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Childhood 1

Als ich ein keines Kind war, hatte ich nachts manchmal in meinen Träumen Visionen. Nur immer kleine Bilder, welche verschwommen, oder auch nur kurze Zeit vor meinen Augen aufblendeten. Ich erinnere mich, dass ich kurz vor Ostern ebenfalls eine Vision hatte. Die Vision war sehr verschwommen, dennoch konnte ich mir ungefähr etwas zusammenreimen. Es war eine Person, welche ohne irgendein Gefühl in die Leere starrte. Mehr erkannte ich nicht.

Am nächsten Tag erzählte ich dies meinen Eltern, doch meine Mutter interessierte es nicht, was ich machte oder nicht machte und mein Bruder konnte mich generell nicht sehr leiden. Mein Vater kannte die Geschichte mit meinen Visionen bereits, welche er mir aber nie geglaubt hatte. „Du hast echt eine grenzenlose Fantasie, Sarah.“ Das waren seine Worte immer. Immer und immer das Selbe, bis ich aufhörte, es meiner Familie zu erzählen und versuchte, mir selbst einzureden, dass es doch nur Träume waren. Als ich 11 wurde, ließen meine Visionen nach und schmerzhaft bemerkte ich, dass sich meine Familie immer mehr von mir abwannte.

Meine Mutter begann, mich wie der letzte Dreck zu behandeln und meinem Bruder viel ich nichteinmal mehr auf. Mein Vater war fast den ganzen Tag beschäftigt und somit war ich fast jeden Tag allein. Zu dieser Zeit hatte ich auch sogut wie keine Freunde. Somit verbrachte ich immer den ganzen Tag mit meinen Hausaufgaben und Tagträumereien. Letztendlich schlief ich ein einziges mal bei meinen Tagträumereien ein. Was ich sah, sollte kein Mensch jemals sehen müssen. Es war ein schwarz-weiß Bild von einem Kind, welches mit einem offenem Brustkorb, aufgeschlitzt auf dem Boden lag und leise schluchzend an eine Wand starrte. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es ein Junge war mit schwarzen Haaren, welcher ungefähr 14 Jahre alt sein musste. Ich wachte zum Glück schnell wieder auf.

Kreidebleich schlich ich in die Küche unserres Hauses und schenkte mir Limettenlimonade in mein Lieblingsglas ein. Doch ich konnte nicht daraus trinken, da mein ganzer Körper zusehr zitterte. Ich versuchte mich mehrere Momente lang zu beruhigen, doch was ich gesehen hatte, war für ein 11 jähriges Mädchen einfach zuviel gewesen. Ich konnte mehrere Nächte lang nicht schlafen, da ich Angst hatte, ich würde wieder eine Vision bekommen. Ich hatte aber mehrere Jahre lang keine Visionen mehr und konnte mich nur schwer an meine damalige Vision erinnern. Bis zu dieser einen Nacht, als ich wieder eine Vision hatte. Dieses mal war es ein Familienbild von meiner Familie. Ich erkannte es, da wir erst letzte Woche beim örtlichen Fotografen ein neues Familienbild haben schießen lassen. Doch was mich daran verstörte war, dass meine Eltern und mein Bruder nicht darauf waren und nur ich an der Ecke des Bildes grinsend saß. Jedoch hatte ich kein gewöhnliches Lächeln. Es sah mehr aus, als hätte ich schwarzen Lippenstift verschmiert, zuweit an den Mundwinkeln gezogen. Und meine Augen starrten leer in die Kammera. Aber so schnell, wie dieses Bild aufblitze, verschwand es auch. Ich wachte kurz auf, aber nicht lang genug, um nachzudenken, was ich gerade eben gesehen hatte.

Am nächsten Morgen sah ich mir das Bild an. Es war volkommen normal. Wirkend, wie eine perfekte Familie, die leider das Gegenteil war. Jetzt kann ich mich erinnern. Ich hatte Angst. Angst, was als nächstes kommen würde. Angst davor, Dinge zu sehen, die kein Kind sehen sollte. Meine Angst erwieß sich als bößer Vorbote. Nur einen Tag später hatte ich Nachts die nächste Version. Ich sah ein Mädchen mit schwarzen, kurzen Haaren und blauen Strähnen. Aus ihrer Mundhöhle broch ununterbrochen Blut aus und durch ihre Handflächen waren mehrere Nägel gerammt worden. Die Nägel waren bereits sehr verrostet und aus den Handflächen des Mädchens floss ebenfalls Blut. Ich wachte auf, kaum glaubend, was ich gerade gesehen hatte. Als ich versuchte, gegen meinen eigenen Willen, mich daran zu erinnern, was ich gesehen hatte, musste ich brechen. Ich erinnerte mich, an den Rost der Nägel, an das getrocknete Blut, welches am Holzboden überschwämmt wurde von dem frischen Blut, an den Schatten, der sich dem Mädchen langsam näherte, an die roten, geweiteten Augen des Mädchens, welches dem Schatten entgegen sah. Mein Vater, welcher geweckt wurde von meinem lauten würgen, schrieb mir am nächsten Tag eine Entschuldigung für die Schule aus.

Ermüdet kroch ich zurück in mein Bett und versuchte zu schlafen, was mir leider gelang. Was ich dieses mal sah, war wieder diese verschwommene Person, welche nun hilfesuchend direkt in meine Augen starrte. Ich weiß bis heute noch nicht, ob dies nur eine weitere Vision war, oder realität. Ich hielt dem allen nicht mehr stand und hätte am liebsten mit irgend Jemanden normalen das Leben getauscht. Ich weiß noch, wie ich ausgerastet bin. Ich wollte weg, aber dennoch hier bleiben. Ich wollte einfach jemanden anschreien, doch es gab niemanden. Dann bekam ich ein Gefühl, welches meinen Kopf kribberlig machte. Ab diesem Moment weiß ich nichts mehr, jedoch kann ich nun sagen, was all diese Bilder zu bedeuten hatten. Der Junge, mit dem offenen Brustkorb war mein aller erster, fester Freund. Das Mädchen war meine beste Freundin. Und die verschwommene Frau… das bin ich. Ich denke, ich kann nun auch sagen, was mit ihnen passiert ist. Als ich dieses komische Gefühl bekam, musste ich irgendjemanden umbringen. Mein Gehirn sagte zu mir selbst, dass das Gefühl nur aufhören würde, wenn ich morden würde. Ich ignorierte schockiert meine Gefühle und verdrängte sie für mehrere Jahre, bis ich es nicht mehr halten konnte. Mein erster Freund… dieser Bastard hatte mich kaltblütig hintergangen und mich auch noch beschimpft. Dafür musste es nun auch eine gerechte Strafe geben und die Todesstrafe war mir das einzige, was ich als gute Strafe ansah. Ich klaute mir sein Herz, sodass er niewieder fremdgehen konnte. Meine ehemalige beste Freundin. Sie hatte mich sehr übel hintergangen. Sie hatte mir 4 Jahre lang weis gemacht, dass wir beste Freunde wären, doch an meinem Geburtstag hatte sie mir gesagt, dass sie mich schon immer gehasst hatte und kippte mir einen Eimer voller Mehlwürmer über. Ich erinnere mich noch genau an ihr schadenfrohes Lachen und ihre dummen Witze über meine besten Geheimnisse, welche ich nur ihr verraten hatte. Sie wollte ich nicht tot sehen, sondern leidend. Sie sollte dafür leiden und sterben.

Die einzigen 2 Bilder, welche ich noch nicht erklährt habe, sind wohl zum einen das, in welchem ich, oder die verschwommene Frau hilfesuchend blickt und mir direkt in die Augen starrte. Ich denke, dass war eine Warnung, ich sollte sie nicht töten, denn jetzt, mit 21 Jahren, 7 Jahre nachdem ich die Beiden umgebracht hatte, fühle ich mich schuldig und werde zerfressen von selbsthass und Reuegefühen. Das letze Bild war wohl das mit dem Familienbild. Um ehrlich zu sein, weiß ich bis heute nicht, was es zu bedeuten hat. Aber das wird bald egal sein. Schon seit 7 Jahren bin ich auf der Flucht. Die Polizei wird mich bald finden und ich werde wohl die Todesstrafe bekommen. Ich wünsche, ich hätte sie nicht umgebracht. 

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