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Der Himmel verfinstert sich.

Schwarze Wolken drücken sich gegen die Fensterfront, schwärzer als der Tod.

Sie starren mich an, klein, leere große Augen, dünne Gliedmaßen, messerscharfe Zähne in den halb geöffneten Mündern.

Rechts von mir, vor mir, links von mir, unzählige Augenpaare starren mich an, Leere, vollkommene Dunkelheit.

Das Buch fällt mir aus der Hand, schlägt polternd auf dem Boden auf.

Ein höhnisches Grinsen von dem Mantel an der Garderobe, der mich mit seiner gehörnten, schädelartigen Fratze beobachtet.

Die kleinen Wesen werden unruhig, Schritt nach hinten, von ihnen weg, folgen meinen Bewegungen mit ihren gierigen, leeren Augen, eins löst sich aus dem Halbkreis, kommt auf mich zugekrochen, noch weiter zurück, weg von ihnen, es starrt mich an, kriecht näher, die Leere in den großen schwarzen Augen saugt mich ein, lähmt mich, es ist fast bei mir, öffnet den Mund noch weiter, lässt einen hässlichen, hohen Ton aus seiner Kehle dringen, streckt die dünnen Finger nach mir aus.

Zutreten.

Mein Fuß trifft es an der Brust, presst die Luft aus dem schmächtigen Körper, der nach hinten geschleudert wird und schlaff liegen bleibt, immer noch blickt mir aus dem leeren Augenpaar Totenschwärze entgegen.

Die anderen sind still geworden, stumm starren mich die pechschwaren Augen an, vor mir, neben mir, umzingelt von ihren anklagenden, bohrenden Blicken.

Dann entblößt eines von ihnen die spitzen Zähne komplett, lässt einen misstönenden, klagenden Schrei ertönen, die anderen stimmen mit ein, ein ohrenzerfetzendes, wütendes Geheul erhebt sich, halte mir die Ohren zu, doch ich höre es immer noch, die schrillen Schreie sind eine Qual, treiben mich in den Wahnsinn, sie rennen umher, ziellos durcheinander.

Noch ein Körper wird von meinem Schuh getroffen, zurückgeschleudert.

Eine Nase zerbricht knackend, Rippen brechen unter meinen gewaltsamen Tritten, langsam lässt das schmerzhafte Gekreische nach, während immer mehr der missgestalteten kleinen Körper regungslos auf dem Boden liegen, große Lachen zäher schwarzer Flüssigkeit breiten sich auf dem Boden aus.

Stille.

Erschöpft zusammensacken, der Alptraum lässt mich immer noch nicht los, die schwarzen, bösen Augen verschwinden nicht aus meinem Kopf.

Allmählich lösen sich die Wolken vor den Fenstern in Luft auf, lassen wieder Licht in den Raum, die Farbe kehrt zurück, schwarz wird zu rot.

Mein Blick fällt auf den Titel des heruntergefallenen Buches.

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