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“Hallo, Schatz.”

Ich muss mich nicht umdrehen, um seine einzigartige Anwesenheit zu fühlen, die mich mit einem tiefen Glücksgefühl überflutet. Ich kann das sanfte Lächeln in seiner Erwiderung hören, und jede Faser meines Körpers sehnt sich sofort nach ihm. Es ist einfach meine Fähigkeit, ihn ohne Probleme zum Lächeln zu bringen. Und er macht mich im Gegenzug ohne Probleme glücklich.

„Schon wieder ein neues Blumenbeet?” Seine Augenbraue schießt in die Höhe. Auch das muss ich nicht sehen, um zu wissen, das es tatsächlich geschieht, da ich ihn besser kenne als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Unweigerlich stolz auf meine Arbeit nicke ich.

„Bald haben wir nicht mehr genug Garten dafür.“, witzelt er. Ich lache, doch so etwas habe ich mir tatsächlich bereits selbst gedacht. Dennoch pflanze ich weiterhin meine Tulpen, und lasse nicht zu, dass sich meine Gesichtszüge verspannen. Schließlich will ich ja nicht, dass er sich unnötige Sorgen um unnötige Kleinigkeiten macht.

Ich werfe einen Blick schräg nach oben, und bemerke, dass er auf seinem Telefon herumtippt. Sofort erstirbt mein Lächeln.

“Alles in Ordnung?”, frage ich mit gezwungener Gleichgültigkeit, während ich mich wieder meinen Blumen zuwende, weil sie einfach so wunderschön sind, und er meinen Blick nicht erwiedert hat.

„Julia, meine Kollegin, ist nicht vorhin zufälligerweise vorbeigekommen?“, fragt er, während seine Stimme ein wenig bebt. „Wir wollten uns treffen, um dieses Projekt zu planen, doch ich verpasse sie immer wieder.“

„Nein, entschuldige, Liebling.“ Meine Antwort trieft praktisch vor Liebe. “Ich habe sie nicht gesehen.” Zumindest definitiv nicht mehr in der letzten Stunde. Schlampe. Er hält sein Telefon an sein Ohr, und ich bete stumm, dass ich ihres tief genug in der Erde vergraben habe. Sein Blick ist distanziert, als ich kurz zu ihm hinaufspähe. Die Mailbox dröhnt über die angenehme Ruhe des Gartens hinweg. Schweigen. Ich entspanne meinen Kiefer. Ihre Stimme erstirbt abermals.

„Ich wette, dass sie gerade nur viel um die Ohren hat.“, meine ich beschwichtigend. Haargenau. Viel um die Ohren, weil sie jetzt fröhlich in der Hölle herumhuren kann.

„Bestimmt.“, stellt er fest - wohl eher um sich selbst zu überzeugen, als mich.

Es zerreißt mir das Herz, ihn so besorgt zu sehen, aber ich hatte keine andere Wahl. Ich konnte doch nicht zulassen, dass sie mir meinen Tom – mein Ein und Alles – wegnimmt. Sie hätte ihn niemals so geliebt, wie ich es habe; nicht eine von ihnen hätte das getan.

Er seufzt, und wirft einen verträumten Blick auf die Blumen, welche sich sanft im noch sanfteren Sommerwind wiegen.

„Ich liebe dich, Tom.“, nuschele ich, und er lächelt. Es ist einfach meine Fähigkeit, ihn ohne Probleme zum Lächeln zu bringen. Und er macht mich im Gegenzug ohne Probleme glücklich.


“Ich liebe dich auch, Mum.”




Whocaress (Diskussion) 19:58, 11. Feb. 2015 (UTC)

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