FANDOM


Ich starrte das Stück weiße Plastik in meiner Hand mit dumpfem Schrecken an. Zwei kleine, blaue Striche. Zwei Striche, die "positiv" bedeuteten, und somit alles andere als dieses Wort verkörperten. Welcher Idiot müsste schon auf die Verpackung sehen, um das zu kapieren:

Zwei Striche: Schwanger! Ein Baby.

Oh Gott, ich war nicht bereit dafür.

Ryan würde Vater werden.

Ich liebte ihn, mehr, als irgendjemand irgendjemanden jemals lieben könnte. Und er liebte mich. Er war mein Seelenpartner, doch das änderte nichts an der Tatsache, dass wir nicht bereit waren. Ein Baby bedeutete Verantwortung. Heiraten. Eine Familie. Zukunft. Ich sank auf den Toilettensitz zurück und starrte den Test an. Ich vergaß beinahe zu atmen, umfasste das Ding so fest, dass es beinahe brach, und meine Knöchel weiß hervortraten. Als ob es irgendetwas ändern würde, wenn das Mistding in tausend Einzelteile zersprang.

Schwanger.

Nein, nein, wir waren nicht bereit.

Ryan war so ziemlich noch ein kleines Kind im Herzen, mit ausladenden Feten an den Wochenenden, Videospielen unter der Woche und ähnlichen Verantwortungslosigkeiten wann immer er die Zeit fand.

Ein Baby hingegen war ein kleines, menschliches Wesen. Mit so etwas konnte man nicht einfach feiern gehen, oder seine Tage vor der Konsole verschwenden. Es brauchte durchgängige Aufmerksamkeit und Sorge. Keine Chance, dass Ryan oder ich es irgendwie hinkriegen würden.

Endlich konnte ich den Test aus meiner Hand nehmen und ließ ihn achtlos in den Abfalleimer neben dem Waschbecken plumpsen. Ich wusch meine Hände und stolperte in die Küche, um ein Glas Wasser gegen den Schock zu trinken. Die Schublade öffnete sich anschließend wie von selbst. Das Glas stand längst in der Spüle.


Ich hatte noch immer keine richtigen Antworten, als ich zum Schlafzimmer huschte. Wie würde ich es tun? Wie geht man mit etwas so Monumentalem um? Was tut man? Was sagt man? 

Meine Hand zitterte, als ich sie ausstreckte, und langsam in Richtung der Schlafzimmertür streckte, mit ungeweinten Tränen, die gegen meine Augen drückten. Ryan schlief, doch er erwachte, während ich die Tür öffnete. Er war schon immer so ein leichter Schläfer gewesen. Er fuhr mit seiner Hand durch sein Haar, eine süße Geste, die er unwissentlich tätigte, wenn er verwirrt, oder müde war.

"Daniel? Was zur Hölle machst du in meinem Haus, man.”, wollte er verschlafen wissen. Die Müdigkeit klang in seiner Stimme mit, die er zu einem Flüstern gesenkt hatte, um die Schlampe neben ihm nicht zu wecken.

Ich handelte schnell, es war die einzige Möglichkeit. Ryan war nicht bereit.

Ich beendete die Familie, bevor sie beginnen konnte, indem ich schnellstmöglich auf das Bett zuhechtete, das Messer tief in ihren Bauch rammte und dort drehte. Ich zog es wieder heraus, nur um die Klinge abermals tief in den bebenden Körper zu bohren. Und wieder. Und wieder. Ryan packte meine Hand. Es schmerzte mich mehr als ihn, während er ihren dreckigen Namen schrie und sich auf mich stürzte. Die Bitch röchelte. Ich lächelte und öffnete meine Arme.

Er schlug zu, während sie kreischte.

Wir waren nicht bereit gewesen. Das würde auch Ryan bald verstehen.

Who¿¡

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki