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Brian


Die Verwandlung

Sein Leben war eine Katastrophe, ein einziger Alptraum; und das für alle Ewigkeit!



Alles begann, als Brian mit seinen Eltern nach Ostfriesland gezogen war, wie konnten sie ihm das zumuten? Von Berlin in ein Kuhdorf umziehen? All seine Freunde waren in Berlin. Hier war alles anders, die Jugendlichen, die er in der Schule kennenlernte, verhielten sich wie kleine Kinder. Alles war total spießig; die nächste Stadt lag über 20 Kilometer entfernt. Brian fühlte sich von Anfang an nicht wohl in diesem Nest. In der Schule mieden ihn die anderen Jugendlichen, da keiner so rumlief wie er, Klamotten, wie er sie trug, schien es hier gar nicht zu geben. Alle schauten ihn immer nur an, als wäre er ein Außerirdischer. Er bemerkte, dass er nicht alleine so angeschaut wurde. Da gab es ein Mädchen und einen Jungen, die anscheinend auch niemand mochte. Sie liefen immer mit altmodischen Kleidern rum und waren immer sehr bleich geschminkt, mit schwarzen Rändern unter den Augen.

Die Wochen vergingen und er unterhielt sich mit keinem, bis ihn die beiden in der Pause ansprachen. "Hallo, ich bin Max, das ist meine Schwester Maja." Brian gab beiden die Hand und stellte sich ebenfalls vor. Ihm fiel sofort auf, dass Maja eigentlich total süß aussah. In den richtigen Klamotten und anders geschminkt, wäre sie genau sein Geschmack. "Woher kommst du?", wollte Maja wissen und lächelte Brian an. Sein Herz fing an zu pochen, sein Blutdruck stieg und sorgte dafür, dass das Blut schneller durch seine Adern schoss. Er konnte kaum reden und stotterte: "B..Berlin." "Cool, was machst du denn nach der Schule?", fragte Maja.

Sie verabredeten sich bei der Anstalt, das war ein altes Haus, in dem früher alleinstehende Frauen mit ihren Kindern lebten. Das Gebäude stand außerhalb; zwei Kilometer vom Ort entfernt. Brian ging also zu diesem Haus. Max und Maja standen bereits davor und warteten schon auf ihn. Das Haus sah sehr alt und ungepflegt aus, alles war verwachsen. Sie begrüßten sich und gingen hinein. Der Innenraum war total verdunkelt und überall brannten Kerzen. Die Gestaltung der Zimmer spiegelte die Kleidung der beiden wider. Alles war alt und irgendwie unheimlich.

Sie gingen in Majas Zimmer, wo sie sich unterhielten. Die Eltern der beiden schienen nicht zuhause zu sein und eine unheimliche Stille war im Haus. Max ging aus dem Zimmer, was Maja sofort nutzte, um sich ganz nah zu Brian zu setzen, sie sah total süß aus mit ihrem Kleid. Sie sah ihm tief in die Augen, woraufhin er bemerkte, dass sein Herz wieder so wild pochte und sein Blut erneut durch seinen Körper raste. "Ich will dich",sagte sie. Dann küsste sie ihn. Er war nicht mehr in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Sie küsste und knabberte an seinem Hals, doch plötzlich spürte er einen heftigen Schmerz an der Stelle, an welcher sie ihn noch wenige Augenblicke zuvor liebkost hatte. Sein Körper pulsierte, er bekam Gänsehaut und seine Haare standen zu Berge.

Als er wieder zu sich kam, lag er auf Majas Sofa und berichtete von seinem Traum, dass sie ihn gebissen hätte. Maja lachte, dabei sah Brian, dass ihre Zähne blutverschmiert waren. Ohne sich etwas anmerken zu lassen sagte er, dass er nach Hause musste. Zu Hause angekommen schaute er in den Spiegel und sah die Bisswunde an seinem Hals, er dachte, dass sie ihn beim Knutschen gebissen hätte. Nie wäre ihm der Gedanke gekommen, was wirklich geschehen war.

Am nächsten Tag in der Schule versuchte er, Maja aus dem Weg zu gehen, was ihm aber nicht gelang. Sie kam direkt auf ihn zu und gab ihm einen Kuss. "Sag mal, hast du mich gebissen?", fragte Brian. "Ja, sorry, es ist mit mir durchgegangen", sagte Maja. "Wie geht’s dir denn heute, Brian?", fragte sie. "Irgendwie ist mir nicht gut", antwortete er. "Bitte komm heute Abend noch mal zu uns", sagte Maja. "Mal sehen", entgegnete er. Er fühlte sich immer schlechter, hatte starke Schmerzen überall in seinem Körper und es fühlte sich an, als würde er innerlich absterben oder zerreißen.

Als er abends aus dem Haus ging um Luft zu schnappen, standen Max und Maja vor dem Gebäude und wollten ihn abholen. "Was wollt ihr denn hier?", fragte Brian. "Na, dich abholen", antworteten die beiden wie aus der Pistole geschossen. "Ich kann nicht, mir geht’s beschissen", antwortete Brian. Sie nahmen ihn in der Mitte und führten ihn zu sich nach Hause.

Als sie ihn losgelassen hatten, um ein Bücherregal zu verschieben, hinter dem eine Treppe nach unten führte, fiel er zu Boden und krümmte sich vor Schmerzen. Beide nahmen ihn auf und führten ihn die Treppe herunter, dort war es finster und irgendwie muffig. Trotz dieser krampfhaften Schmerzen, die er noch nie in seinem Leben verspürte hatte, überkam ihn die Angst, Gänsehaut überlief seinen Körper. Sie führten ihn weiter in den hintersten Raum; die Tür quietschte, als sie geöffnet wurde.

Dort stand ein Mann, der scheinbar auf sie gewartet hatte. Er fragte die beiden: "Ist er das?" Als Max und Maja nickten, nahmen sie ihn auf und trugen ihn hinter einen Vorhang, wo ein Sarg stand. Sie legten Brian in diesen hinein und verschlossen ihn. Als seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, schlug er panisch gegen den Deckel. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und seine Platzangst verschlimmerte die Situation ungemein. "Ich bin verloren", dachte er. Niemand würde ihn hier finden.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde der Sarg geöffnet und die drei schauten ihn an. Maja umarmte ihn, worauf er sie wegstieß. "Ihr seid wohl bescheuert, mich in einen Sarg zu sperren!", schrie er sie an. Er regte sich so auf, dass er gar nicht bemerkt hatte, dass die Schmerzen nicht mehr da waren, im Gegenteil: Ihm war es noch nie so gut gegangen. Er fühlte sich so unheimlich stark, aber verspürte einen extremen Durst.



"Brian, du bist jetzt einer von uns", sagte Maja. "Was soll das heißen?", fragte er, "Bekloppt wie ihr?"



"Nein, du bist ein Vampir…und nie mehr einsam."






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