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,,Aufmerksamkeit, meine verehrten Studentinnen und Studenten, ist das Allerwichtigste an einer Hochschule wie eben dieser hier!“, sprach ich mit lauter Stimme an meine Zuhörer gewandt, deren Augen förmlich an meinen Lippen hingen. ,,Es ist deshalb mehr als bedauerlich, dass besonders in den vergangen Wochen immer weniger Wert auf diese gelegt wurde.“ Langsam setzte ich mich in Bewegung und ging an der ersten Sitzreihe entlang, ohne meinen Vortrag dabei zu unterbrechen. ,,Die Ursachen hierfür sind keineswegs fremd und dürften Ihnen mehr als bekannt sein.“ Mit dem Finger deutete ich in Richtung meines Pultes, auf dem sich mehrere Iphones, Tabletts und der ein oder andere Laptop stapelten. Ihre Blicke folgten ihm stumm. ,,Doch lasst uns jetzt, da die Achtsamkeit und die Lust des Lernens wieder Einzug erhalten hat, mit der eigentlichen Vorlesung fortfahren. Jenny!“, rief ich und deutete auf eine junge Dame in der ersten Reihe, die schreckhaft zusammenzuckte. ,,Lies doch bitte aus dem Lehrbuch vor. Seite 42, Absatz 2.“ Die Studentin kramte in ihrer Tasche herum und schien von Sekunde zu Sekunde bleicher zu werden. ,,Ich... Ich habe...“ ,,Was hast du?“, fiel ich ihr harsch ins Wort. ,,Mein Buch vergessen.“ Geschockt blickten sie die anderen Studenten an. Sie selbst wurde kreidebleich und

Höhrsaal

versank förmlich in ihrem Stuhl. Ich trat an ihren Platz heran und strich ihr durch das blonde Haar. Anschließend deutete ich auf ihren Sitznachbarn. „Dann nimm dir das Buch von Kevin, der hat ohnehin derzeit keine Verwendung dafür.“ Sie nickte und griff nach dem Buch, als plötzlich die Geräusche von Polizeisirenen durch das offene Fenster dröhnten.

Ich seufzte. ,,Anscheinend endet unsere Vorlesung heute ein wenig früher als geplant. Bitte lest euch das besagte Kapitel zu Hause durch und erscheint zur nächsten Veranstaltung etwas früher, damit wir den versäumten Stoff...“ Ich hatte meinen Blick vom Fenster abgewandt und sah gerade noch, wie der letzte Student Hals über Kopf aus dem Raum hechtete.

Erneut seufzte ich und legte den Revolver in meiner Hand auf das Pult. Während ich den immer näher kommenden Schritten der Polizisten lauschte, ließ ich meinen Blick noch einmal durch den Hörsaal schweifen. Er blieb auf Kevins Sitzplatz hängen, wo eben dieser immer noch regungslos mit dem Oberkörper auf der Tischplatte lag. Blut tropfte aus seiner durchschossenen Stirn, hinunter auf dem Boden.

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