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Ich schleiche angsterfüllt durch die Gassen zu meinem Haus. Wir wohnen nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, aber in einer unbeleuchteten, unheimlichen Gasse. Normalerweise bringt mich mein Freund nach Hause, aber heute ist er auf einer Party mit Freunden. Ich komme also allein von meiner Freundin nach Hause. Es ist stockdunkel, aber ich kann mich den Wänden entlang tasten. Plötzlich höre ich ein Knacken und Rascheln hinter mir. Ich fahre herum, gerade noch rechtzeitig, um den Umriss eines auf keinen Fall menschlichen Wesens zu sehen. Da spüre ich, wie ich ohnmächtig werde.

Langsam öffne ich die Augen. Es ist dunkel, ich merke nur, dass ich an einen eisernen Stuhl gefesselt bin. Ich höre ein Schaben, wie von Krallen auf einem Metallboden. Es scheint von überall und nirgends zu kommen. Panik steigt in mir hoch. Plötzlich fährt etwas Scharfes über meinen Arm. Ich schreie erschrocken auf, und höre ein leises, wieder von überall her tönendes, unmenschliches Kichern. Die Krallen, oder was es auch immer ist, fahren meinen Arm nach oben zu meinem Gesicht. Ich bin völlig angespannt, habe Panik und zittere am ganzen Körper. Da sticht etwas in mein Auge. Ich spüre, wie es sich einen Weg durch meinen Augapfel bohrt und immer weiter in meinen Schädel rein. Die Schmerzen sind unerträglich. Ich schreie und Tränen vermischen sich mit der Masse, die einmal mein Auge war. Dazu kommt Blut, viel Blut. Mein unverletztes Auge gewöhnt sich an die Dunkelheit und durch den Tränenschleier nehme ich einen einfachen quadratischen Raum war. Und direkt vor mir... eine etwa 2 m große, blutbespritzte Gestalt. Sie hat, soweit ich erkennen kann, lange Krallen an den Händen und ein verunstaltetes Gesicht mit neongrünen Augen. Bis auf eine Lederschürze hat sie nichts an und sie erinnert mich an den Rake. Dafür ist dieses Wesen allerdings zu groß. Es beugt sich vor und seine rauen Lippen schließen sich um meine blutende Augenhöhle und saugen sie aus. Ich schreie und schreie, bis meine Stimmbänder kaputt sind. 

Das Biest holt aus und schlägt mit übermenschlicher Wucht auf meine Arme und Beine, die splitternd brechen.

Beim nächsten Schlag kann ich förmlich spüren, wie sich mein Gesicht verformt. Meine Zähne zersplittern und meine Nase ist nur noch eine fleischige, blutige Masse, eigentlich alles an mir. Ich huste Blut, verschlucke mich und die Zahnstücke zerschneiden meinen Mund. Das Wesen steht einen Schritt zurück und begutachtet sein Werk. Ich habe schon bestialische Schmerzen, aber dann stürzt es sich noch auf meinen Oberkörper und reißt mit extrem scharfen Reißzähnen ganze Stücke aus mir. Ich sehe mittlerweile auch auf dem zweiten Auge nichts mehr, weil es so blutverklebt ist. Also höre ich nur noch die schmatzenden Geräusche, die entstehen, als das Biest meinen Oberkörper zerfleischt. Und natürlich spüre ich, wie es mittlerweile meine Organe zutage fördert. Diese Schmerzen. Langsam aber sicher verblute ich... ich werde irgendwie nicht ohnmächtig, obwohl ich bei diesen Schmerzen keine Sekunde bei Bewusstsein geblieben wäre. Das letzte, was ich sehe, ist, dass das Wesen mit einem aufgerissenem Maul auf mich zustürzt.


,,Elysa?'' sagte Tom, mein Freund. Ich erwache aus meinem Tagtraum.

,,Sorry, ich war gerade nicht ganz bei Sinnen."

,,Wieder einen dieser scheußlichen Tagträume?"

,,Ja, ich...", in diesem Moment höre ich ein Rascheln und Knacken in der stockdunklen Gasse hinter mir und mein 2 m großer Freund schaut mich aus einem verunstalteten Gesicht mit neongrünen Augen an.

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