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Die Sonne schien auf den kleinen Park,und Kitty genoss die frische Sommerluft. Sie saß unter einem Baum und lud ihre Pistole nach. Während sie im Rucksack nach Munition kramte, zog sie sich einen blutigen Hautfetzen aus den Haaren und steckte ihn in den Mund. Sie war seit einiger Zeit schon großer Fan von Menschenfleisch, da sie so die getöteten Menschen noch weiter verwenden konnte. Als die Pistole geladen war, raffte Kitty die Sachen zusammen und zog weiter. Das Foto ihrer Familie lag in der Jackentasche, als sie einen Kiosk betrat. Der Mann hinter der Theke hatte ein breites Kreuz und nur noch spärlichen Haarwuchs, wirkte aber freundlich. Kitty hatte sich angewöhnt, sich die Blutflecken aus der Kleidung zu waschen, damit die Leute nicht immer sofort Panik schoben. „Was kann ich für dich tun, junge Dame?“ Kitty legte ihm das Foto hin. „Kennen Sie diese Menschen?“ Der Mann überlegte. „Den da...“ Er zeigte auf ihren jüngeren großen Bruder, der sie, damals winzig klein, in den Armen hielt. „Den hab ich schon mal gesehen.“ Kitty machte vor Freude einen Sprung bis fast an die Decke. „Ehrlich?! Wo denn?!“ Der Mann sah sie nachdenklich an. „In der Zeitung, und im Fernsehen. Die Polizei sucht nach ihm.“ Ihre Freude wurde gegen eine Mauer gefahren. „G-gesucht?...Wieso denn?...“. „Er ist ein verurteilter Mörder. Man hält ihn für krank.“ Ein Knall, Stille. Der Mann sackte zu Boden, Kitty senkte die Pistole. „Nenne ihn nicht krank...“ Jetzt kam die Freude zurück. Sie hatte eine Spur zu ihrem Bruder! Endlich, nach so viel Mühe.

Beim Rausgehen nahm sich Kitty noch eine Zeitung mit. Und tatsächlich. Ein ganz neuer Artikel, in dem ihr Bruder als Mörder angeklagt wurde. Auch ein Foto war dabei, doch ihr Bruder war verändert. Er sah wirklich ziemlich verrückt aus... Umso besser, sie war nicht die einzige Mörderin in der Familie! Es war bereits Abend und Kitty verzog sich in eine Wohnung, dessen Besitzer schnell beseitigt war. Als sie im Bett lag, Wexid im Arm, kamen ihr plötzlich Zweifel. Was, wenn ihr Bruder sie nicht mehr sehen wollte? Was, wenn niemand aus ihrer Familie sie noch wollte? Tränen rannen ihr über die Wangen und sie wischte sie weg. Es würde schon alles gut werden. Sie riss der Leiche, die neben dem Bett lag, einen Finger aus und kaute darauf herum, bis das Blut floss. Traurig schlief sie ein. Am nächsten Morgen erwachte sie schon früh. Kitty ging ins Bad und machte sich die Haare, die eisblauen Augen sahen erschöpft und müde aus. Als sie die Straße betrat, war auf der anderen Straßenseite ein heller Aufruhr. Sie hörte Polizeisirenen und jemand fragte. „Ist es derselbe Mörder wie beim letzten Mal?“ Kitty wurde hellhörig und rannte über die Straße. Es gab einen Innenhof, wo sie am Regenrohr hochkletterte und ungesehen in die Wohnung sehen konnte,um die alle so einen Wirbel machte. Dort lag eine tote Frau, erstochen, und Kitty wäre fast gefallen, als sie realisierte, dass sie ihren Bruder nur um Haaresbreite verpasst hatte. Langsam kletterte sie wieder nach unten und rannte los, einfach die Straße entlang, in der Hoffnung, jemanden aus ihrer Familie zu finden, irgendwen.

Es war Nacht, Kitty rannte immer noch. Sie war in einer schäbigen Gasse angekommen, als sie gegen etwas prallte. Sie taumelte zurück und fiel auf den Hintern. „Was...“ Sie roch Alkohol und billiges Aftershave, und eine raue Stimme knurrte. „Na, wen haben wir denn da?“ Kitty griff instinktiv nach ihrer Pistole, doch sie war nicht an ihrem Gürtel. Sie muss bei dem Sturz weggeflogen sein. Sie schluckte, als sich Hände nach ihr ausstreckten. Plötzlich ein Aufschrei, der Mann kippte nach vorne um. Ein Skalpell steckte in seinem Rücken, hinter ihm stand eine Gestalt mit schwarzem Hoodie und blauer Maske, aus dessen Augenhöhlen eine schwarze Flüssigkeit tropfte. Er murmelte: „Du musst vorsichtiger sein, Kitty!“ Kitty legte den Kopf schief und klopfte sich Staub von der Weste. „Woher weißt du meinen Namen?“. „Ich kenne deinen Bruder.“ Sie sog scharf die Luft ein und rief. „Du kennst ihn? Weißt du, wo er ist?“ Die Gestalt legte den Kopf schief und meinte. „Er hält sich, glaub ich, noch in der Gegend auf. Er würde sich bestimmt freuen, dich zu sehen.“ Damit verschwand er in den Schatten. Kitty starrte in den klaren Nachthimmel, zog die Pistole zu sich und flüsterte: „Ich vermisse euch, große Brüder, ich vermisse euch so sehr!“ Damit stand sie auf, und ging los, auf den Spuren eines Mörders.

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