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Man kann sagen wollen, was immer man will, man wird doch in die Knie gezwungen. Als Konsequenz daraus sagt man gar nichts und nimmt weiter am Leben teil. Denn du weißt ja nicht, ob deine Gedanken wirklich gut sind. Ob sie jemand anderem nützlich erscheinen und so verschwinden die Pläne wieder. Aber heute nicht!

Hallo erst mal, ich bin Break-King Brad ich sitze seit 11 Jahren im Knast. Ich habe mir diesen Namen nicht selbst gegeben, sondern meine Kollegen. Na ja, meine Mitgauner trifft es eher. Ich war schon immer ein risikobereiter Strolch. Schon in meiner Jugend habe ich an allerlei Mutproben teilgenommen.

Einbrüche waren meine Spezialität. Ich kam einfach überall rein und wieder raus. Deshalb auch mein Spitzname 'Break-King'. Ich hatte bereits mit 15 Erfahrungen, die kein anderer hatte. Ich konnte jedwede Art von Schloss knacken und mir so Eintritt verschaffen.

Ich hätte ahnen sollen, dass ein Mord keine Mutprobe ist. Na ja, besoffen war ich auch noch und da erschien mir das irgendwie doch sinnvoll. Ich brach also bei der alten McCoozie ein und stach sie ab. Meine Kollegen, Freunde waren es wohl kaum, haben mich natürlich bei der Polizei verpetzt. Keine Ehrlichkeit, diese Ganoven.

Der Knastalltag verläuft jeden Tag gleich. Immer. Die Neulinge werden von den Alteingesessenen klein gehalten, damit sie sich nicht organisieren oder schlimmeres. Einige Häftlinge finden eine Beschäftigung in der Bibel, gut, diese Schnarchnasen schlag sogar ich manchmal. Aber ich bin ein Planer. Ich habe tausende auf dem Kieker und sie mich.

Sicher, ich hätte diese Pläne aufzeichnen können, aber das hätte mich dann wahrscheinlich wieder in eine dieser 3-er Blockzellen gebracht.

Einbruch der Dunkelheit. Das Licht setzt flackernd ein und ich sehe eine Ratte aus dem Klo klettern. Ich beobachtete sie eine Zeit lang. Wäre ich so klein, wäre ein Ausbruch wohl ein Witz. Na ja. Mit dem Unterschied, dass es nicht lustig wäre. Aber die wenigsten Witze sind lustig. Manche brauchen erst die richtige Stimmung, um zu zünden.

Aber zurück zur Ratte. Sie wurschtelte sich aus dem Klo und schüttelte sich. Dann flitzte sie unter dem Gitter der Tür durch. Als sie gänzlich aus meinem Blickfeld verschwand, drehte ich mich zur Wand.

Plötzlich vernahm ich von Gegenüber ein entsetzlich hohes Kreischen. Das Komische daran ist: hier arbeiten keine Frauen. Auf das Kreischen folgen Schmatzlaute. Dann ein Geräusch, als würde ein Pudding gegen eine Wand geschmettert werden. Pflatsch. Dann noch einmal: Pflatsch.

Schweres Stampfen in der Zelle über mir. Putz bröselt von der Decke und färbt den Boden weiß.

Dann bricht es durch. Eine Ratte ist das nicht. Die Kreatur hat lange Arme, an Tentakel erinnernd. Nicht anders als die Beine. Anstelle des Kopfes schwebt eine schwarze Kugel knapp über der Kreatur.

In der Kugel war ein Gesicht, dass sich nun zu einer abscheulichen Grimasse verzog. Nicht irgendein Gesicht. Das Gesicht der alten McCoozie starrte auf mich herab.

„Stirb, du Bastard“, zischte sie und ich wusste, dass ich dieser Situation nicht entrinnen konnte.

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