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Ich wachte auf. Ich zitterte und ich konnte nichts sehen. Außer diesem Licht, das immer wieder blinkt. Es wirkte irgendwie fehl am Platz im ganzen Raum. Was war das? Irgendetwas bewegte sich im Schatten. Ich konnte nicht erkennen, wer oder was es war.

„Wo bin ich?“, krächzte ich, „Wer bist du?“

„Mein Name ist Vergo und du bist in deinem Appartement.“, gab die Gestalt mit einer verzerrten Stimme von sich.

Ich schaute mich um. Meine Augen haben sich inzwischen ein bisschen an die Dunkelheit gewöhnt, sodass ich die Schemen von Möbeln wahrnehmen konnte. Aber ich erinnerte mich nicht an dieses Zimmer. Ich erinnerte mich nicht, wer ich war.

„Wer bin ich?“, fragte ich Vergo.

Er schaute mich verwundert an.

„Hast du Gedächtnisschwund?“, fragte er und ich nickte.

„Interessant.“, meinte Vergo, „Ich brauche wohl einen neuen Betäubungsmittellieferanten.“ Dann schaute er mich an. „Tut mir leid wegen der Umstände, das sollte eigentlich nicht passieren.“

Ich blickte ein wenig verwirrt. „Sch-schon ok.“, stotterte ich.

Vergo ging im Raum herum. „Das ist es nicht. So etwas ist ein Unding in meiner Planung.“ Er wirkte ein wenig deprimiert, also wollte ich aufstehen und ihn aufmuntern. Aber ich war am Stuhl festgebunden.

„Warum bin ich festgebunden?“, fragte ich Vergo.

„Ich werde dich töten.“, gab er von sich.

„Mich töten? Aber wieso?“

„Menschen sind oft nicht, was sie vorgeben zu sein.“, er machte eine kurze Pause, bevor er weitersprach, „Du wirkst momentan vielleicht wie ein netter Typ, aber das heißt nicht, dass du das auch wirklich bist.“

Er begann zu grinsen. Ein ziemlich beunruhigendes Grinsen, das mich nervös machte. „Vielleicht sollte ich deinem Gedächtnis ein bisschen auf die Sprünge helfen.“, sagte er und ging ins Dunkle. Ich konnte die Umrisse eines Schreibtisches erkennen. Er nahm etwas vom Schreibtisch und holte aus seiner Tasche eine Taschenlampe. Er leuchtete auf das Foto und meine Augen fühlten sich zuerst geblendet. Als sie sich an das Licht gewöhnten, konnte ich das Foto erkennen. Es zeigt eine junge Frau, ich kannte sie.

„Ich kenne diese Frau.“, sagte ich, „Aber nicht so. In meinen Erinnerungen ist sie -“

„- tot?“, beendet Vergo den Satz. „Genauso wie bei der Lady.“, sagte er und hob noch ein Foto hoch. Wieder mit einer Frau. „Die Lady hast du wenigstens getötet, bevor du sie vergewaltigt hast. Ich weiß ja nicht, warum jemand auf Leichen steht. Aber mir steht es wohl nicht zu, darüber zu urteilen.“

Ich erinnerte mich. Ich war ein Vergewaltiger und Mörder. Ich habe ihre Leichen zertrennt und sie Stück für Stück in den Fluss geworfen. Ich war geschockt.

„Wie ich sehe, kannst du dich wieder erinnern.“, stellte Vergo fröhlich fest. Er stand auf und stach mir in den Bauch. Er entfernte meine Organe und ließ mich schließlich in meiner eigenen Wohnung verbluten. Wie ich das schreibe, fragst du dich? Nun, Menschen sind oft nicht, was sie vorgeben zu sein.

Hochachtungsvoll

Vergo

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