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Die halbe Nachbarschaft war auf den Beinen. Sie bildeten einen Kreis. In ihrer Mitte lag eine blutüberströmte Leiche. Ein kleines Mädchen saß daneben. Auf ihrem Hemd war Blut und sie umarmte ihren Teddy. Sie ignorierte die Menschen, die sie anstarrten und sich fragten was ein Kind zu so später Stunden noch draußen zu suchen hatte. Die Polizei traf ein und das Blaulicht erhellte die Nacht. Die Polizisten gingen auf das kleine Mädchen zu und wollten sie befragen. Doch sie schwieg. Dann befragten sie die Nachbarn zu wem das Mädchen gehörte. Sie antworteten, dass der Tote ihr Vater war und ihre Mutter schon vor einigen Jahren gestorben wäre. Die Polizisten wussten nicht, was sie mit dem Kind machen sollten. Die Nachbarn wären alle zu beschäftigt. Eine Frau erzählte, dass die Kleine Lily hieß und das arme Mädchen schon öfter Zeuge blutiger Taten gewesen wäre.

Die Polizisten hatten Lily in die Obhut eines Bekannten gegeben. Der Polizist Meyer suchte nach Informationen über die Opfer, bei denen Lily Zeugin war. Böhm trank gerade genüsslich einen Kaffee. Es war fast 12 Uhr nachts und Böhm konnte kaum noch die Augen offen halten. Meyer hatte einige Informationen notiert. Lily war Zeuge von 9 Morden und eine Gemeinsamkeit aller fiel Meyer sofort auf.

"Du bist glücklich", sagte Lily zu Lea. Sie war nun einige Tage bei ihr und Flo. Sie hatten keine Probleme im Alltag. Flo studierte Naturwissenschaften und Lea arbeitete als Autorin. Lea konnte nur lächeln. Kummer spielte in ihrem Leben selten eine Rolle. Also war es durchaus wahr. Sie war glücklich. Und Flo auch. Ihnen fiel auf, dass Lily eine besondere Bindung zu ihrem Teddy hatte. Sie sang für ihn und streichelte ihn. Sie fragte ihn oft nach seiner Meinung und lachte mit ihm. Sie hatte ihn immer bei sich. Auch beim Essen legte sie ihn nie weg. Also gingen Lea und Flo davon aus, sie wäre auch glücklich. Trotz des jüngsten Ereignisses.

Diese Nacht schlief Lily nicht ein. Sie hasste. Sie verachtete. Flo und Leas Leben war weiß. Kein Schwarz oder gar Grau verschmutzte das Weiße im Leben des Paares. Sie nahm ihren Teddy, stand auf und ging auf das Schlafzimmer zu. Als sie auf der Türschwelle stand, wachte Lea auf. Sie fragte das Mädchen, ob sie einen Albtraum gehabt hätte. Lily schwieg. Sie ging auf Lea zu. "Du bist glücklich", sagte sie. Langsam machte sie einen Reißverschluss am Rücken ihres Teddys auf und wühlte in der Wolle. Als sie direkt neben Lea stand, holte sie ein Messer aus dem Teddy. Noch bevor sie schrie, schlitzte sie ihr den Hals auf. Flo wurde durch die Todesschreie seiner Frau wach und nur noch schockiert, als er sah, wie das Blut aus Leas Hals quoll. Lily strahlte pure Zufriedenheit aus. Flo versuchte zu fliehen, obwohl es ihm nicht real erschien, dass dieses kleine hübsche Mädchen gerade ein blutiges Messer in der Hand hielt. Lily aber war schneller als er. Blitzschnell war die Klinge in sein Fleisch eingetaucht. Ganz langsam ließ Lily das Messer hinabgleiten. Flo schrie vor Schmerz und fiel auf die Knie. Einige Male stach sie kräftig auf ihn ein und bohrte in den Wunden herum bevor sie das Messer in seinen Hals rammte und blutverschmiert mit ihrem Teddy das Haus verließ.

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