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Am Ende wird immer alles gut und wenn noch nicht alles gut ist, ist es auch noch nicht das Ende. Diesen Satz habe ich in meinem Leben mehrmals mir vor Augen geführt. In vielen dieser Augenblicken redete ich mir ein, dass ich jetzt in diesem Leben richtig durchsstarten werde. Aber es stellte sich immer als eine trügerische Illusion heraus, wenn ich dem Gedanken folgte, ich sei in der Lage ein ordentliches Leben auf die Beine zu stellen.

Geboren in einer kleinen Stadt. Einen Vater als Alkoholiker. Physische und psychische Gewalt jeden Tag. Meine Seele wie mein Körper gezeichnet durch Narben. Alleinerziehender Vater; meine Mutter starb als ich sechs war. Die Liebe, die sie mir gegeben hat und die mich geprägt hat in Teilen meines Bewusstseins, werde ich nie vergessen. Als ich eingeschult wurde, freute ich mich weg zu sein am Tag und erst am Abend zu Hause wieder diverse Leiden ertragen zu müssen. Ich war ein sehr ruhiger Schüler.

Dann kam ich in die sechste Klasse und alles veränderte sich. Mädchen, teure Kleidung, moderne Technik und Musik wurden Gesprächsthemen. Ich hatte nicht viele Spielsachen oder teure Kleidung und bekam auch kein Geld. Ich konnte nicht mithalten. Ich wurde ausgelacht, gehänselt, geschlagen und als peinlich erklärt. Jemand mit dem niemand etwas zu tun haben will. Ich habe mich an meine Lehrer gewendet, aber was vermochten diese Pseudo-Psychologen auszurichten?! Zusammen hinsetzen sollte man sich an einen Tisch mit Lehrer und Peinigern. Gespräche wurden geführt. Gebracht hat es nichts. Ab der achten Klasse, gezeichnet durch Schmerz und Kummer, begann ich Zeitungen auszutragen. Verdient mir etwas Geld. Dafür kaufte ich mir Bücher von großen Denkern. Ethik war mein Lieblingsthema. Das Lesen solcher Bücher sollte ich mir niemals abgewöhnen.

Nach dem Hauptschulabschluss, welchen ich gerade so bestand, machte ich eine Ausbildung zum Tischler. Ich liebe das Arbeiten mit Werkzeugen. Meine Kollegen und mein Chef tranken gerne ein Bier nach der Arbeit. Ich habe mich nie angeschlossen. Die Angst, als der Dumme zu erscheinen, der nicht mal simple zwischenmenschliche Kommunikation beherrscht aufgrund eines Mangels an Kontakt zu anderen Menschen in seinem bisherigen Leben, war zu groß. Man fragte mich ein paar mal, ob ich mich nicht anschließen wollte, aber ich lehnte immer ab. So kam es, dass ich auf der Arbeit auch sehr kalt behandelt wurde. Man sprach kaum mit mir und ich bekam mit wie man sich über mich lustig machte, auch wenn niemand wusste, dass ich das mitbekam.

Dann kam der Tag, von dem ich hoffte, er würde alles ändern. Ich zog aus. Genug Geld hatte ich mir zusammen gespart. Meine Wohnung. Mein Reich. Nach ein paar Wochen war es geschaffte. Ich kam nach Hause und war alleine, es herrschte Ruhe. Nie mehr würde mich mein Vater schlagen oder demütigen.

Ich bin ein sehr intelligenter Mensch. Trotz aller Schmerzen die mir zugefügt wurden, bin ich einfühlsam, obwohl ich doch eigentlich verroht sein müsste. Ein paar Tage war ich voller Euphorie, alles würde besser werden. Aber es geschah etwas anderes. Es entwickelten sich starke Hassgefühle. Ich war einsam, traurig, verzweifelt und das schlimmste: für niemanden wichtig. Niemand beachtete mich. Ich wusste nicht was ich tun sollte, damit man auf mich aufmerksam wird.

"Das ist eine sehr traurige Geschichte", sagte der Polizist zitternd.

"Das sagen Sie nur aufgrund Ihrer jetzigen Lage, sie halten mich für einen kaltblütigen Psychopathen", erwiderte ich.

Polizist: "Bitte...Bitte, lassen Sie mich gehen"

Ich: "Warum sollte ich, sie werden mich einsperren lassen, sind sie doch mit Ihrer Kollegin hierhergekommen und mich einzusperren"

Polizist: "Ich habe eine Familie...bitte, ich flehe sie an".

Ich: "Verstehen Sie nicht?! Sie sind mit ihrer Kollegin hierhergekommen um mich zu verhaften. Erklären sie mir warum!"

Polizist: "Bitte lassen sie mich frei...ich tue alles was Sie wollen!"

Ich: "Nun gut, dann beantworten Sie meine Frage"

Polizist: "Ich,....na gut...Wir wurden verständigt, dass in einem abgelegenen Container zwei Menschen eingesperrt wurden. ..Sie waren mehrere Tage da drin. Als der Container geöffnet wurde, war alles voller Blut. Die beiden Menschen waren nackt und auf dem Boden war Werkzeug. Die Untersuchungen ergaben, dass die Frau dem Mann mit einem Hammer solange ins Gesicht geschlagen hatte, bis er Tod war. Danach fing sie aus Verzweiflung und Angst, wie wir vermuten, an ihn zu essen. Wie es aus den Untersuchungen hervorgeht, hat sie sich kurz darauf mit einem spitz gefeilten Schraubenzieher die Halsschlagader durchtrennt. Als wir die Personen identifiziert haben, stellte sich heraus, dass sie beide schwere psychische Störungen hatten."

Ich: "Wie sind sie denn auf mich gekommen, mein Lieber?"

Polizist: "Bitte, ich will nicht sterben"

Ich: "Erzählen Sie es mir!"

Polizist: "Ok, ok (holt tief Luft)...Der Container in dem wir diese Menschen fanden wurde über eine Kreditkarte gemietet. Diese stammt von einem Mann, der umgebracht in seiner Wohnung gefunden wurde. Ihm wurde mit einer Feinsäge der Kopf abgetrennt und dieser in der Toilette seiner Wohnung geworfen. Der Rest seines Körpers war voller Nägel, welche man postum mit einem dort gefundenen Hammer in die Leiche hämmerte. Jemand sah sie aus der Wohnung kommen. Die Beschreibung, welcher der Zeuge abgab, passte genau auf Sie!...Bitte, lassen sie mich gehen!"

Ich: "Sehen Sie, war doch gar nicht so schwer. Mein kleines Experiment im Container war wohl nicht so schön anzusehen was?!...Ich könnte Ihnen das alles erklären, aber Ihr minderbemittelter Verstand, würde dies niemals aufnehmen können. Zu Schade, dass ihre Kollegin nicht mit mir reden wollte...Wollen sie Ihren Kopf sehen? Hab ihn im Nebenzimmer liegen...abgetrennt mit einer Feinsäge!"

Polizist: "Bitte lassen Sie mich gehen"

Ich: "Auf wiedersehen, mein Lieber"

Polizist: "Wo gehen sie hin, lassen sie mich gehen...."

Ich schloss die Tür hinter mir, nachdem ich den Laptop in Richtung des Polizist gestellt habe. Ich habe ein langes Video angeklickt, dass jetzt für Ihn abspielt. Es ist ein Schock-Video einer bekannten Tierschutzorganisation. Darin wird gezeigt, wie Jungtiere erbarmungslos getötet werden, damit sie zu leckerem Fleisch für manchen gemacht werden können. Vielleicht lernt er ja daraus.

Ich gehe mir jetzt eine Tafel Bitterschokolade kaufen. Das brauche ich nach einem stressigen Tag...



-Kirwo-

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