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Nacht. Zwei Schnellboote werden gewassert. Im Schatten des Mutterschiffes, einem Flugzeugträger, macht sich die je sechs Mann starke Besatzung bereit, auf der Insel Fuß zu fassen.

Einer Insel mitten im Atlantik, weit entfernt von allem Festland.

Eine Insel, ohne Strand, umgeben von Klippen.

Eine Insel, die wie ein einsamer Berg aus der weiten Ebene des Meeres empor ragt.

Bis vor fünf Stunden wussten nur wenige von dieser, nicht auf der Seekarte vermerkten, Insel.

Bis der Flugzeugträger kam und sie entdeckte. Natürlich war die Besatzung sehr erstaunt, eine solch große, noch nicht registrierte Insel vorzufinden. Daher wurde ein Landungstrupp zur Infiltration der Insel geschickt.

Laut Einsatzplan sollte der Landungstrupp am nördlichsten Punkt anlegen und die Klippen erklimmen, um Fotos zu schiessen und anschliessend innerhalb von drei Stunden zurückkehren.

Zwei Stunden ohne Lebenszeichen des Landungstrupp, waren ausschlaggebend für die jetzige Operation, welche das Ziel hat, den verschollenen Landungstrupp zu bergen.

Die Boote treiben aus dem schützenden Schatten und fahren Richtung Insel. Schliesslich kommen die zwei Boote am nördlichsten Punkt an. Das Boot des ersten Trupps ist noch dort. Die Seile für das Erklimmen der Klippen ebenfalls.

Bei fahlem Mondschein und rauschendem Ozean, erklimmen die Teams die Klippen. Und finden sich bald auf einer Plattform inmitten der Klippen wieder. Die Plattform ist aus festem und flachem Grund, schnell finden die Teams eine Höhle und fünf Meter weiter in ihr eine Tür.

Eine Tür wie es auf dem Flugzeugträger zuhauf gibt.

Eine Tür mit einem kleinen Bullauge und einem horizontalem Griff.

Sie ist einen kleinen Spalt offen und sorgt für einen frischen Durchzug in der kleinen Höhle.

Die Teams entzünden ihre Taschenlampen und gehen in die völlige Finsternis.

Nach der Tür folgt ein langer Gang. Die Wände sind aus Stahl, rostigem Stahl, alle sechs Schritte folgt ein tiefer Türbogen. Der Boden besteht aus Gitter. Darunter völlige Dunkelheit.

Nach 120 weiteren Schritten verändert sich der monotone Klang der Schritte in ein weiträumigeres, schales Klingen. Der Akustik zufolge befinden sich die Teams nun in einem weitaus größerem Raum. Fünf Schritte weiter stoßen die Teams auf ein rostiges, brustkorbhohes Geländer. Vor ihnen liegt ein dunkler, tiefer Abgrund. 

Die Teams befinden sich in einer riesigen Halle. Links von ihnen führt ein Steg, genauso wie rechts. Hinter ihnen, der Gang aus dem sie gekommen waren, vor ihnen der Abgrund. 

Die Teams beschliessen nach links zu gehen. Rasch bemerken sie, dass alle zwölf Schritte ein weiterer Gang in die Halle mündet. Deshalb stellt das Team an jeder Kreuzung bei der sie abbiegen einen Mann als Wegweiser auf, damit der Ausgang wieder gefunden werden kann. 

Schnell werden die Teams weniger. Denn abseits der Halle gleicht das Konstrukt einem Irrgarten. 

Als der sechste Mann an einer Verzweigung zurückgelassen wird, finden die Suchenden einen Handschuh. Einen Handschuh vom Landungstrupp. Ein Handschuh, der vermutlich heruntergefallen ist, denn er weist keine Gebrauchsspuren auf. 

Die Suche geht zügig weiter… 

…die nächste Verzweigung bei der abgebogen wird kommt. Fünf Suchende gehen weiter… 

…vier… 

…drei… 

…die letzten beiden Suchenden kommen zu einer Verzweigung. 

„Komm, geh du noch bis zur nächsten Verzweigung und schau ob du was sehen kannst. Ich warte hier auf dich.“ 

„Ja, ist gut. Hoffentlich finde ich dort noch einen Hinweis. Bis gleich!“ 

„Beeil dich!“ 

…einer…

Der letzte Suchende eilt zur letzten Verzweigung. Instinktiv dreht er sich zuerst nach links. Sein Blick folgt dem Licht seiner Lampe, welche über den Boden schweift und dann für einen Augenblick die Silhouette einer Gestalt bescheint. 

Geschockt stolpert er über seine eigenen Füße und knallt vorwärts auf das Gitter. 

Stille, Dunkelheit. Langsam rappelt er sich wieder auf. Die Lampe hat beim Sturz einen Wackelkontakt erlitten. Daher ist er gezwungen, die Wand zu suchen. Er findet sie und tastet sich zurück zur Kreuzung und biegt rechts ab. In der Erwartung seinen wartenden Kameraden am Ende des Ganges zu sehen. 

Doch im Gang ist es dunkel und still, eine leichte Briese bringt einen seltsamen, feuchten Geruch an seine Nase. 

„Hallo?“ 

Keine Antwort. 

„Hallo!?“ 

Wieder nichts. 

„Bist du hier?“ 

Erstaunt darüber keine Antwort zu erhalten, tastet er sich weiter. An der Stelle, wo er die Wache vermutete, vernimmt er ein leises Rieseln. 

Er klopft zweimal gegen seine Lampe, ein kurzer Lichtschein. Dann wieder Dunkelheit. 

Wieder zweimal, das Licht geht an. Mit dem Schein der Lampe sucht er nach der Quelle des Rieselns. Der Schein trifft er auf seinen Kameraden, der mit aufgerissenem Brustkorb am Boden liegt. Über ihm eine bleiche, dürre Gestalt, die sich mit gesenktem Blick an seinen Innereien labt. 

Ein Moment vergeht, bis die Gestalt von ihm ablässt und aufschaut. Die milchig-blassen Augen starren den Mann durchdringlich an. 

Ein Schrei, der Wackelkontakt setzt wieder ein… 

…Dunkelheit. 

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