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Schon immer habe ich mich gefragt, was wohl nach meinem Tod passieren würde. Nicht, was die Anderen mit meinem Körper machen würden, sondern, wo ich hingehe, meine Seele. Das sollte ich bald heraus finden. Und auch, dass es Menschen gibt, die noch einsamer sind als ich.

Ich starb mit jungen 23 Jahren. Autounfall, habe nicht viel gespürt. Meinen Körper haben sie zunächst in die Leichenhalle gebracht. Meine Eltern haben geweint, ich wurde aufgeschnitten, zu genäht, weg geschoben. Am nächsten Tag sollte ich abgeholt werden, um verbrannt zu werden. Doch das sollte nicht passieren.

Keiner der Leute konnte mich sehen, ich mich selber auch nicht. Es war, als würde ich schweben und von oben herabsehen, als gegen 2 Uhr morgens der Hausmeister herein kam. Um zwei Uhr morgens wischen? Suspekt. Den Wischmop ließ er gleich stehen. Stattdessen holte er eine Barre, zog das Leichenfach auf und legte mich hinauf. Er brachte mich ohne bemerkt zu werden aus dem Krankenhaus.

Wir fuhren eine ganze Weile, bis es hell wurde. Schließlich hielten wir, er hob mich aus dem Wagen und brachte mich in ein altes Herrenhaus in den Keller. Er setzte mich auf eine Couch, setzte mir ein Partyhütchen auf, drehte die Musik an und auch das Licht. Ich war nicht allein. Neben mir saß eine alte Frau, verschrumpelt und ausgetrocknet, ihre Augenhöhlen wie von Krähen ausgepickt. Auf einmal fing der Hausmeister langsam zu tanzen an, erhob schließlich seine Stimme und sang "Happy Birthday".

Es war sein Geburtstag. Und ich war dieses Jahr der besondere Gast. 

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