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Mein Vater war Professor für Literaturwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Er war immer sehr fixiert auf seine Arbeit, weshalb wir beide nie einen wirklichen Draht zueinander hatten. Das Einzige was uns verband, waren seine Geschichten, welche er mir jeden Abend vorlas, als ich noch ein kleiner Junge war. Er las mir immer Geschichten über Dämonen und düsteren Kreaturen vor, weil ich diese sehr mochte. Meistens durfte ich mir diese in seinem Bücherregal voll mit altertümlichen Geschichten aussuchen, nur eine nicht: “Antitheus”. Ich fragte ihn, warum er mir diese Geschichte nicht vorlesen wollte und er antwortete nur verärgert: “das ist nichts für dich und wird es auch niemals sein!”. Das verwundert mich bis heute muss ich zugeben...

Wie dem auch sei, mein Vater verstarb vor kurzem, was ich für sehr schade empfand, da meine Mutter auch schon seit einigen Jahren tot ist. Ich fuhr zurück zu unserem alten Haus, nach der Trauerfeier meines Vaters. Ich sah mir ein altes Fotoalbum an, worin ich Bilder von mir und meinen Eltern von vor 20 Jahren auffand. Doch dann machte ich eine seltsame Entdeckung: da war ein Bild auf welchem meine Eltern und mein 8-Jähriges ich aufzufinden waren, im Hintergrund ein farbenreicher Wald und … Eine graue Kreatur. Verwundert betrachtete ich das Bild genauer, doch leider konnte ich die eben festgestellte Entdeckung nicht mehr wiederfinden. Wie auch immer, ich sah mir weiterhin die Bilder an und schenkte mir ein Glas Wein ein, welcher ursprünglich für die Hochzeit meiner Freundin und mir gedacht war. Ich blätterte weiter durch das Fotoalbum, als urplötzlich das Radio anging. Man hörte ein Knarren, als würde jemand auf einem alten Holzfußboden entlanglaufen. Ich machte das Radio aus, doch das Knarren hörte nicht auf.

Ich lauschte genauer dem eigenartigen Geräusch und bemerkte, dass es von der oberen Etage des Hauses kam, also ging ich hinauf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Das Knarren war auf einmal nicht mehr zu hören, doch die Tür zum Büro meines Vaters stand weit offen. Als ich sie schließen wollte, sah ich beim zu machen das Regal mit den Geschichten von früher. Ich schnappte mir meine Lieblingsgeschichten “Hinter der Tür” und “Der Leichensee”, um mich an den Schreibtisch zu setzen und sie zu lesen. Als ich mich auf den Stuhl setzte, bemerkte ich eine Schublade, welche ein Schloss davor hatte, indem ein Schlüssel steckte. Neugierig wie ich war, öffnete ich selbstverständlich die Schublade, um das Buch, welches mein Vater mir nie vorlesen wollte , vorzufinden: “Antitheus”. Ich schlug die erste Seite auf, um eine alte Schrift vorzufinden, welche ich leider nicht entziffern konnte. Darunter war eine Signatur:

"Antitheus"

Antitheus … Überall stand Antitheus, aber weshalb? Ich schlug im Buche weiter, um den Anfang der Geschichte zu lesen. Es schien mir weniger wie eine Geschichte vom Stil her, sondern mehr wie eine Art.. Lehrbuch. Darin waren Rezepte für irgendwelche Kräutertränke, oder gar Informationen über irgendwelche Rituale. Ich halt das alles für Humbug. Dann öffnete ich die letzte Seite, worin mit einer roten Schrift ein Text stand, welchen ich sogar entziffern konnte:

“Maledicam maledicentibus tibi, intrusus”

Als ich diese Worte leise vorlas, kam plötzlich wieder dieses Knarren aus dem Flur. Ich ging hinaus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Badzimmertür stand nun weit offen und ich ging hinein, um auch ein offenes Fenster vorzufinden. Als ich das Fenster schloss, fiel mir plötzlich ein, dass die Badzimmertür vorher noch gar nicht offen gestanden hatte. Ich sah mich also fragend im Spiegel an, um etwas an der Wand hinter mir zu bemerken… Die Wand… färbte sich plötzlich blutrot. Ich wusch mir das Gesicht, um mir die Augen zu reiben und zu bemerken, dass alles wieder beim alten war. Das Licht ging plötzlich aus und das Fenster riss auf. Panisch floh ich aus dem Badezimmer, um die Treppen nach unten zu gehen, und mein Handy zu suchen. Der Strom fiel plötzlich überall aus, doch ich konnte mein Handy in der Dunkelheit finden. Als ich mein Handy anschaltete, kam eine Textnachricht von einer unbekannten Nummer:

“Dieses Buch war nicht für dich bestimmt.”

Ich las die Nachricht noch einmal, um mich zu vergewissern, dass ich nicht doch schon zu betrunken von dem Wein war, doch diese Nachricht stand wirklich da. Mein Handy ging plötzlich aus und ich hörte einen Knall aus dem oberen Stockwerk. Langsam ging das Knarren im oberen Stockwerk wieder los… es kam näher. Ich fiel verängstigt auf das Sofa und hörte Schritte die Treppenstufen hinunter gehen, jedoch ganz langsam. Die Treppenstufen knirschten vor sich hin und kamen immer näher… Und näher. Unten angekommen, sah ich eine finstere Gestalt durch die Wohnzimmertür entlang treten. Ich zitterte am ganzen Körper, als sich mein Herzschlag verschnellerte und sich die Kreatur vor mir aufbaut. Es ist groß... Hat einen zerfetzten Umhang und... ein riesiges Schwert mit welchem es ausholt und - ….

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