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Ein Pokerturnier an der FH? Warum nicht, ich hatte Zeit und dachte mir, ich mache mit. Poker spielen, ein paar Mitstudenten kennenlernen und einen gemütlichen Abend verbringen. Sofort rief ich einen Freund an, der mit mir zusammen studierte, er war sofort einverstanden, als ich fragte, ob er auch mitmachen würde. Da wir beide relativ geübt in dem Spiel waren, meinten wir, dass ein Platz unter den letzten drei möglich wäre.

Am Tag des Turniers besuchte ich meine üblichen Veranstaltungen und ging anschließend zu meinem Freund, der am Campus wohnte. Wir gingen einige Strategien durch und machten uns nochmals mit den Regeln vertraut. Um 19:15 Uhr gingen wir los, um pünktlich um halb acht beim Turnier zu sein. Draußen war es bereits dunkel und es waren nur vereinzelte Laternen an. Doch den Weg zu Austragungsort fanden wir trotzdem.

Doch was war los? Keine ausgelassene Stimmung, wie bei einem bunten Abend. Alle, die da waren, machten auf mich einen stillen, ja geradezu depressiven Eindruck. Wir setzten uns auf unsere Plätze und wollten eigentlich sofort anfangen zu spielen.

„Sind alle da?“, fragte der Turnierleiter. „Gut, dann schließt die Türen.“ Wir sahen uns an, sagten aber zunächst nichts. Der Turnierleiter, ein großer Typ mit langem schwarzen Mantel stellte sich vor den Tisch der Spieler und erklärte die Regeln. Es wurde Texas Hold’em gespielt, die Variante von Poker, die am häufigsten gespielt wird. Alle Vorschriften waren uns vertraut, doch am Ende fragte er: „Setzt ihr euren Körper oder eure Seele bei All in?“

Einer nach dem anderen nannte seinen Einsatz. Als er zu uns kam sagte mein Freund selbstbewusst, dass er seine Seele setze. Er kam zu mir und fragte: „Und du?“ „S-s-s-s-seele?“, stotterte ich. Mein Freund beruhigte mich. “Alles nur Spaß.“ Es blieb mir nichts anderes übrig, als ihm zu glauben. Das Spiel begann. Wir waren zehn Spieler und ein ständiger Dealer. Nach einer Stunde wurde der Turnierleiter ungeduldig. Er forderte uns auf richtig zu spielen und sich nicht dauernd gegenseitig zu helfen nur um nicht All in zu gehen.

Schließlich half alles nichts mehr. Eine Studentin, ging All in und verlor. „Jetzt passiert es.“, dachte ich und so kam es auch. Sie hatte als Einsatz ihre Seele angeboten. Der Turnierleiter kam auf sie zu, packte sie am Hals und zog aus ihrem Mund und ihren Augen eine weiße Substanz heraus. Sie sackte in sich zusammen und er steckte ihre Seele in die Innentasche seines Mantels. Ich war durch den Anblick dieses Szenarios so geschockt, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Mein Freund rammte mir seinen Arm in die Seite, sodass ich wieder zu mir kam. Es half nichts, wir mussten weiter spielen.

Man kann sich denken, wie es weiterging. Einer nach dem anderen musste seinen letzten Einsatz machen. Als einer, der seinen Körper gesetzt hatte, verlor, kam der Turnierleiter auf ihn zu. Der Spieler zitterte am ganzen Leib und flehte um Gnade. Doch es half nichts. Ein Schlag in den Nacken und er fiel vom Stuhl. Doch blieb er liegen, von wegen. Er stand auf, sah mit gläsernen Augen in die Runde und ging in die hinterste Ecke des Raumes. So ging es weiter. Seele, Körper usw. Am Ende waren nur noch mein Freund und ich übrig. Ich sah ihn an und wollte ihm klar machen, dass es so nicht zu Ende gehen konnte.
Four-King-Hell

FoaK

Die Karten wurden verteilt. Mein Freund grinste, als er die Karten sah. Ein falsches Grinsen, das ich in seinem Gesicht noch nie gesehen habe. „Ich werde dich fertig machen, dann gehörst du auch zu uns.“ Mir wurde klar, dass es sich bei dem gesamten Spiel um eine Farce handelte. Es gab kein Entkommen aus dieser Hölle. Ich hatte also keine andere Wahl, als das Spiel zu gewinnen auch wenn ich dadurch meinen Freund verlieren würde.

Ich bekam einen Pik-König und einen Karo-König. Nach den jeweiligen Einsätzen kamen die fünf aufgedeckten Karten. Herz-König, Kreuz-3, Kreuz-König, Pik-Ass und Herz-8. Ich hatte einen Vierling mit den Königen auf meine Hand. „All in.“, rief mein Freund und schob alle seine Chips in die Mitte des Tisches. Ich legte die noch fehlenden Chips von mir dazu und wartete auf seine Karten. Er legte ab. Zwei Asse, Full House mit Königen und Assen. Ich deckte meine Karten auf. Ein Vierling mit Königen, der das Full House schlug. Ich blickte ihn an und sah auch schon den Turnierleiter auf ihn zu treten, um ihn seine Seele zu nehmen.




… Was war geschehen? Ich lag mit dem Kopf auf dem Tisch. Mein Schädel dröhnte. Der Raum, in dem ich war, war leer. Kein Mensch war da. Auf dem Tisch lagen die fünf aufgedeckten Karten, sowie meine beiden Könige. Mir gegenüber lagen die beiden Asse meines Freundes, jedoch vollgespritzt mit Blut. Unter den Chips, die alle auf meiner Seite des Tisches lagen, fand ich einen Zettel. Darauf stand in großen Druckbuchstaben: „HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, WIR KOMMEN IN EINEM JAHR WIEDER UND WERDEN DICH AUCH HOLEN!“


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Loxi-san (Diskussion) 09:27, 13. Mär. 2014 (UTC)

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