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W..wo bin ich? Wer b..bin ich? Ich öffne die Augen. Mein Körper scheint ein schwerer und unbeweglicher Sack zu sein. Überall Stille und Kälte, sowie eine schier unendliche Dunkelheit. Ich versuche aufzustehen. Verkrampft. Steif. Meine Knochen fangen an zu knacken. Nach einer gefühlten Ewigkeit stehe ich endlich auf meinen Beinen. Ich höre meinen Atem, und meine Schritte hallen fürchterlich laut in dem Gang. Ich muss hier schon eine Weile liegen, ich bin keinen Schall gewohnt.

Nun sehe ich mich um. Neben mir, an einer Wand, kann ich Rechtecke erkennen. Allmählich fangen meine Augen an, Details wahrzunehmen. Es sind Gemälde! Eingestaubt und etwas verwittert. Ich gehe näher an diese Bilder heran. Ein älterer Mann ist auf diesem Bild zu sehen. Sehr nobel und fein angezogen. Vielleicht ein König..oder ein Kaiser..Aber.. Er starrt mich an, als währe ich eine besonders hässliche und abscheuliche Kreatur. Schnell gehe ich weiter, versuche diesen Blick zu ignorieren, was deutlich schwerer ist als gedacht. Die anderen Gemälde scheinen mich genauso anzustarren, nur sind auf denen jüngere Menschen zu sehen. Prinzen und Prinzessinnen.. und eine Königin..unter den Bildern sind irgendwelche Schriftzeichen.. Mist.. ich kann nicht lesen..ich wende mich von den Bildern ab, schaue auf die andere Seite. Schwerter, Wappen, Speere und vereinzelt Hirsche, Bären oder anderen Jagdtiere hängen dort und ein paar Ritterrüstungen, die anscheinend Wache halten. Ein extrem prächtiger Gang... wohin wird er mich führen?

Ich bleibe stehen. Vor mir eine herrlich verzierte Tür. Ob man das noch Tür nennen kann? Ist es ein Portal? Oder einfach nur ein Tor? Mir wird mulmig. Auf der Tür sind immer die selben Wappen zu sehen: ein Adler, zu seinen Füßen Knochen und eine Schlange. Zitternd strecke ich meine Hand zu der Tür aus, fahre die Konturen mit meinem Finger nach. Eine eiserne Tür... Nachdem ich sie begutachtet habe, entferne ich mich wieder der Tür. Wie soll ich nur ohne Schlüssel da rein kommen? Dann trete ich auf etwas hartes. Ein längliches Ding. Ein Schrei hallt in dem Gang, sodass die Ritterrüstungen anfangen zu klappern. Mein Schrei. Was zur Hölle ist das? Ich traue mich nicht herunterzuschauen. Es fühlt sich außerordentlich kalt an, diese Kälte durchdringt sogar mein Schuh. Ich schließe die Augen. Bin gelähmt. Was auch immer es ist..es muss eisern sein..Moment mal. Habe ich etwa Angst vor einem Stück Eisen? Ich muss mir ein kichern verkneifen. Langsam beugt sich mein Rücken, um das Stück aufzuheben. Er knackt fürchterlich.

Die Kälte, die von dem Eisen ausgeht, lässt meine Hand gefrieren. Zitternd halte ich es vor mein Gesicht. Ein Schlüssel? Er ist unheimlich schwer und groß. Vielleicht für die Tür. Ohne es zu wollen nähere ich mich der Tür mit unregelmäßigen Schritten. Kurz vor der Tür bleibe ich stehen, stecke ihn in das Schlüsselloch. Er passt! Fast stoße ich wieder einen Schrei aus, diesmal aber wegen Freude. Ich finde aber keinen Grund zur Freude, denn der Schlüssel lässt sich äußerst schwierig drehen. Na los..komm schon.. auf einmal verstummt alles: das Knarren des Schlüssels, mein Atem, mein Herz..nach ein paar Sekunden, die mir wie Stunden vorkommen, fängt die Tür an zu Knarzen und Kreischen wie ich es noch nie gehört habe. Ein unbeschreiblich scheußlichen Geräusch.

Nun, was ich jetzt sehe, schlägt alles, was ich bisher gesehen habe: ein riesiger, prächtiger Saal, in der Mitte ein extrem großer und wunderschön verzierter Kronleuchter. Die brennenden Kerzen lassen die Decke noch gruseliger erscheinen, als sie immerhin schon ist. Überall Totenköpfe, die mich verstörend angrinsen. An den Wänden kann man Schnörkel und Wandgemälde sehen. Weiß Gott was das darstellen soll. Zu meinen Füßen sind ebenfalls nur Knochen, die einen knöchernen Weg bilden. Ich schlucke. Wo führt der nur hin? Ich kneife meine Augen zusammen, in der Hoffnung mehr sehen zu können. Doch das schwache Licht, das von dem Kronleuchter ausgeht, reicht nicht aus um gescheit sehen zu können. Also gehe ich diesen grausigen Weg. Immer weiter und immer weiter.

Nach Minuten erreiche ich das Ende von dem Saal und Weg. An der Decke sind immer noch Totenköpfe. Am Ende kann man Tafeln erkennen. Langsam nähere ich mich. Auf einer dieser Tafeln steht

Heinrich von Adlerstein IV.

1653 - 1691

Das müssen Gräber sein und die Totenköpfe sind die Köpfe der Verstorbenen.. interessant. Ich gehe weiter und schaue mich um, bis mir eine Tafel besonders ins Auge fällt.

Isobel von Achberg I.

1703 - 1717

Moment... das bin doch ich..

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