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Manu: Hey mein Schatz. Was geht?

Ich: Hi Kleines. Nicht viel, bin am chillen. Mach Mal die Cam an.

Manu: Jo aber Mikro muss aus bleiben, Headset ist hin.

Ich: Schön dich zu sehen. Ich freu mich.

Manu: Und ich mich erst. Du fehlst mir.

Ich: Noch drei Tage dann sehen wir uns.

Manu: Ja, war viel zu lange diesmal.

Ich: Ich weiß aber ich geh mit dir shoppen von dem Geld *kiss* Oh erwartest du noch Besuch?

Manu: Nee wieso? Meine Ellis, sind doch bis morgen verreist. Hab ich dir doch gesagt.

Ich: Nee aber wer ist dann der Typ der grad rein kam?

Manu: Welcher Typ? Da ist niemand.

Ich: Ja ist klar. Lol, der der auf deinem Bett sitzt.

Manu: Hör` auf damit, du machst mir Angst, da ist keiner.

Ich:' Doch, ernsthaft du musst ihn doch gesehen haben, er steht jetzt direkt neben dir.

Manu: Wo? Da ist keiner.

Ich: Pass auf…. Fu**

 

Gegenüber sitzt uns hier der 24 Jährige Thomas. Per Skype Videotelefonie hatte er am gestrigen Abend die Ermordung seiner Freundin miterlebt. Eine Aufzeichnung des Videos war ihm nach eigener Aussage nicht möglich. Er ist aufgewühlt und steht unter Schock, die Vernehmung ist nur unter Hinzuziehung eines Psychologen möglich.

„ Hören Sie Thomas, entspannen Sie sich bitte so gut es geht. Ich möchte, dass Sie sich jetzt noch einmal an den gestrigen Abend zurück erinnern. Bleiben Sie ruhig, Sie sind hier in Sicherheit.“

„ Da war dieser Typ, Manu hat ihn nicht gesehen. Ich dachte die wollen mir einen Schreck einjagen und dann…“

„ Ganz ruhig Thomas, beschreiben Sie den Mann. Wie sah er aus? Kannten Sie ihn?“

„ Nein, er war mir fremd. Deshalb war ich im ersten Moment auch ein wenig verwundert. Ich kenne ihre Freunde eigentlich. Ich kannte sie, meine ich.“

„ Was trug der Mann? Beschreiben Sie ihn.“

„ Er war groß, so groß wie ich bestimmt. Auf Manu`s Regal steht eine Figur, wenn ich daneben stehe bin ich gleich groß, er reichte da auch locker ran. Er war normal gekleidet. Jeans glaube ich und ein Kapuzenshirt. Die Kapuze hatte er über den Kopf gezogen. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, nicht Mal als er…“

„ Hat er etwas gesagt? Sich irgendwie anders mitgeteilt?“

„ Nein, er kam wortlos rein. Setzte sich einfach aufs Bett und bewegte sich nicht. Plötzlich stand er auf und stellte sich neben Manu.“

„ Hat ihre Freundin etwas davon bemerkt, dass er sich ihr näherte?“

„ Nein ich glaube nicht. Sie war panisch aber ich glaube sie hat mich nicht wirklich ernst genommen.“

„ Beschreiben Sie was dann geschah.“

„ Er stand neben ihr und nahm eine Haarsträhne von ihr zwischen die Finger. Ich mochte ihr Haar immer sehr gerne. Das Gefühl hat Manu gemerkt. Er hat dann eine größere Strähne genommen und ihr mit einem Ruck aus dem Kopf gezogen. Sie schrie furchtbar auf. Die blutige Strähne fiel neben ihr zu Boden als sie sich an die Stelle fasste aus der jetzt warmes Blut rann. Er hatte sich aber schon die nächste Strähne gegriffen und zog auch die aus ihrem Kopf. Sie schrie, wimmerte und kauerte sich auf dem Boden zusammen. Ich war wie versteinert, sprang dann aber auf und wollte aus dem Zimmer, die Polizei verständigen. Meine Türe, sie ließ sich nicht öffnen. Ich warf mich dagegen, hämmerte, schrie aber es war als wäre ich alleine auf der Welt. Dann hörte ich die Stimme vom Laptop. Ich wusste erst nicht was ich tun sollte, ich hatte selbst eine Heidenangst. Die hatte, das Mikro nicht an und doch hatte ich laut und deutlich ein

„ SCHAU HIN“

gehört. Ich wollte nicht hinsehen, hatte Angst aber irgendetwas zwang mich dazu. Manu kauerte neben dem Bett. Ihre restlichen Haare waren rot vor Blut, an manchen Stellen schaute die Schädeldecke durch. Ich musste mich übergeben als ich einen Lappen ihrer Stirn sah, der sich gelöst hatte und lose über dem blutigen Fleisch hing. Der Typ hat sie einfach abgerissen, einfach so und sich in die Kapuze geschoben, ich schätze dort wo sein Mund war. Manu schrie und schrie, ich konnte nicht mehr und nahm mir einen Stift. Ich habe mir den Stift in meine Ohren gestochen aber es hat nichts genutzt, ich hörte sie immer weiter schreien, als würden die Schreie aus mir raus kommen. Der Typ hat sie dann umgedreht, ich dachte im ersten Moment er würde sie küssen. Er hielt sie hoch und dann begann sie zu zucken, sie schlug um sich aber er hielt sie einfach weiter und der „Kuss“ dauerte an. Dann ließ er sie zu Boden fallen, sie zuckte noch immer, versuchte sich aufzurichten, schaffte es aber nicht. Erst da bemerkte ich, dass der Knochen ihres Schienbeins aus dem Unterschenkel raus ragte und das Bein in unnatürlicher Haltung an ihr lag. Sie richtete sich auf, zumindest den Oberkörper und schaute mich direkt an. Der Schweinehund hatte sie nicht geküsst, er hatte ihr die Unterlippe abgebissen. Sie saß da und ihre Zähne blitzten mich blutverschmiert an. Ich wollte mich abwenden aber es ging nicht. Sie saß da, schaute mich an, es war furchtbar, ich werde den Blick nie vergessen, es lag etwas Flehendes darin. Als würde sie mich um Hilfe bitten aber was sollte ich tun? Dann hat er sie gepackt und über ihren Schreibtisch geworfen, ihr Gesicht war direkt vor der Cam. Sie schaute mich an, sah nicht mehr aus wie meine Freundin, eher wie ein deformiertes Monster. In dem Moment wollte ich, dass mich jemand von dem Anblick erlöst und er tat es. Ich sah wie aus ihrem Mund ein Messer schoss, er hatte es ihr durch den Hinterkopf gebohrt. Ich sah wie ihre Augen brachen und ich war erleichtert. Das Bild wurde gleich darauf schwarz. Dann kann ich mich an nichts mehr erinnern, ich habe die Polizei gerufen glaube ich. Es war alles wieder in Ordnung. Die Türe ließ sich öffnen und es war als wäre alles in bester Ordnung, nur dass sich eben ein krankes Schwein meine Freundin geschnappt hat. Dann weiß ich nur noch Bruchstückhaft, dass die Beamten zu mir kamen und mich mit nahmen zur Zeugenvernehmung.

„ Das war sehr gut Thomas. Sie haben den Mann zu keiner Zeit gesehen also sein Gesicht?“

„ Nein, nie.“

„ Thomas, hören Sie mir zu. Es gibt jemanden den wir festgenommen haben. Sein Name ist Rick. Sagt Ihnen dieser Name etwas?“

„ Nein überhaupt nicht. War er es?“

„ Ja war er, er hat auch gestanden. Er sagte aus, er habe die Tat für Sie begangen, da Manu sie betrogen hätte. Können Sie verstehen was ich sage? Thomas, stimmt etwas nicht?“

„ Thomas ist weg mein Alterchen, ich bin wieder hier. Ab heute redet ihr nur noch mit mir.“

„ Sind Sie es wieder Rick? Hören Sie ich möchte gerne wieder mit Thomas sprechen.“

„ Binde mich los und ich überlege ob ich den guten Thomas noch einmal hervorhole. Was willst du überhaupt von ihm? Er ist ein jämmerlicher Schlappschwanz, seine Alte h*rt in der Gegend rum und er nimmt es so hin. Er ist auf Montage und sie treibt es mit den Nachbarn. Jetzt wird sie es mit niemandem mehr treiben.“

Abschließender Bericht:

Thomas Bregner, 24 Jahre alt. Es wird hiermit bestätigt, dass der Patient seine Freundin in Folge einer Dissoziativen Identitätsstörung ermordet hat. Hierbei hat er sich auf Grund der anhaltenden Erniedrigungen durch ihr häufiges Fremdgehen, die Persönlichkeit des „Rick“ entwickelt. Dieser beschützt und verteidigt die eigentliche Person Thomas. Es fiel jedoch auf, dass wie in einigen weiteren Fällen, die „wahre“ Persönlichkeit immer weniger zum Vorschein kommt. Es wird empfohlen Herrn Thomas Bregner in Obhut einer psychologischen Einrichtung zu geben. Er ist nicht schuldfähig.

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