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Angst. Wahnsinn. Ein heftiger Blick nach links und nach rechts. Dieser verstörende Anblick, der sich in dein Gehirn frisst und sich dort für immer einbrennt. Die Gedanken kreisen. Es lässt dich nicht los. Dein Rücken wird kühl und du zuckst. War das nur Einbildung oder hat gerade wirklich etwas dein Rücken berührt? Beklemmung. Und der heftige Blick nach links und nach rechts. Und dann die Müdigkeit.

Du legst dich schlafen und versinkst in deine Träume. Doch selbst deine Träume werden beeinflusst. Diese Fratze, die sich in dein Gehirn gebrannt hat, verfolgt dich nun im wahrsten Sinne in deinen Träumen. Und Träume können fies sein.
Die Flucht scheint unmöglich.

Dann wachst du irgendwann mit einer Schweißpfütze unter dir und einem rasenden Herzklopfen auf. Und das alles nur… wegen einem Bild?

Deine Phantasien spielen Katz und Maus. Und dann hast du Panik. Beklemmungen. Und eine ekelhafte Kälte auf deinem Rücken. Du wachst auf. Der Blick zur Wand gerichtet. Nicht bewegen. Egal, was passiert. Nicht bewegen. Wer weiß, was auf der anderen Seite des Bettes auf deinen verstörten Blick wartet. Dein Gehirn fängt an Streiche zu spielen. Schatten zu sehen. Und trotzdem. Nicht bewegen. Unter keinen Umständen. Und die langsam wiederkehrende Müdigkeit. Und dann schläfst du ein. Nichts. Kein weiterer Alptraum. Keine Panikattacken mehr und keine Beklemmungen. Einfach nur Schlaf.

Am nächsten Morgen wachst du auf. Es ist hell. Du hast vergessen die Vorhänge zu zuziehen. Die Sonne strahlt zum Fenster herein und du hörst die Vögel singen. Die Sicherheit des Tages küsst dich wach. Ein leichtes Lächeln zieht sich über dein Gesicht. Doch dann musst du an das andere Lächeln denken. An das Hässliche. Diese eine Fratze, die dich noch gestern angestarrt hat. Du drehst dich langsam um. Nichts.

Außer die Gewissheit, dass dort nichts Schlimmes wartet. Ein rascher Blick auf das Handy. Keine Nachrichten. Dann stehst du auf. Der Körper schwer und noch müde. Langsam tragen deine Beine dich zum Badezimmer. Aus deinem Zimmer. Über den Flur. Gleich nebenan das Badezimmer. Du betätigst den Lichtschalter und gehst ins Bad. Du tappst langsam zum Waschbecken. Darüber der Spiegel. Und dann siehst du es. Die hässliche Fratze. Du erkennst alles. Du schaust in den Spiegel und erkennst das Lächeln. Die Erkenntnis so schmerzhaft, wie der Hautfetzen am Finger, den du langsam abziehen willst. Alles was du hinterlässt ist eine ekelhafte Wunde. Und du erkennst was du bist. Und da ist es wieder. Dieses Gefühl. Kalter Schweiß fließt deinen Rücken hinunter. Und du wäscht dich. Gehst raus. Kommst wieder zurück nach Hause. Denkst über die Geschehnisse des vergangenen Tages nach. Dann hast du genug nachgedacht und willst schlafen gehen. Und du gehst dich waschen. Du schaust wieder in den Spiegel. Und du lächelst. Du schaust dir in die Augen. Das Lächeln wird breiter. Du lachst. Du schreist. Du lachst. Dann wird es ruhig. Du trocknest dir die Hände ab. Das Gesicht auch. Dann betrittst du das Schlafzimmer. Du setzt dich auf dein Bett. Und du denkst wieder nach…

Angst. Wahnsinn. Ein heftiger Blick nach links und nach rechts. Dieser verstörende Anblick, der sich in dein Gehirn frisst und sich dort für immer einbrennt. Die Gedanken kreisen...