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„Max? Wo bist du?“, schrie ich durch die Gänge der New Yorker U-Bahn. Max war mein bester und einziger Freund. Ihn zu verlieren wäre schrecklich. Wir waren sofort die besten Freunde, als wir uns damals das erste Mal gesehen haben. Meine Eltern ließen mich immer mit ihm spielen und so wurde unser Bündnis immer stärker. Plötzlich hörte ich sein Bellen. Ich ging vorsichtig in die Richtung, aus der sein Bellen kam. Dann sah ich plötzlich seine Augen in der Dunkelheit.

,,Guter Versuch, aber um mich zu erschrecken, musst du dir schon etwas besseres einfallen lassen“, sagte ich ihm lächelnd entgegen. Doch etwas war anders. Er kam nicht aus seinem Versteck. Ich ging langsam weiter und bewegte meine Hand in seine Richtung. Sofort leckte er meine Hand ab und war wieder so wie immer. „Ich muss zugeben, du hast mich ein wenig erschreckt.“ Er sah mich mit bösen Augen an. „Ok, schon gut. Du hast mir einen riesen Schrecken eingejagt.“

Sofort als ich fertig gesprochen hatte sah er mich wieder fröhlich an. Plötzlich schaute er nach links und bewegte sich nicht mehr. „Hast du etwas gehört, Max?“, fragte ich ihn. Er begann den Tunnel entlangzulaufen und ich folgte ihm. Den Ohren von Max kann man immer trauen. Wir liefen ein paar Minuten durch die U-Bahn Gänge, bis wir an einer Leiter ankamen. Die Leiter führte in die Kanalisation. „Du weist was letztes Mal passiert ist, als wir in die Kanalisation gingen“, meinte ich. Doch Max guckte mich nur an und wartete bis ich voraus ging. Die Leiter war nicht sehr hoch, daher konnte Max einfach runterspringen.

Plötzlich hörte ich Schritte. „Warte hier“ Ich ging um eine Ecke und sah wie eine Frau in meine Richtung lief. „Bitte helfen Sie mir, diese Typen wollen mich töten!“, rief sie mir entgegen. „Kommen Sie mit“,wies ich sie an. Sie kam mit mir um die Ecke und wir versteckten uns in einem kleinen Generatorraum. Plötzlich hörten wir die Schritte ihrer Verfolger. Ich schaute durch einen Spalt in der Tür und sah zwei Militär Leute die an der Tür vorbei rannten. Als sie außer Reichweite waren, gab ich Entwarnung. „Keine Sorge, sie sind weg. Wie ist ihr Name?“, fragte ich. „Mein Name ist Lisa. Danke, dass Sie mir geholfen haben.“

„Warum verfolgen zwei Soldaten eine junge Frau wie Sie?“,fragte ich Lisa. „Das ist eine lange Geschichte. Könnten wir vielleicht erstmal weg von hier?“ „Natürlich, aber wir müssen noch Max finden“, meinte ich. „Wer ist….“, bevor sie fertig sprechen konnte sprang mir Max entgegen und warf mich fast um. „Das ist Max“, sagte ich mit einem Lächeln. Wir gingen durch eine Tür am anderen Ende des Generatorraums und folgten dem Tunnel, der dahinter war. Er ging bergauf und brachte uns direkt zu einer stillgelegten U-Bahnstation, an der wir wieder an die Oberfläche kamen. Währenddessen erzählte sie mir Alles das passiert war.

An der Oberfläche angekommen holte ich tief Luft. Das Gleiche taten auch Max und Lisa. Wir gingen weiter und Lisa erzählte ihre Geschichte. "Und während der Doktor mit Tom beschäftigt war, lief ich weg. Bis ich Sie traf. Aber nun habe ich genug von mir erzählt. Erzählen Sie mir doch etwas über sich. Wie heißen Sie überhaupt?“ „Connor und das hier ist mein bester Freund Max“, antwortete ich. Wir gingen noch ein wenig weiter und plauderten, bis wir an einer Schule vorbei kamen. Plötzlich hörten wir eine Glocke. Wir schauten uns um. „Es kommt aus der Schule“, rief mir Lisa zu. Wir liefen zur Schule. Es war eine Klosterschule. Zumindest hingen überall Kreuze und welche normale Schule hatte einen Turm mit einer Glocke darin.

Wir liefen durch die Gänge und versuchten über das Treppenhaus in den letzten Stock zu gelangen. Im dritten Stock war die Treppe eingestürzt und wir mussten einen anderen Weg suchen. „Irgendwelche Ideen?“, fragte ich. „Wie wär's damit?“, meinte Lisa und zeigte zu einer Leiter, die den Anschein machte gleich einzustürzen. „Ladys first“, scherzte ich. Lisa griff langsam nach der Treppe und kletterte langsam die Sprossen hinauf. Nachdem sie oben war, kletterte ich hinterher. Die Leiter knackte bei jeder Bewegung. Ich schaute zu Max. „Max, warte hier und wenn du irgendetwas siehst, versteck dich.“ Ich kletterte weiter. Oben angekommen, sah ich wie Lisa wie angewurzelt da stand. „Was ist los? Hast du einen Geist gesehen?“ sagte ich lachend.

Sie antwortete nicht. Sie zeigte nur mit ihrem Finger in eine Ecke des Raums. Nun verstand ich warum sie nichts sagte. In der Ecke lag ein Haufen abgenagter Leichen, Kinderleichen. Ich packte Lisa an der Schulter und ging mit ihr weg. Ich führte sie in einen Klassenraum. „Willst du eine Pause machen?“ Ich brauchte keine Antwort, um zu verstehen, dass sie erstmal eine Pause brauchte. Wir saßen 15 Minuten im Klassenzimmer und ich versuchte sie zu beruhigen. „Meinst du es wird jemals so wie es mal war?“, fragte sie mich weinend. Ich kannte schon lange die Antwort auf diese Frage, denn ich hatte sie mich schon oft selbst gefragt. „Nein, ich glaube nicht“, meinte ich. „Wenigstens bist du ehrlich“, sagte sie mir mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Plötzlich hörte ich einen Knall. Wir guckten uns verwirrt an. „Warte hier! Ich gucke nach was das war.“ Lisa nickte. Ich ging langsam die Gänge entlang und hörte im Minutentakt einen weiteren Knall und der Knall wurde jedes Mal lauter. Am Ende des Ganges befand sich eine alte Holztreppe. Ich stieg langsam die Treppe hinauf. Sie war sehr lang.

Oben angekommen sah ich die Glocke, die wir draußen gehört hatten. In einer Ecke stand ein großer Mann mit dem Gesicht zur Wand. Er schlug mit einem Holzbrett auf ein Kind ein. Ich rannte sofort zu ihm und riss ihm das Brett aus der Hand. „Sind Sie des Wahnsinns?“, schrie er mir entgegen. Er versuchte mir das Brett wieder abzunehmen, doch ich stieß ihn weg. „Warum schlagen Sie ein Kind?“, fragte ich ihn wütend. Jetzt erst sah ich, dass er die Kleidung eines Pfarrers an hatte. „Sie müssen verstehen. Er ist verdorben. Der Teufel hat ihn im Besitz.“ Plötzlich packte der Junge sein Bein und biss hinein. Er hatte überall am Körper Beulen. Der Pfarrer schrie. Ich schlug das Kind bis er sich nicht mehr rührte.

,,Oh nein. Bitte nicht. Lieber Gott warum ich. Dein guter Diener:“ Der Biss begann anzuschwellen. „Ich werde bestimmt nicht zu einem dieser gottlosen Dämonen.“ Der Pfarrer griff nach einer Pistole die ich an meinem Gurt befestigt hatte. Ich hielt meine Pistole fest. „Bitte! Ich flehe Sie an. Es ist doch nur ein kleiner Schuss. Ich will nicht so enden wie meine Schüler.“ Ich dachte ein wenig nach und gab ihm die Waffe. „Vielen Dank. Wir sehen uns im Himmel.“ Mit diesen Worten schoss er sich in den Kopf. Ich wartete ein wenig und nahm die Pistole. Ich machte mich auf den Weg zu Lisa. Dort angekommen begrüßte sie mich mit einem Lächeln. „Da bist du ja. Guck mal wen ich gefunden habe.“ Neben ihr stand Max und bellte mich fröhlich an. „Ich habe dich auch vermisst Max“, sagte ich lächelnd. „Hast du etwas gefunden?“, fragte mich Lisa. „Ja…etwas“, sagte ich. Sie verstand sofort, dass ich darüber nicht reden will. „Komm Connor, wir sollte gehen.“ Ich nickte.

Es war ein langer Weg, doch nach einem 2 Stunden langen Fußweg kamen wir an meiner Behausung an. Ich hatte mein Lager in einem U-Bahnschacht aufgebaut. „Nettes Haus“, meinte Lisa lächelnd. Wir setzten uns hin und quatschten noch ein wenig. „Also was warst du? Also bevor dieser Scheiß hier begann“, fragte mich Lisa. „Ich war Lehrer. Um ehrlich zu sein, ich vermisse meinen Job und ganz besonders die Streiche meiner Schüler. Besonders meine 2 Lieblingsschüler. Sie waren Brüder und machten lauter Schwachsinn zusammen. Meist war ich es, der alles was sie anstellten wieder gerade rückte. Ich frage mich was aus Tom und Daniel geworden ist, nachdem sie die Schule beendeten.“ Lisa schaute mich mit großen Augen an.

,,Tom und Daniel? Wie hieß ihr Vater?“, fragte sie mich mit einem hektischen Blick in den Augen. „Peter…Warum?“ „Ich kannte Tom und seinen Vater… Also ich kannte sie. Sie sind gestorben, kurz bevor ich dich getroffen habe. Sie waren die zwei Personen, die der Doktor getötet hatte“, meinte sie. Ich war erstaunt über das, was ich gerade gehört hatte. „Woher hast….“ Bevor ich ausreden konnte, erweckte Max meine Aufmerksamkeit. Er hüpfte auf meinen Schoß und jaulte. Ich versuchte ihn mit Streicheln zu beruhigen. Doch plötzlich spürte ich etwas unter seinem Fell. Es waren Beulen. Überall auf seinem Körper befanden sich Beulen. „In der Schule hat dich ein Blurant erwischt, stimmt's?“ Er schaute mich mit traurigen Augen an. „Bitte tu mir das nicht an, Max“, sagte ich weinend. Lisa schaute nur zu und wusste nicht was sie machen sollte. Plötzlich fielen Max die Haare büschelweise aus.

„Es ist soweit oder?“ Ich griff nach meiner Pistole und hielt sie ihm an den Kopf. „Wir sehen uns Kumpel“, sagte ich. Dann drückte ich den Abzug.

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