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Wir hatten uns eine Gesellschaft aufgebaut und wofür? Es wird niemals so werden wie damals. Daniel und ich werden nie mehr mit unserem Vater jagen können. Die Tiere sind schon längst tot oder zu Bluranten mutiert und unser Vater…der ist auch nicht mehr in der Lage dazu…Er hat sich damals für uns geopfert. Wir  wollten gerade unsere  Schutzanzüge gegen die Hitze und Radioaktivität abholen, die vom Militär verteilt wurden, doch das war genau der Moment, als die Bluranten über die Stadt herfielen. Wir wollten uns in die Kanäle zurückziehen. Doch direkt über dem nächsten Gullideckel waren geschätzt 13 Bluranten. Wir hätten einfach außen rumgehen können….aber bevor wir darüber nachdenken konnten, lief unser Vater mit den Worten: „Ich lenke sie ab!“ in die Menge. Wir dachten gar nicht nach und kletterten einfach in die Kanalisation. Ich kann es noch immer nicht fassen das er tot ist.

Eine Hand packte mich von hinten. „Na, an was denkst du, Bruder?“ Ich drehte mich um. Es war Daniel. „Ich hab an Dad gedacht.“ „Ich vermisse ihn.“ „ Ich auch“, antwortete ich. „ Hey, wir haben Infos über ein Vorratspacket, das im alten Stadion liegt. Kommst du mit, Daniel?“ „ Na klar, Tom.“

Wir waren schon fast beim Stadion, als wir einen roten Nebel sahen. „Ein Leuchtsignal?“ „Kann sein, pass lieber auf, es könnte Banditen anlocken.“ „Wir sind abgesichert“, sagte Daniel und zeigte auf seine AK 47. Wir hatten beide eine, auch wenn ich Shotguns bevorzuge. Wir haben sie von einem Soldaten, der sich mit Bluria infiziert hatte und sie uns geschenkt hat, bevor er sich erschoss.

Das Stadion war sehr alt. Ich glaube, selbst vor 120 Jahren wurden hier schon Sportarten ausgeübt. Doch jetzt war es nutzlos und bloß noch ein Relikt, das an eine bessere Zeit erinnert. Wir waren nur mehr ein paar Meter von unserem Ziel entfernt, doch plötzlich hörten wir Geräusche hinter einer Tür. Wir gingen neben der Tür in Deckung und ich gab Daniel das Zeichen zum Vorstoßen. Daniel trat gegen die Tür und ohne Gegenwehr fiel sie um. Plötzlich kamen mir die Tränen…“Papa!“, schrie Daniel. „Daniel. Tom. Ich dachte ihr seid tot.“ Ich konnte es nicht fassen. All die Monate dachte ich, mein Vater sei damals gestorben. Doch nun stand ich vor ihm und er war lebendiger als je zuvor. „Wie kannst du noch leben?“, fragte ich. „ Als wir uns getrennt haben, habe ich es geschafft, den Dingern zu entkommen. Es war nicht schwer. Diese Dinger können dümmer als Zombies sein, doch ein wichtiger Faktor bei meiner Flucht war meine Gruppe. Sie haben mich gerettet und mir Zuflucht geboten und nun wollte ich dem roten Nebel folgen und Vorräte holen“, erklärte er. „Genau deswegen sind wir auch hier, aber ich kann es noch immer nicht glauben…du lebst.“ „Wir sollten langsam weiter gehen. Ich habe keine Lust, die Nacht hier zu verbringen“, meinte Daniel. „Du hast Recht“, entgegnete ich ihm.

In der Mitte des Stadions war nun schließlich die Kiste mit Vorräten. Es war locker genug Essen und Trinken, um eine ganze Stadt für Monate zu versorgen. Doch wir hatten uns zu früh gefreut. Der ganze Boden bebte und wir fragten uns ob es ein Erdbeben war, doch es war schlimmer. Wir guckten hoch, dort war ein riesiger spinnenartiger Blurant. „Oh nein! Ein Bluranto!“, schrie mein Vater. „Was für ein Ding?“ fragte Daniel. „ Ein Bluranto! Das wird aus Bluranten, die schon länger infiziert sind“, meinte Papa. „Wir sollten weglaufen“, meinte Daniel. Wir liefen los und der Bluranto folgte uns auch schon mit erstaunlichen Geschwindigkeit.

Wir waren schon fast beim Ausgang, doch plötzlich drehte ich mich um und sah, dass Daniel stehen blieb und in Richtung Bluranto ging. Ich lief zu ihm und sah seine Augen…diese seelenlosen Augen. Es war so, als ob er von dem Bluranto kontrolliert werden würde. Ich versuchte ihn aus seiner Trance zu befreien. Gleichzeitig war Bluranto schon siegessicher, denn er ging nur mehr langsam auf uns zu und mein Vater schien uns nicht bemerkt zu haben, denn er war schon längst aus dem Stadion draußen. Ich versuchte alles, was ich konnte, um Daniel aufzuwecken und zum Weiterrennen zu motivieren, doch es war zu spät, der spinnenähnliche Blurant war nur mehr ein paar Meter von uns entfernt. Ich wollte nicht schon wieder jemanden verlieren, der mir nahe steht. „GEH UND RETTE DICH!“, schrie Daniel. Ich wollte es nicht tun, doch ich musste…für mich und für ihn. Er wollte nicht, dass ich mit ihm sterbe. Also rannte ich los und versuchte nicht zurück zu sehen.

Vorm Stadion sah ich in der Ferne meinen Vater winken. Er sah verwirrt aus, als ich alleine vor ihm stand. Es reichte ein einfaches Kopfschütteln und schon verstand er, was passiert war. Er fing an zu weinen und ich konnte mir die Tränen auch nicht verkneifen. Doch wir hatten nicht viel Zeit für uns, denn schon bald mussten wir feststellen, dass der Bluranto anfing nach uns zu suchen. Also flüchteten wir und liefen zur Kanalisationsbasis.

„Bleib doch hier, Dad“, meinte ich. „Ich habe eine Gruppe, die auf mich wartet und ich will nicht, dass sie beginnen nach mir zu suchen und auch zum Stadion gehen. Keine Sorge, ich komme später wieder. Wir sehen uns, wenn ich zurück bin.“



Da war ich nun wieder, ganz alleine. Dad war vorerst weg und Daniel war tot.

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