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Sie nahm selten die Abkürzung durch den Park. Er war ihr unheimlich, zu dunkel, zu bedrohlich.

Aber heute schüttete es in Strömen und sie sparte so Zeit. Trotz ihres Unbehagens stellte sie sich schließlich in einem Grillhäuschen unter. Es regnete einfach zu sehr und sie konnte den Weg nicht mehr erkennen.

Erst war sie sich nicht sicher und konnte das Geräusch nicht deuten. Es hörte sich an, als würde jemand mit Metall gegen die Wand kratzen, aber es war niemand da. Sie musste es sich eingebildet haben und versuchte sich abzulenken, in dem sie ausmachte, ob der Regen nachließ. Doch, was war das? Sie hörte einen Schrei… Kurz darauf ein Reißen. Sie blickte sich um. Es war niemand hier. Dann konnte sie es kurz vor sich ausmachen, ein heiseres Lachen und eine Atemspur wie man sie sieht, wenn man in der Kälte ausatmet. Aber es war niemand da. Sie machte einen Schritt rückwärts und stieß mit dem Bein gegen etwas Unsichtbares. Ein seltsames Gefühl durchzuckte sie.

Dann sah sie ihn. Er war vermummt und hatte die Kapuze weit in das Gesicht gezogen. Er versperrte den Ausgang und in seiner rechten Hand hielt er ein Messer. Er musste ihr gefolgt sein. Panisch wurde ihr klar, dass ihr hier niemand helfen konnte und auch ihre Schreie würden nichtgehört werden. Er setzte sich in Bewegung und ließ dabei die Klinge gegen die Hüttenwand streifen. Das Geräusch kam ihr bekannt vor, aber sie konnte es nicht deuten. Sie versuchte weg zu kommen, aber hinter ihr war ein Tisch und noch ehe sie diesen überqueren konnte hatte er nach ihr gegriffen. Sie schrie laut auf, als der Stoff ihres Ärmels riss und sie zu Boden fiel. Für einen Moment dachte sie, sie hätte eine Waffe, einen Ast oder ähnliches auf dem Boden gefunden, irgendetwas Unsichtbares war gegen sie gestoßen, doch als sie danach tasten wollte, war es fort. Dann hörte sie es… Sein heiseres Lachen, sah seinen Atem wie er in der Luft sichtbar wurde. Sie war zu verstört, um zu registrieren, dass sie dies alles schon eben wahr genommen hatte. Er beugte sich zu ihr hinab, trennte mit seinem Messer jeden einzelnen ihrer Knöpfe ab. Lüstern lag sein Blick auf ihrem Ausschnitt, als er ihr das erste Mal in ihr weißes Fleisch schnitt. Es folgte eine nicht enden wollende Qual für sie, bei der ihre Schreie mit jedem Schnitt lauter wurden. Sie betete, dass jemand sie hörte und erlösen würde, sie hoffte immer noch auf einen gnädigen Gott, als er sich bereits mehrfach an ihrem blutenden Körper vergangen hatte und ihr nun abschließend das Messer in den Bauch rammte. Ihren letzten Atemzug fing er mit einem Kuss auf. Er liebte es, so ihr Leben aufzusaugen. Befriedigt erhob er sich und trat hinaus in den Regen, er genoss es, wie der warme Regen, das schon kalte Blut von ihm wusch. Gut gelaunt ging er in Richtung Bushaltestelle.



Ohja, es gab einen Gott und er hatte dafür gesorgt, dass sie gehört worden war. Sie hatte sich selbst gehört. Momente bevor die Tat geschah. Sie hätte die Möglichkeit gehabt aus der Hütte in den Regen zu laufen. Er hätte sie schließlich aus den Augen verloren und wäre unvollendeter Dinge weiter gezogen. Doch sie war nicht geflohen, sie hatte ihre Chance nicht genutzt. Dafür konnte man Gott nun wirklich nicht die Schuld geben oder? Sie alleine traf die Schuld. Außerdem ließ er ihn seit einiger Zeit gewähren…. Er hatte Gefallen daran gefunden, ihm zu zusehen…

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