mich. Nach und nach wurde ich immer unglücklicher, und die Musik faszinierte mich immer weniger.

Da ich meine Mutter aber nicht enttäuschen wollte, spielte ich schön brav meine Stücke und sie war glücklich. Als ich meine Knie anzog, hörte ich es, ein schauriges kleines Kratzen an meiner Tür.

Während ich versuchte es zu ignorieren, wurde es immer lauter und schneller, so laut bis ich vor Angst aufschrie. Meine Mutter kam angerannt und beruhigte mich. "Es ist alles gut mein Schatz, da ist nichts gewesen", flüsterte sie und legte einen Arm um mich. Sie hatte es nicht gehört, ich begriff es nicht bis sie wieder draußen war.

In dieser Nacht, als ich bereits schlief, weckte mich etwas, was sich wie splitterndes Glas anhörte.

Ich versuchte mir einzureden, dass es nur Einbildung gewesen war, und zog mir die Bettdecke etwas über den Kopf, bis jemand oder etwas meine Haare berührte. Entsetzt riss ich meine Augen auf. Vor meinem eingeschlagenem Fenster, lag ein Zettel mit einem seltsamen Zeichen, es war ein Kreis der mit einem Kreuz durchstrichen war.

"Guten Morgen Schatz, hast du gut geschlafen?" Meine Mutter sah von ihrer Tasse Kaffee auf und schnappte nach Luft "Warum hast du eine Wunde an deiner Hand?!" Fragend sah ich mir meine Hand an.

Tatsächlich war dort eine Stelle etwas aufgeschlitzt, aus der Blut drang. "Moment, ich fahre dich zum Arzt" Bei der Praxis nähten sie meine Wunde zu und desinfizierten sie.


Auf der Rückfahrt warf mir meine Mutter ständig besorgte Blicke zu. "Mum, mir geht es gut" "Ja, aber ich habe mich gefragt...nun" Unentschlossen biss sie sich auf die Lippe "Naja ob du es selbst warst, um nicht auf dem Konzert spielen zu müssen" ungläubig starrte ich sie an "Warum sollte ich?".

Ich mochte es zwar nicht Klavier zu spielen aber mich selbst so zu verletzen würde ich nicht. "Nun...ach egal" seufzte meine Mutter "So kannst du jedenfalls nicht  vorspielen". In der Nacht lag ich im Bett und versuchte nicht durchzudrehen.

Etwas hatte sich in meinem Innerem gebildet und versuchte langsam von mir Besitz zu ergreifen. Ich hielt meinen Kopf verzweifelt in meinen Händen und strengte mich mit aller Kraft an den Gedanken zu unterdrücken. "Bitte...ich will nicht.." schluchzte ich und hielt meine Augen fest geschlossen. Nach Stunden wie es mir vorkam, gab ich nach.

Meine Sinne schwanden und mein einziger Gedanke war nur noch, mich zu verletzen.

Langsam stieg ich von meinem Bett während ich in der Küche ein Messer nahm.

In meinem Zimmer ritzte ich mir dieses eine Zeichen, dass ich erst letzte Nacht gesehen hatte ich meinen Arm und genoss es, das Blut meinen Arm herunterlaufen sehen. Den Schmerz ignorierte ich. Wie besessen begann ich mir dieses Zeichen überall an meinen Armen und Beinen einzuritzen, während ich immer irrer lachte und lachte. All dieses Blut zu sehen, dass langsam meine hellen Haare rot verfärbte, erfüllte mich mit tiefster Befriedigung.

Ich hatte keine Kontrolle mehr über meinen Körper und trank etwas Blut von meinem Arm.

Als ich es langsam Morgen wurde, erwachte ich wie aus Trance und sah auf meine Arme und Beine verzweifelt über das was ich getan hatte, ließ ich auf den Boden sinken und meine Tränen vermischten sich mit dem Blut auf dem Holzboden.


Als meine Mutter mich so sah, rief sie sofort den Notarzt , der meine Arme und Beine verband. Als ich dem Arzt erzählte, was passiert war, gab er mir ein Medikament, dass mich beruhigen sollte, falls mich mal wieder dieses Gefühl überkam. In dieser Nacht, bestand meine Mutter darauf, bei mir zu schlafen, da ich ihr aber klar machte dass sie sich keine Sorgen machen müsste, da ich ja jetzt Medikamente nehmen würde, gab sie sich geschlagen und ging in ihr Zimmer.

Auch wenn ich gemeint hatte, dass sie sich keine Sorgen machen müsste, hatte ich eher Angst, dass ich sie umbringen könnte, da ich wusste, dass das Etwas in mir jemanden umbringen wollte.

In dieser Nacht, wachte ich auf und ich wusste nicht warum, aber etwas in mir lenkte mich zum Fenster.

Auf der gegenüber liegenden Straßenseite, erkannte ich einen großen Mann der einen Anzug trug und komischerweise ziemlich blass, sogar weiße Haut, hatte und kein Gesicht sowie Haare , Ohren und Nase. Das Etwas lenkte ich zu ihm, so dass ich von meinem Fensterbrett runtersprang und zu ihm lief.

"Heute wurde eine Familie beim Abendessen ermordet, die Polizei vermutet, dass es sich um die als vermisst gemeldete Viviana Robertson handelt. Da ihre Fingerabdrücke überall gefunden wurden. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden, aber bei allen fehlt Blut und ein Zeichen, dass uns Unbekannt ist wurde auf den Leichen entdeckt. *Bild wird eingeblendet* Ihr Motiv zum Mord  ist Unbekannt, aber die Polizei fordert alle dazu auf, sich sofort bei ihnen zu melden, wenn sie gesichtet wird"

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