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(Hunter) Kapitel 1: Die Nächte des Jägers

(Hunter) Kapitel 2: Hunter und Vergo

(Hunter) Kapitel 3: Das Ende?

(Hunter) 2 - Kapitel 1: Wahnsinn

(Hunter) 2 - Kapitel 2: Hoffnungslos

(Hunter) 2 - Kapitel 3: Fehlschlag

(Hunter) 3 - Kapitel 1: Der Anfang vom Ende


Je mehr ich getötet, gewütet habe, umso mächtiger wurde ich. Mittlerweile besitze ich Fähigkeiten in solch einem Ausmaß, dass ich selbst überrascht bin. Ich kann die Zukunft sehen, kann in die Köpfe der Menschen hieneinsehen. Ich bin durch die Welt gegangen, ein Fremder, verlassen, keine Bindung zu der Menschheit mehr übrig. Auf meinem Weg sah ich viel Leid, Panik, Angst, Depressionen, aber auch Zufriedenheit, Glückseligkeit und Genuss. Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. So faszinierend die Spezies Mensch ist, so ist sie auch grausam. Ich bin der Beweis, dass es noch höhere Mächte und Kräfte gibt. Natürlich ist der Mensch auch nur eine Laune der Natur. Und diese Laune der Natur ist ihr eigenes Ende. Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Krieg, Religion, Leid. All dies konnte nicht geplant sein. Man könnte meinen, die Menschen vernichten sich nach und nach selbst. Ich sah die Zukunft der Erde. In nicht weiter Ferne wird sie zerstört sein. Und die Menschen? Sie nicht. Technologischer Fortschritt würde es ihnen möglich machen, umzusiedeln. Doch soweit darf ich es gar nicht kommen lassen. Was würde passieren, wenn die Menschheit ausgelöscht ist? Mit Sicherheit würde eine neue Spezies entstehen. Nichts hat ein Ende.

Das will ich herausfinden. Ich muss es herausfinden. Die Menschheit muss ausgelöscht werden. Schnell, ohne Schmerzen. Ich kann Organismen verändern, nach meinem Belieben gestalten. So gestalten wie ich es bin. Kalt, ohne Gnade, schnell tötend. Mein eigener Organismus wird die Welt vernichten. Schmerzlos, schnell, mit kalter, tödlicher Präzision. Ein Verachter der Menschheit würde dies anders angehen. Durch einen intriganten Atomkrieg zum Beispiel. Doch das würde der Erde nichts bringen, wenn sie tausende von Jahren radioaktiv verseucht ist. Nein. Dem Planten sollte nichts passieren, er muss immerhin etwas neues schaffen, nachdem es geschehen ist.


Mein Organismus ist überall auf der Welt verteilt. Man muss nichts tun, um sich mit ihm zu infizieren. Er kommt und holt einen. Genau wie ich es auch mache. Mit ziemlicher Sicherheit trägt ihn bereits jeder in sich. Er hat keine Symptome. Keine Vorwarnung, nichts. Man kippt einfach tot um, während er die Leichen zersetzt. Es ist Zeit für mich, eine Warnung auszugeben. Die Menschen sollen sich verabschieden können, sollen ihrem Schicksal in die Augen blicken. Ich konzentriere mich, mache die Augen auf und sehe mehrere Abbilder von mir. Langsam bewegen wir uns zu den Fernsehsendern dieser Welt, damit es keiner verpasst.


Auf der ganzen Welt werden die Programme unterbrochen. Eine weiße Maske erscheint auf den Geräten. Kinder werden ins Bett geschickt, Frauen kreischen und sind entsetzt. Die Maske fängt an zu reden: „Guten Abend. Ich fasse mich kurz. Etwas über mich zu erzählen würde nichts bringen, ihr würdet es nicht verstehen oder glauben. In diesem Moment tragt ihr alle bereits einen tödlichen Organismus in euch. Er wird euch zerstören, es gibt kein Zurück mehr. Wieso, fragt ihr euch? Es ist die Strafe für euer Verhalten. Ich erkläre es euch nicht, ihr akzeptiert es sowieso nicht. Ich möchte aber, dass ihr euch voneinander verabschiedet. Ihr sollt mutig in den Tod gehen, ich will euch nicht überraschen. Ab jetzt dauert es vielleicht nur noch Stunden, dann seid ihr tot.“ Argwohn erscheint auf Milliarden Gesichtern. Belustigung ebenfalls. Es scheint, als würden sie es nicht ernst nehmen. Oder wollen es auch nicht ernst nehmen. Derweil sitzen bereits alle militärischen Kräfte aller Länder daran, den Aufenthaltsort der Maske ausfindig zu machen. Mit Erfolg.

„Also, denkt daran euch von allem zu verabschieden, was euch lieb und wichtig ist. Ich bin übermächtig, kann euch allerdings nicht verraten, was nach dem Tod kommt. Seht es als kleine Überraschung. Ein historischer Moment! So viele Menschen werden gleichzeitig erfahren, was nach dem Tod passiert. Schade, dass ihr es mir nicht erzählen könnt!“, lacht die grauenvolle Maske. Die Fernsehgeräte schalten sich aus. Ungläubigkeit zeichnet sich in den Gesichtern wieder. Und das in einer Welt, in der Glaube schon so viel Schaden angerichtet hat.


Ich richte mich auf und warte. Natürlich werden gleich irgendwelche Organisationen versuchen, mich zu verhaften und mich in eine Gummizelle zu stecken. Warum auch nicht. In ihren Augen bin ein Terrorist. Ich muss grinsen. Gleich geht das Spektakel los! Ein Hämmern gegen die Tür schreckt mich aus der Fantasie. Lächelnd gehe ich zur Tür und öffne sie. Ein SWAT-Team begrüßt mich mit mehreren Gewehrläufen. „Guten Abend“, begrüße ich sie, „Ihr seid alle schon infiziert, was soll der Aufstand?“, frage ich höhnisch. Sofort schauert ein Kugelhagel über mich hinweg. Der dröhnende Lärm wird noch jemanden erschrecken. Keine der Kugeln trifft mich. Wie auch. „Das reicht nun aber mit dem Lärm!“, schreie ich die Meute an. Alle Läufe verbiegen sich gleichzeitig. Kein Durchdringen mehr für Munition. Entsetzt starren sich die Mitglieder an. Sie ziehen alle ihr Granaten, werfen sie auf mich und springen hinter Schutzmöglichkeiten. Wie peinlich. Eine tolle Idee, Granaten auf jemanden zu werfen, der gerade allein durch Gedanken Gewehrläufe verbogen hat. Aber Dummheit kennt bekanntlich ja auch keine Grenzen. „Danke, danke, aber ich brauche eure Granaten nicht! Ihr könnt sie gerne wieder haben“, zittere ich vor lachen. Eine herrliche Belustigung am Abend. Alle Granaten fliegen zurück zu ihren Besitzern. „Achtung, Ohren zuhalten, es wird laut!“, rufe ich grinsend. Plötzlich sieht man nur noch Explosionen. Flammen züngeln am meinem Körper vorbei, berühren mich nicht. Wie auch. Ein tosender Lärm breitet sich aus, Druckwellen lassen nah stehende Bäume umknicken, Autos werden zur Seite gedrückt. Vor mir nur noch ein See aus Blut. Ehrenvoll gestorben, denke ich mir und verlasse den Ort des Geschehens.


Langsam wurde es Zeit. Der Moment, in dem die Menschheit vernichtet wird, ist ganz nah. Ich spüre es, bebe vor Freude. Ich schließe die Augen und sehe alle Metropolen und Großstädte dieser Welt vor mir. Noch laufen die Menschen unbekümmert herum. Doch in diesem Moment verändere ich meinen Organismus. Überall kippen die Menschen einfach nur um, bleiben liegen, regungslos. Überall auf der Welt. Ich sehe keinen lebendigen Mensch mehr. Das Werk war vollbracht. Dieser Anblick macht mich glücklich. Dieser Anblick präsentiert meine Fähigkeiten. Bin ich ein Gott? Offenbar schon. Ich habe gerade in nur einem Augenblick die gesamte Menschheit getötet. Bin ich der Hüter der Erde? Jetzt frage ich mich, welche Macht mich hervorgebracht hat. Es muss also eine noch höhere Kraft als mich geben. Ich muss sie finden. Mit ihr kann ich eine neue, bessere Spezies hervorbringen! Ich schlendere durch die Welt. Überall liegen nur Leichen. Ein Anblick, der mich durch und durch zufriedenstellt. Ich lasse mich in irgendeinem Haus nieder. Der Fernseher strahlt nichts mehr aus. Wie auch. Keiner ist mehr dort, der das Programm regeln kann. Ich stehe am Anfang Erde. Etwas Neues wird entstehen, ich kann es spüren. Ich bin das letzte menschenähnliche Wesen auf diesem Planeten. Ein tolles Gefühl. Außer Tieren nichts mehr. Ein Klopfen an der Tür erweckt mich.


Hunter - Ungewiss

Verfasst von ---XxHunterXx---

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