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“Mama wo gehen wir hin?“, fragte sie ihre Mutter, welche auf sie herab lächelte. “Wir gehen in den Wald, spazieren, meine Kleine“, rief sie. “Und was wollen wir da?“ Ihr Vater blickte ihr zu und antwortete ihr: “Das hat doch deine Mutter gerade gesagt, wir wollen ein wenig spazieren gehen.“ Das Mädchen schaute sich um. Dort vorne konnte man schon den Waldrand sehen. Es roch nach feuchtem Moss. “Schau mal Ariola, ein Reh“, rief ihre Mutter und deutete mit dem Finger auf das Tier. Das Reh aß ein wenig Gras von der Wiese am Waldrand. Als es in die Richtung der Familie blickte, rannte es geschwind weg. “Warum ist das Reh denn gegangen?“, fragte Ariola mit einem traurigen Gesicht. “Du fragst ein paar Sachen. Es hatte natürlich Angst vor uns“, erklärte ihr ihre Mutter lächelnd. “Aber wir wollen dem Reh doch nichts Böses“, meinte Ariola verwirrt. Für Ariola war das noch nicht zu verstehen, schließlich war sie erst sieben Jahre alt. „Das weiß das Reh doch nicht.“

Sie betraten den Wald. Es war sehr still und angenehm kühl. “Kann ich mich mal umschauen?“, wollte Ariola wissen. Ihre Mutter nickte. “Bleib aber in der Nähe, Ok?“, rief ihr Vater ihr zu. Ariola lächelte, nickte und lief in den Wald hinein. Hier ist es aber schön friedlich, dachte sie. Sie entfernte sich immer und immer mehr von ihren Eltern. Die bemerkte es aber nicht. Sie waren mit der schönen Aussicht beschäftigt. “Schatz, wo ist Ariola?“, rief ihre Mutter besorgt. „Ariola!“, schrie ihr Vater. Ariola konnte die Stimmen ihrer Eltern nicht hören, sie war zu weit entfernt.

“Mama, Papa, wo seit ihr?“, schrie Ariola. Sie hatte sich vollkommen verirrt. Die Sonne ging langsam unter und die Dunkelheit trat langsam ein. “Mama, Papa. Bitte antwortete doch“, schrie sie so laut es möglich war. Sie hatte die Orientierung verloren und wusste nicht, wo sie lang gehen sollte. “Ich habe Angst“, jammerte Ariola. Sie kauerte sich nieder und lehnte sich an einen Baum. Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden und Dunkelheit herrschte im Wald. In der Nacht kamen die Tiere aus ihren Verstecken. Überall raschelte es. Ariola bekam einen großen Schreck und rannte bei dem kleinsten Geräusch weg. Sie lief und lief weiter. Keuchend hielt sie an einer großen Birke an. “Ich will nach Hause und habe Hunger“, rief sie. Man konnte Schritte hören. Mehrere Menschen kamen auf sie zu. Ariola dachte an die Worte, die ihre Mutter immer wieder zu sagen pflegte: “Vertraue niemals Menschen, die du nicht kennst, und renne so schnell du kannst, wenn dich jemand verfolgt.“ Sie lief weiter weg, aber die Männer, die sie verfolgten, waren bloß ein Suchtrupp der Polizei. Die Polizisten verloren sie aus den Augen. Ariola rannte noch immer, vor Angst, geschnappt zu werden. Erschöpft hielt sie an einen kleinen Bach an. Sie hatte so großen Durst von der Rennerei, dass sie einen Schluck aus dem Bach trank. Ein wenig weiter von ihr entfernt trank ein Fuchs aus dem Bach. Ariola erschrak als sie den Schatten des Tieres erkannte. Der Fuchs erschrak ebenfalls und lief davon. Ariola machte sich einen kleinen Blätterhaufen zurecht, in dem sie schlafen wollte. Sie legte sich erschöpft nieder. Der Gedanken, in einem dunklen Wald mit Tieren zu schlafen, ließ sie ein wenig grübeln, aber sie war so müde, dass sie bald einschlief.

Die Sonnenstahlen der aufgehenden Sonne schienen durch die Bäume herein und kitzelten Ariolas Gesicht. Gähnend wachte sie auf. Mit Blättern am ganzen Körper stand sie auf, und schüttelte sich. Sie lief weiter in der Hoffnung aus diesem Wald heraus zu finden. Nach einer Weile Fußmarsch sah sie plötzlich einen Waldrand. Glücklich rannte sie zu dem Licht des Waldrands. Als sie draußen war, bemerkte sie, dass es nicht der Waldrand war, sondern nur eine große Lichtung. Enttäuscht seufzte sie. Am Ende der Lichtung befand sich ein sehr steiler Abhang, eine Klippe. Ariola trat vorsichtig an den Rand der Klippe und lunzte herab. Es war zu hoch um herunter zu klettern, aber auch zu niedrig um an einem Sturz zu sterben. Ariola trat einen Schritt zurück und grübelte. “Wenn ich darunter klettere, könnte ich fallen und würde mir wehtun. Aber vielleicht ist dort in der Richtung de Ausweg“, rief sie. Ariola nickte.

Sie würde es riskieren, um hier raus zu kommen und dann könnte sie endlich ihre Eltern wieder sehen, so dachte sie jedenfalls. Aber diese Klippe war sehr glatt, man könnte sich nirgends festhallten und würde abrutschen. Sie dachte nicht über so was nach. Ariola wollte nur noch in die Arme ihrer Eltern, die auf sie warteten. Nun setzte sie den ersten Fuß auf den steilen Abhang. Ariola zitterte am ganzen Körper. Ein paar Schritte schaffte sie abwärts, als sie abrutschte und fiel.

Als sie wieder erwachte, trat bereits die Dämmerung ein und es wurde allmählich kühler. Ariola stand verträumt auf und bemerkte eine Flüssigkeit an ihrem Kopf, die daran herunterlief. Blut. Als sie runterfiel muss sie sich wohl den Kopf gestoßen haben. “Muss ich jetzt sterben?“, schrie sie verzweifelt und mit zittriger Stimme. Tränen flossen ihrer Wangen hinab.

Erschrocken sprang sie an die Seite, als sie ein Rascheln hörte. Eine große, dunkle Silhouette trat aus dem Wald vor der Klippe hervor. Ariola wollte weglaufen doch der Mann stand nun direkt vor ihr und es gab keinen Fluchtweg, außerdem war ihr zu schwindelig, um schnell zu laufen. “Hey, Kleine, alles in Ordnung? Hab keine Angst ich tu dir nicht weh“, rief der Mann mit vertrockneter Stimme. Als die Wolken den Mond zum Vorschein brachten, sah sie ihn. Er war etwa Mitte vierzig, hatte braun-graues, zerzaustes Haar und einen Vollbart. Zudem war er noch groß und dünn, sah aus wie ein Waldkauz. “Wie bist du denn so tief in den Wald geraten?“, fragte er erneut. Ariola stockte. Das Einzige, woran sie sich erinnerte, war ihr Vorname. “I-ich heiße Ariola, mehr weiß ich allerdings nicht mehr. Ich glaube ich bin hier runtergefallen.“ Der Mann schaute die Klippe hoch und dann wieder zu Ariola. Ihr lief ein Schauer über den Rücken, als er sie so genau betrachtete. “Verstehe. Du hast also dein Gedächtnis verloren“, sagte er so freundlich er konnte. “Komm mit es ist spät und kleine Mädchen wie du sollten ins Bett. Morgen früh bringe ich dich nach Hause, versprochen.“ Sie blickte ihn mit funkelnden Augen an. “Wirklich?“

Der Mann nickte “Natürlich. Übrigens nenne mich doch bitte Hans.“ Ariola kicherte. “ Hans? Das ist aber ein komischer Name. Ich bin Ariola.“ Hans lächelte und nahm sie sanft an die Hand. Die Worte die ihr, ihre Mutter einmal sagte, wusste sie nicht mehr und ging zufrieden mit ihm mit.

“So da wären wir. Hier wohne ich“, rief Hans, als er vor einer kleinen, schäbigen Waldhütte stehen blieb. Ariola stockte. “Hier? Mitten im Wald in so einer Hütte?“ “Ich weiß es ist nicht Besonders, aber ich fühle mich sehr wohl hier.“ Hans zerrte Ariola leicht in die Hütte herein und verschloss die Tür mit einem Schlüssel, den er sich in die Hosentasche stopfte. “Weißt du, kleine Ariola, warum es gut ist, dass ich in einem Wald wohne?“ Sie schüttelte verwirrt den Kopf. Hans grinste breit, aber alles andere als freundlich und trat ihr näher. “Hier kann niemand deine Schreie hören.“

Er zog hastig seine Hose herunter und lief auf Ariola zu. Sie war völlig geschockt und konnte sich nicht bewegen. Als er sie berührte schrie sie so laut auf wie es ging, doch Hans schlug sie zu Boden und hielt ihr den Mund zu. Als er auf ihr lag, sabberte er wie ein Besessener und zog ihr ebenfalls die Hose herunter. Was darauf hin passierte kann man sich ja denken….

Am nächsten Morgen lag Ariola noch immer an derselben Stelle an der sie vergewaltigt wurde. Hellwach mit aufgerissenen Augen und völlig geschockt. Hans hingegen lag befriedigt in seinem Bett und schlief. Lautes Schnarchen ertönte im ganzen Raum. Ariola zuckte mit der Hand und richtete sich langsam auf. Ihre Augen noch völlig aufgerissen und ihre Gedanken verstummt. Langsam drehte sie ihren Kopf zu Hans herüber und Wut machte sich in ihr breit. Schnell zog sie sich ihre Hose wieder hoch und ging zu seinem Bett hinüber. Leise und langsam zog sie die Decke von seinem großen, dünnen Körper. Ariola blickte auf seine Hose und suchte nach dem Türschlüssel. Gefunden!, dachte sie, da packte er hastig ihre Hand und richtete sich auf. “Was hast du denn da vor, Kleine?“ Er nahm ihr den Schlüssel aus der Hand und schlug sie so hart, dass sie gegen den Tisch krachte, dabei schrie sie vor Schmerz. Der Aufprall am Tisch ließ die darauf platzierten Sachen herunterfallen, darunter auch ein Hackebeil was neben ihr landete und sie knapp verfehlte. Ihre Wange glühte. Langsam stand Hans auf und stolperte dabei ein wenig hin und her. Er war betrunken. Auf seinem Nachttisch stand eine Flasche Whiskey, die leer war. Ariolas Wut wurde stärker und sie konnte eine innere Stimme in sich hören. Ein inneres Verlangen. Schnell griff sie nach dem Hackebeil und stand auf. Ihr Blick verfinsterte sich und es war so, als wäre eine dunkle Aura um sie herum. “Hey was soll denn dieser Blick Kleine?“, fragte der betrunkene, große Mann. Als er ihr näher kam und ihre Schulter berührte machte Ariola den ersten Hieb. Es war eine ungewöhnliche Kraft die ihr auf einmal zustand und die gesamte Hand von Hans abtrennte. Vor Schmerz verkrümmte er sich und schrie laut. “Ahhhh, dummes kleines Miststück!“ In Ariolas Gesicht machte sich ein Grinsen breit. Ihr gefiel dieser schmerzverzehrte Gesichtsausdruck von ihm. Er sank langsam zu Boden und fasste nach seiner abgetrennten Hand, die er verzweifelt versuchte wieder heran zusetzen. “Das war´s dann wohl!“, sagte sie mit einer monotonen Stimme und lächelte dabei. Bevor Hans überhaupt antworten konnte, schnitt Ariola ihm die Kehle durch und er fiel zu Boden. Blut breitete sich aus und sickerte ein wenig durch den morschen Holzboden. Auch auf Ariolas blonden, glatten Haar und ihrem Gesicht war Blut gespritzt. Ihre grünen Augen funkelten. “Das hat Spaß gemacht.“

Auch noch nach 8 Jahren durchstreift Ariola diesen Wald und sucht nach Menschen, die sich verirrt hatten, lädt sie zu sich ein, um sie dort zu töten, wo sie auch ihren Vergewaltiger getötet hatte.

„Das war´s dann wohl.“

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