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Lucien und Phoebe waren eine sehr niederträchtige Brut. Sie waren Zwillinge, hatten vor 12 Jahren das Licht der Erde erblickt und sie fanden ihre Bestimmung darin, andere Kinder in Hecken zu schmeißen oder anzuspucken. Öfters liefen sie ihnen auch nach der Schule nach, um sie zu verdreschen.

Sie traten ihnen in die Magengrube, schlugen ihnen ins Gesicht, den Mädchen zogen sie an den Haaren und den Jungs schlugen sie zwischen die Beine. Nicht selten passierte es, dass die Kinder anfingen zu weinen oder mit blutigen Nasen nach Hause kamen.

Doch eines Tages schlugen Lucien und Phoebe so kräftig zu, dass das Kind ins Krankenhaus musste, dennoch zeigten die beiden keine Spur eines schlechten Gewissens.

Am selben Abend fuhren die Beiden mit ihren Eltern eine Landstraße entlang. Der Vater fuhr sehr schnell und Lucien, der kleine naive Junge, der er war, feuerte ihn an, immer schneller zu fahren und zur Bespaßung seiner Kinder tat er es wie gewünscht.
Doch dann küsste die Front einen Baum und die Motorhaube faltete sich in sich zusammen.
Mutter und Vater kletterten aus dem Wrack und befreiten ihre Kinder aus dem zerbeulten Blech.

Doch es war zu spät, ihre von Bosheit vergifteten Herzen hatten aufgehört zu schlagen.

Feuer loderte in einem kleinen See unten in der Hölle und genau dort stiegen Lucien und Phoebe aus.
Sie fragten sich, wo sie seien, doch sie mussten sich eingestehen, dass sie es nicht wussten.

Sie durchquerten das lodernde Terrain und erreichten ein großes Haus, fast wie eine Villa sah es aus.

Zögernd klopften sie an die steinerne Tür, die sich ohrenbetäubend öffnete.

Eine markerschütternde Stimme begann zu sprechen:„Wer ist da? Wer wagt es, mein Haus zu betreten?“, eine Riesengestalt kam um die Ecke.

„Wer seid ihr?“, fragte der Teufel mit bebender Stimme.

Die beiden Geschwister antworteten wahrheitsgemäß und fragten jedoch, was sie hier zu suchen hatten.

„Ihr seid hier, weil ihr auf der Erde Unrecht verbreitet habt!“, schrie der Teufel voller Wut.

Die Kinder begannen zu weinen und fragten, ob sie eine Chance hätten, ihre Schuld zu begleichen.

Lächelnd trat der Teufel an einen verkohlten Baum:„Ja, könnt ihr, ihr habt Zeit, auf der Erde Barmherzigkeit zu zeigen, bis das letzte Blatt dieses Baumes zu Boden gefallen ist. So schließt eure Augen und ich schicke euch wieder ins Diesseits.“

Die Kinder nickten und schlossen die Augen.

Als die beiden im Krankenhaus erwachten, freuten sie sich und begannen zu lachen.
Sie dachten, es sei doch leicht, ein wenig freundlich zu anderen zu sein, um nicht in der Hölle schmoren zu müssen.

Eine Woche später verließen sie das Krankenhaus und begannen sofort Nächstenliebe unter der Menschheit zu verteilen.
Sie halfen einem kleinen Mädchen, dessen Katze weggelaufen war, und einen anderen Tag halfen sie einem kleinen Jungen, der sein Knie aufgescharbt hatte.

Solche Taten vollzogen sie einen Monat lang.
Bis sie 31 Tage nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus, auf dem Heimweg von der Schule, von einem Auto erfasst worden.

Wieder spuckte sie das Höllenfeuer aus, sie fragten sich nun umso mehr, was sie hier sollten und betraten wieder das Haus des Teufels.

Der stand bereits neben dem abgebrannten Baum, der keine Blätter mehr trug.

Zitternd fragten die Kinder ihn, warum sie erneut unter der Erde erwartet werden und nicht im Himmel mit den Engeln fliegen dürfen.
Mit tiefer Stimme antwortete er:„Ein Monat gute Taten reicht nicht aus, um 12 Jahre Unrecht zu begleichen!“ Er begann zu lachen und schubste sie in den See der Toten.

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