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Eines Tages, es war schon spät Abends, konnte ich nicht einschlafen. Da diese Luft in meinem Zimmer so stickig war, und mein Fenster so schwer aufging, beschloss ich, einfach einen kleinen Spaziergang zu machen. Ich zog meinen schönen, neuen und braunen Mantel an, und meine schwarzen Stiefel. Als ich dann dort so vor der Tür stand, war ich am grübeln. So spät noch raus? Es war schließlich schon 23 Uhr. Aber trotzdem ging ich dann raus. Nach ein paar Minuten war ich schon etwas weiter weg von meinem Haus. Als ich da so ging, hörte ich ganz plötzlich ein paar Schritte hinter mir.

Erst dachte ich mir, es wäre Einbildung, da ich auch öfters solche Horrorfilme ansehe, und ging weiter. Aber nach einer Weile war ich mir sicher, das musste einfach echt sein. So drehte ich mich um. Dort stand ein Mädchen, etwa 12-15 Jahre, schätzte ich. Erst kam sie mir ganz normal vor. Aber dann bemerkte ich, dass sie Klamotten trug, die etwa vom 19. Jahundert kamen, und nicht nur das. Sie hatte schwarze Augen. Nein, nicht so wie du denkst, selbst der Augapfel, der eigentlich weiß sein sollte, war schwarz, keine Pupille, keine Iris.

"Wo willst du hin?'', fragte sie mich. Sie kam mir ruhig vor, unnormal ruhig. "Ich gehe kurz spazieren. Wo willst du um diese Uhrzeit noch hin?'' "Kann ich mitkommen? Bitte!'' Sie antwortete nicht auf meine Frage. "Nein.'' Sie war mir zu gruselig, und machte mir Angst. Ich wurde ziemlich unruhig, und wollte einfach nur noch nach Hause laufen. "Bitte! Ich bin auch ganz brav!'' Sie hatte keinerlei Körpersprache, und ich hatte keinen blassen Schimmer, was sie bei mir wollte. So fragte ich nach: "Was möchtest du denn bei mir?'' Ich spielte nervös mit meinen Fingern. "Ich helfe dir.'' "Wobei?'' "Bei allem.'' Bei allem.. Was sollte das bedeuten? Doch plötzlich zog sie mich an meinem Mantel, er bekam einen kleinen Riss. Aber das interessierte mich gerade nicht. Sondern eher, dass sie unglaublich stark war.

Sie zog mich, ich versuchte mich zu wehren, aber ich konnte nicht. Dann fiel ich in Ohnmacht. Als ich wieder aufwachte, lag ich auf einem Sessel. So ein Arztsessel, wie bei einer Operation. Als ich mich umschaute, sah ich sie. Dann bemerkte ich etwas Komisches: Ich hatte keinerlei Angst vor ihr! Sie hat mir meinen Teddy gezeigt, Mister Flausch. Sie schnitt im ein Ohr ab. Es kam mir wie ein Test vor. Ich fühlte keinen Trauer. "Gut'', sagte sie, und grinste gruselig, hielt mir ein Spiegel hin und ich sah rein. Ich hatte genau diese schwarzen Augen, und war wieder Jugendlich. In diesem Moment betrachtete ich meine Klamotten. Die sahen so ähnlich wie das Kleid von ihr aus. "Geh, geh in die Welt und schnappe noch mehr Leute, und zieh sie her'', befahl sie mir und drückte mir einen Zettel in die Hand.

Ihr Wort war mein Befehl. Als ich auf den Zettel sah, wusste ich sofort, was dort geschrieben war. Die Adresse des Hauses. Ich fühle nichts mehr. Aber ich vermisse die Gefühle auch nicht. Wenn jemand getötet wird, ist das so. Es gibt kein Entkommen. Geh niemals Nachts spazieren. Oder du wirst auf mich treffen.

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