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Es verfolgt mich. Es verfolgt mich und es will mich tot sehen. Was es ist? Bitte, frag mich etwas Einfacheres. Ich weiß es nämlich selber nicht. Ich weiß nur, dass es beschränkt ist und sich mir nicht einfach nähern kann. Es muss an meine Tür klopfen und ich muss es hereinbeten. Jetzt denkst du dir bestimmt sowas wie: "Wer lässt denn schon etwas hinein, das einen töten will?" Genau das ist der Haken an der Sache.

Es kann in verschiedenen Formen auftreten. Sogar als meine Mutter oder als anders Familienmitglied. Hierbei kann es jedoch nur Leute nachahmen, die häufig in meinem sozialen Umfeld vorkommen. Das bekam ich heraus, als eines Morgens jemand an die Tür klopfte und die Stimme meine Mutter fragte, ob sie hereinkommen kann. So schlaftrunken wie ich war, sagte ich das sie hereinkommen könnte. Wie du dir sicher denken kannst, war es nicht meine Mutter.

Es war ein mageres Wesen, in der Form eines Menschen. Es hatte an einigen Stellen Stacheldraht durch die Haut gezogen und hatte eine graue, faltige Haut. Aus seinen schwarzen Augen liefen ebenso schwarze Tränen. Ein Blick in sein Gesicht und ich verlor das Bewusstsein.

Und nun bin ich hier, im St. Elizabeth-Krankenhaus. Ich weiß nicht, wie lange ich noch hier bleiben muss, aber ich bin nun wieder in der Lage, klar zu denken, soweit ich das zumindest beurteilen kann. Es klopft an die Tür. "Schatz, darf ich bitte reinkommen?", ertönt die Stimme meiner Mutter. Ich lächele. "Natürlich, komm rein." Als ich die letzten Silbe sprach, wusste ich allerdings, was für einen Fehler ich gemacht hatte: Es war Sonntag, und sonntags waren Besuche im Krankenhaus verboten.

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