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Ich sitze mit meiner Freundin am Essenstisch. Wir sind bei ihren Eltern. Sie wollte mich unbedingt ihren Eltern vorstellen und ich bin

(hungrig, so hungrig)

nervös.

Ihr Vater setzt sich mir gegenüber. „Sie sind also der Freund meiner Tochter.“, stellt er fest.

Ich nicke. Die Mutter setzt sich neben ihren Mann. „Sie machen einen netten Eindruck, was machen Sie von Beruf?“, fragt sie mit einem netten Ton.

„Ich bin Mediengestalter.“, versuchte ich zu antworten. Ich fühle mich

(hungrig)

nicht so gut.

Der Vater zog eine Augenbraue hoch. „Verdient man da viel?“

„Ach, Papa.“, meldet sich meine Freundin.

„Was denn, war doch nur eine Frage!“, verteidigt er sich. Aber sie schüttelt nur den Kopf.

„Geht es Ihnen gut?“, fragt ihre Mutter mich.

„Ja, mir ist nur ein bisschen

(ICH BIN HUNGRIG. ICH WILL ESSEN!)

schlecht. Nichts weiter.“, versuche ich sie zu beruhigen.

„Es gibt bald Essen.“, meint die Mutter.

(Ja, das gibt es)

„Wollen Sie sich vorher etwas frisch machen?“

„Ich zeige ihm, wo die Toilette ist!“, sagt meine Freundin und zerrt mich weg.

Wir gehen einen Gang entlang. „Ich hätte das Treffen mit meinen Eltern verschieben sollen.“, stellt sie fest, „Du siehst überhaupt nicht gut aus.“

„Ach was, das Essen überlebe ich noch.“

(Ja... Du schon)

Wir stoppen an einer Tür. „Findest du allein zurück?“ Ich nicke. „Bleib stark!“, sagt sie und küsst mich. Ich weiß nicht, was ich ohne sie wäre. Ich gehe ins Badezimmer.

(Du kannst mich nicht zurückhalten!)

„Doch, das kann ich.“, flüstere ich.

(Nein, dein Hunger ist zu groß und das weißt du!)

Er hat Recht. Er ist mein Hunger und er wird mich solange quälen, bis er befriedigt ist.

(Hör auf, dich gegen deinen Hunger zu wehren)

„Nein, ich darf nicht.“

(Es ist ohnehin sinnlos. Lass einfach los!)

Mir wird schwindelig. Das macht der Hunger. Es ist immer so, zuerst ist er ganz leise, kaum hörbar. Aber mit der Zeit wird er immer lauter.

„Nein, ich ... Ich darf nicht.“, ich fühle, wie meine Beine weich werden. „Ich darf nicht… Essen!“

Danach falle ich in Ohnmacht.

Als ich wieder aufwache, liege ich in einer Lache aus Blut. Neben mir liegt der Kopf meiner Freundin. Er wurde aufgeknackt und ihr Hirn wurde ausgehölt. Ich schmecke es noch auf meiner Zunge. Ich stehe auf. Ich sehe Teile des Vaters, Teile der Mutter. Sie alle liegen auf dem Boden zerstreut. Ein Kopf, ein Bein, kein ganzer Körper. Das würde mein Hunger nicht zulassen. Ich laufe ins Badezimmer. Mein Mund ist blutverschmiert und ich habe leichte Verletzungen, aber nichts Extremes. Seit drei Jahren suche ich schon eine Freundin und immer muss es so enden. Ich gehe aus dem Haus und schnell in mein Auto. Mich soll keiner so sehen. In der Ferne höre ich ein leises Flüstern und ich fühle mich

(hungrig, so hungrig)

schrecklich.

Aylo (Diskussion) 18:44, 10. Mär. 2014 (UTC)

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