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Durchschnittlich tritt ein Erstickungstod nach 2 Minuten ein.


Erwin erinnerte sich schon nicht mehr daran, dass Emma ihn einmal darauf hingewiesen hatte, dass er „psycho gucken“ würde, und obwohl das erst zwei Wochen her war, erinnerte er sich auch nicht mehr an seine Antwort: „Ich bin psycho.“

Er erinnerte sich auch kaum noch an das Fotoshooting auf einem Friedhof vor einer halben Stunde.

Das einzige, woran er noch denken konnte, war der Sex mit Emma, den er gleich ausleben würde. Besonders, weil er endlich einmal das tun konnte, wovon er schon so lange träumte.

Dominanz und Demütigung, er als Herr seiner Sklavin. Einvernehmlich natürlich, denn obwohl er sich mit Emma heute zum ersten mal im „echten Leben“ getroffen hatte, waren da immer noch die vielen Chat-Gespräche, durch die sie sich gegenseitig recht gut kannten und sich über intime Gedanken ausgetauscht hatten.

Er betrat ihr Schlafzimmer, in dem sie auf ihn hatte warten sollen. Sie trug nichts außer einem schwarzen Nachthemd, welches bis zu ihren Knien reichte, und stand voller Erwartung vor ihm.

Er grinste, seine Augen waren von dem Glanz erfüllt, den Emma schon mal als „psycho“ bezeichnet hatte.

„Knie dich hin.“

Der Befehl verließ seine Kehle in einem warmen, aber harten Tonfall.

Einvernehmlicher BDSM-Verkehr, mit ihm als dominanten Part, das war die Absprache und das war das Ziel.

Aber nur sanft.

Heute Nacht würde es nur ein verschobenes Machtgefüge und Sex geben, morgen dann die „echte Härte“, so lautete der Deal. Erwin trat näher an seine Gespielin heran und ließ sie anfangen.


Auch bei Bewusstlosigkeit, die etwa zehn Sekunden nach Beginn der Erstickung eintritt oder zuvor eingetreten sein kann, vollzieht der Körper reflexhafte Schutz- oder Abwehrbewegungen.


Was nicht ganz zu dem verschobenen Machtgefüge zu passen schien war, dass die beiden nach ihren intimen Aktionen Arm in Arm in Emmas Bett lagen und sich unterhielten.

Es ging um belanglose Themen wie Sport, Freunde, eher weniger um Politik, da Erwin diese als extrem abtörnend empfand.

Nach einiger Zeit drehte sich das Gespräch um eine Bekannte von Emma und darum, dass diese ihrer Aussage nach ein paar Schläge mit einer Bratpfanne verdient hätte.

Und hier begann das Gespräch seine Belanglosigkeit zu verlieren, zumindest für Erwin. Er war es auch, der die Idee, die Bratpfanne in ihre kommende BDSM-Session einzubauen, laut aussprach.

Emma zeigte sich begeistert.


Die Geräusche, die der Körper bei einer Erstickung von sich gibt, sind nicht zu überhören und immer leicht als unangenehm zu erkennen.


„Ich will, dass du es sagst.“, grummelte Erwin, während er das Ende des Seiles ergriff, bereit, es fester zu ziehen, obwohl es schon jetzt Striemen an Emmas Handgelenken hinterlassen würde.

„Fester.“, stöhnte sie: „Fessel mich fester, bitte.“

Erwin grinste. Wieder dieser Blick. „Psycho“ Er zog am Seilende, bis er auf wirklich starken Widerstand stieß. Emmas Handgelenke müssten jetzt wie Feuer brennen, und er rief sich ins Gedächtnis, was er über Emmas Fetisch wusste: Sie wollte sich wehrlos fühlen und verspürte Erregung dabei, gewürgt zu werden. Nur leicht, darauf hatte sie bestanden. Und dann war da noch die Bratpfanne.

„Ich fange dann jetzt an. Dein Safeword ist 'Kartoffel', verstanden?“ Emma nickte und warf ihm einen Blick zu, den er als ein sehnsüchtiges „ich warte“ interpretierte. Er griff nach der Bratpfanne und schlug ihr damit auf den Hinterkopf. Nur leicht, es sollte weh tun, sie aber nicht umbringen. Dann wieder. Und wieder.

Und wieder und wieder undwiederundwiederundwieder...

Erwin merkte nicht einmal, dass Emma das Bewusstsein verloren hatte, genau in dem Augenblick, wo sich auf ihrer Zunge das Safeword gebildet hatte.

Er schlug immer weiter und verspürte eine nie gekannte Erregung, als er zu einem letzten Schlag ausholte, das Metall auf den bereits geschwollenen Schädel donnern ließ.

Danach warf er die Pfanne beiseite und begann, ihn seine Gespielin einzudringen, ohne ihre völlige Ohnmacht zu bemerken.

Seine Hände legten sich wie von selbst um ihre Kehle, er wusste ja, dass sie gewürgt werden wollte, warum also aufhören?

Warum aufhören?


Als Würger den Erstickungstod eines Opfers nicht zu bemerken, ist nicht möglich.


„Es waren doch nur 30 Sekunden! Nur 30 verdammte SEKUNDEN!“, brüllte Erwin, als er in Handschellen auf den Rücksitz des Polizeiwagens gestoßen wurde, den er selbst gerufen hatte, nachdem er den Tod seiner Gespielin bemerkt hatte.

Seine Stimme schwankte zwischen Unverständnis, blinder Wut und Verzweiflung: „Ich kann sie nicht getötet haben. Ich habe sie GELIEBT! Und sie hat doch noch geatmet! Und ich habe sie doch nur DREIßIG SEKUNDEN lang gewürgt!“

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