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Hey Leute, ich habe ein schreckliche Nacht hinter mir.
Ich kann kaum sagen, welche Eindrücke real und welche nur Teil eines wirren Albtraums waren.
Die ganze Nacht hörte ich ein durchdringendes Scharren und Kratzen in den Wänden. Ich wälzte mich von einer Seite auf die andere, während mein Mann neben mir friedlich schlief. Irgendwann muss ich dann eingeschlafen sein, denn das Folgende kann unmöglich wirklich geschehen sein:
Ich sah mich selbst auf einer weißen Wendeltreppe, die im Nichts schwebte und sich in beide Richtungen gleichermaßen im Nebel verlor. Mechanisch, wie fremd gesteuert, folgte ich der Treppe abwärts. Stufe für Stufe; ein hohler, trostloser Ton hallte bei jedem Schritt durch die unwirkliche Szenerie. Das Echo meiner Schritte verdichtete sich und schwoll zu einem Dröhnen an, schmerzte in den Ohren und hämmerte in meinem Kopf. Als ich glaubte, dieses Geräusch nicht länger ertragen zu können, endete die Treppe unwillkürlich im Nebel. Ein innerer Zwang zog mich vorwärts, ich wanderte durch die Schwaden und hörte wieder dieses Kratzen und Scharren. Dann sprach eine Stimme zu mir, ein leises und heiseres Flüstern, die Worte waren unverständlich, doch sie flößten mir Furcht ein, so plötzlich und heftig, dass ich wohl aufwachte.
Doch das Erwachen, falls ich denn wirklich erwacht war, bescherte mir nur neuerlichen Schrecken. Ich fand mich im Keller wieder, auf dem Boden liegend, zwischen Kartons alter Unterlagen und meinem Fahrrad.
Ich fror erbärmlich, nur mit T- Shirt und Jogginghose bekleidet. Die nackten Füße waren taub vor Kälte. Wie lange hatte ich wohl da gelegen? Es schien lange gewesen zu sein.
Als ich aufstehen wollte, bemerkte ich zu meinem Schrecken, dass das namenlose Buch geöffnet auf meinem Schoß lag. Mein rechter Daumen war voll eingetrockneten Blutes, ich musste mich beim Öffnen des Umschlags geschnitten haben, denn der Wälzer war völlig frei von Flecken. Ich warf das Ding in die hinterste Ecke des Kellerraumes und flüchtete in die warme Wohnung. Ich fühlte mich elend und krank, erst nach langem Duschen ging es mir besser. Unerklärlich bleibt allerdings der Muskelkater in den Beinen, als sei ich tatsächlich die halbe Nacht lang eine Treppe hinab gelaufen.

Bunny, du hast mir geraten, das Buch zu verbrennen, dieser Vorschlag hört sich vernünftig an. Ich werde heute Grill- Anzünder kaufen und das unsägliche Werk vernichten.
Wissen ist nicht unersetzlich, kein Buch unentbehrlich.
LG Vanum

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