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Am frühen Samstagmorgen wirst du durch ein Brummen am anderem Ende des Raumes geweckt. Fast instinktiv, rennst du durch den Raum und greifst dir dein Handy. Es zeigt dir eine ungelesene Nachricht an von einer Nummer, die du nicht kennst.


Erhalten: 7:05

Ich bin mir nicht sicher was hier passiert. Ich bin verängstigt und allein. Ich weiß nicht was ich noch tun soll. Ich habe beschlossen die Ereignisse mit diesen Textnachrichten zu dokumentieren falls ich das selbst nicht mehr kann.


Genervt legst du dein Handy beiseite, denn deine Gedanken sind noch nicht klar genug geordnet um zu verstehen was du gerade gelesen hast. Du beschließt wieder zu Bett zu gehen und dich später darum zu kümmern.


9:10 AM

Das Brummen des Handys reißt dich wieder aus dem Schlaf und zeigt dir wieder eine ungelesene Nachricht an. Die Nummer ist die gleiche wie von der vorherigen Nachricht und du denkst das diese auch nicht mehr bedeutet als die erste.


Erhalten: 9:10

Ich glaube das Badezimmer ist ein guter Ort um mich zu verstecken. Ich schwöre, ich höre Schritte, die sich mir nähern. Ich höre sie schon seit Stunden. Ich muss einen Weg hier raus finden, aber ich habe zu viel Angst um mich zu bewegen. Es fühlt sich so an als ob die Wände immer näher kommen würden. Alles was ich weiß, ist das ich hier raus muss. Es ist hier nicht sicher.


Du machst dir langsam Sorgen. Du willst helfen und du willst ihm antworten, aber du weißt nicht was du schreiben sollst. Mit einem Achselzucken versuchst du es als einen Scherz abzutun, jedoch bleibt die Besorgnis da. Du versuchst trotzdem deinen Tag ganz normal zu beginnen.


11:14 AM

Es ist nun zwei Stunden her seitdem du die Nachricht bekommen hast und dieses beklemmende Gefühl ist fast verschwunden. Aber irgendwie konntest du nichts essen. Dieses merkwürdige Gefühl schlägt dir wohl doch ganz schön auf den Magen. Genau in diesem Augenblick hörst du wieder dieses unangenehme Geräusch.


Erhalten: 11:15

Ich habe beschlossen, dass es besser ist zu rennen. Einfach nur rennen. Ich weiß nicht wo, aber irgendwo hier muss ein Ausgang sein. Alle Türen sind verschlossen und ich bezweifle langsam das es einen Ausweg für mich gibt. Ich fühle mich in die Enge getrieben und diese verdammten Fußschritte werden immer lauter.


Langsam fangen diese Nachrichten an dich zu treffen, aber es gibt nichts was du tun kannst. Du beschließt es einfach seinen Lauf nehmen zu lassen. Die Gefühle und die Nachrichten zu ignorieren. Es gibt für dich keinen Grund dich damit zu identifizieren.

Du hörst das Vibrieren deines Handys noch für viele Stunden, jedoch tust du dein bestes, es zu ignorieren.


4:01 PM

Ein weiteres Brummen. Und dieses Gefühl überwältigt dich. Genug ist genug. Du überprüfst dein Handy, nur um vier weitere ungelesene Nachrichten zu finden, alle von der gleichen Nummer wie zuvor.


Erhalten: 12:13

Ich weiß nicht wie lange ich nun schon renne. Diese Fußschritte gehen einfach nicht weg. Ich kann nicht vor ihnen fliehen, egal wie schnell ich auch renne. Sie werden immer lauter und fangen an überall zu sein.


Erhalten: 1:06

Ich kann nicht mehr laufen. Die Schritte sind Ohrenbetäubend und trommeln an den Wänden um mich herum. Ich werde noch wahnsinnig. Da sind Stimmen in meinem Kopf. Die Gänge reden mit mir, aber ich kann sie nicht verstehen.


Erhalten: 2:24

Die Fußschritte, die Stimmen, jedes Geräusch ist auf einmal verschwunden. Sie hinterließen nur ein schrilles Klingeln. Meine Ohren haben angefangen zu bluten. Mein Gehörsinn ist fast komplett weg und meine Sicht beginnt sich zu verfinstern. Nichts hat mehr die Farbe die es haben sollte. Alle Farben, diese riesige Vielfalt beschränkt sich nun nur noch auf eine Mischung von schwarz und rot. Die Hitze hier drin ist unerträglich. Ich bin schweißgebadet.


Erhalten: 4:01

Ich sehe Schatten außerhalb meines Blickfeldes. Die Wände bewegen sich die ganze Zeit. Ich habe angefangen mir einzureden, dass das alles nur ein böser Traum ist, aber die Hitze, die Schatten, das Blut...es ist alles so real. Ich fühle mich hilflos.


An dieser Stelle weißt du, dass das kein Scherz ist. Du musst ihn finden, ihn retten...aber wie? Was könntest du im besten Fall schon tun? Alles was du nun tun kannst ist auf neue Nachrichten zu warten.


Erhalten: 5:12

Ich habe angefangen meinen Kopf gegen die Wände zu hämmern, in der Hoffnung das die Stimmen endlich aufhören. Ich fühle mich umzingelt und beobachtet von irgendwem oder irgendwas. Lass es aufhören, bitte. Lass es einfach alles aufhören.


Erhalten: 5:56

Da ist so viel Blut. Der Schmerz stört mich nicht mehr. Es ist meine einzige Befreiung von diesem Wahnsinn. Ich fühle mich so betäubt. Ich weiß nicht wie lange ich das noch durchhalten kann. Wenn du das hier liest, dann bleib der Bellview High School fern. Es ist etwas so verdammt falsch mit diesem Ort.


In diesem Moment realisierst du das, wer immer auch diese Person ist, sie ist nicht weit weg von dir. Du gehst zu dieser High School. Das könnte deine Chance sein ihn zu retten.


6:25 PM

Du hast dich entschlossen. Du gehst zu der Schule. Du weißt nicht was du tust, wenn du dort bist, aber du weißt das du etwas tun musst. Du hast lange genug gewartet.


Erhalten: 6:57

Ich halte es nicht mehr aus. Nicht mehr eine Sekunde halte ich diesen Albtraum aus. Da ist so viel Blut. Ich kann kaum atmen. Ich bin sicher, es wird bald vorbei sein. Es muss bald vorbei sein. Blut. So viel Blut. Lass es aufhören. Bitte lass diesen Wahnsinn einfach aufhören.


Du kommst an der Schule an. Die Tür ist offen und du beginnst dich umzusehen. Die Flure scheinen leer zu sein. Wo ist er? Du hast ein Blutbad erwartet. Zum ersten Mal antwortest du auf die Nachricht.


Gesendet: 7:02

Ich bin in der Schule. Wo bist du?!?


Zur gleichen Zeit hörst du das bekannte Brummen.


Erhalten: 7:02

Ich bin in der Schule. Wo bist du?!?


Du warst zuerst etwas verwirrt. Du liest die Nachricht wieder und wieder. Langsam beginnen sich die Teile zusammenzufügen. Die Nachrichten die du den ganzen Tag erhalten hast...sie wurden alle von deinem Handy gesendet.

Als du das erkanntest schlugen die Türen mit einem Ruck hinter dir zu und du hörst die Fußschritte hinter dir. Verängstigt und alleine beginnst du zu rennen, mit einem kurzen Seitenblick auf die Uhr die die Zeit anzeigt:

7:05.

Vertonung.

Original.

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