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Schlaf, schlaf weiter, mein Freund.

Öffne ja nicht deine Augen! Du darfst mich nicht sehen!

Siehst du mich, töte ich dich.

Lass die Augen also zu. Schlaf einfach weiter.

So unschuldig seid ihr, wenn ihr schlaft. Dann liebe ich euch.

Wieso schlaft ihr nicht alle durchgehend? Es wäre doch viel besser für euch!

Es gebe kein Hass, kein Mord, keine Gewalt und ich würde euch alle lieben!

Dann müsste ich euch auch nicht töten, obwohl es mir eigentlich Spaß macht.

Oh, was ist los? Hab' ich dich jetzt geweckt? Öffnest du etwa deine Augen?

Jetzt schläfst du wieder, doch nun für immer. Du hattest die Wahl!

Du hättest einfach weiter schlafen sollen!

Jetzt ist es zu spät, dein Leben ist vorbei.

Blau sind sie! Die mag ich am meisten!

Verzeih mir, dass ich sie mitnehme, aber du wirst sie sowieso nie wieder brauchen.

Nun schlaf weiter deinen ewigen Schlaf.

Ich muss dich jetzt verlassen!

Du fühlst dich sicher? Du bist es nicht! Nicht vor ihm. Er kann immer zuschlagen, egal zu welcher Zeit und egal wo.

Ich rede von "Ihm" und "Er", weil ich seinen Namen nicht kenne, aber ich nenne ihn Creepface.

Wer er ist und was er macht?

Nun, wer oder was er ist, weiß ich selbst nicht genau. Doch was er macht, das ist mir bewusst. Er tötet.

Vielleicht war er einmal menschlich, er ähnelt uns immerhin vom Aufbau. Doch egal, ob er es war oder nicht, jetzt ist er es nicht mehr.

Ich nenne ihn Creepface, auf Grund von Beschreibungen, die ich gelesen habe. Selbst habe ich sein Gesicht noch nie gesehen. Hätte ich, würde ich jetzt gar nicht mehr leben und über ihn erzählen. Aber ich will ihn euch dennoch beschreiben, auch wenn er in Wirklichkeit vielleicht ganz anders aussieht.

Das Gesicht ist bleich und schmal, sehr kantig. Es erinnert an einen Totenschädel. Was ihm seinen Namen verleiht sind jedoch seine Augen und sein Mund. Der Unterkiefer ist wie ausgerenkt, er hängt weit nach unten, wodurch sein Mund ein riesiges schwarzes Loch ist, das ihm fast bis zur Brust reicht. Er wurde mal ohne irgendwelche Zähne und mal voller langer, spitzer Reißzähnen beschrieben. Was davon stimmt weiß ich nicht, vielleicht ja beides ...

Doch nicht nur seine Mundhöhle bietet seinem Gegenüber einen Einblick in schwarze Leere, denn auch seine Augen sollen eine ähnliche Wirkung haben. Doch diese sind nicht schwarz, sondern rot. Ein sehr dunkles Rot, in etwa wie Blut. Pupille und Iris sind nicht vorhanden. Ob er überhaupt Augäpfel hat, kann man schwer sagen.

Diese Beschreibung habe ich von einer Person, die angeblich mal sein Gesicht nachts vor ihrem Fenster gesehen hat. Ob sie der Wahrheit entspricht, kann ich nicht garantieren. Wie sollte diese Person die Begegnung denn überhaupt überlebt haben? Creepface lässt niemanden am Leben. Wer ihm in die Augen blickt, blickt in den Tod.

Um seinen Kopf soll er eine Kapuze tragen, meistens mit einem schwarzen Umhang. Doch es wurde auch berichtet, dass er in normaler Kleidung auftritt. Seine Hände sind blass und knochig, wie sein Gesicht. Die Finger sehr lang. Seine Gestalt soll insgesamt sehr an die eines Menschen erinnern, auch wenn er kein Mensch ist.

Denn seine Unmenschlichkeit wird nicht nur durch sein Gesicht, sondern noch viel mehr durch seine Taten bewiesen. Creepface ist ein skrupelloser und dazu noch extrem guter Mörder. Nur durch den Seh- und Tastsinn kann man ihn bemerken, weshalb er auch am liebsten im Dunkeln, bei Nacht zuschlägt. Doch das bedeutet nicht, dass man am Tag sicher vor ihm ist. Am Sichersten ist man in großen Menschengruppen, denn Creepface will auf keinen Fall, dass man von ihm erfährt. Wenn er also eine Gruppe angreift, dann überlebt auch keiner. Aber normalerweise geht er nur auf Einzelne, wenn sie alleine zu Hause oder unterwegs sind. Da er aber so extrem leise ist, auch was das Morden angeht, ist er sogar im Stande jemanden in einem Zimmer zu töten, obwohl direkt im Nebenzimmer jemand anderes ist, ohne dass die Person nebenan irgendetwas davon mitbekommt. Wenn ihr annehmt, dass das Opfer doch schreien könnte, um so auf sich aufmerksam zu machen, irrt ihr euch. Bevor es überhaupt feststellt, dass es angegriffen wird, ist das Opfer meistens schon tot.

Doch im Falle, dass sein Opfer alleine ist, erlaubt sich Creepface mit seiner Beute zu spielen. Seine Meisterwerke sind die Taten, bei denen die Opfer schon alleine durch ihren Schreck sterben, an Herzversagen. Um das hinzukriegen lauert er, wartet hinter einer Ecke oder einer Tür oder schleicht sich von hinten an.

Wenn er sich anschleicht, streichelt er manchmal seine Opfer am Rücken oder an den Schultern, damit sie sich zu ihm umschauen. Sitzt ihr also zum Beispiel mal am Schreibtisch und spürt plötzlich, wie euch jemand berührt, dann dreht euch auf keinen Fall um! Auch nicht, wenn ihr nur ein seltsames Geräusch oder ähnliches hört. Solange ihr ihm nämlich nicht in seine Augen schaut, habt ihr noch eine Chance am Leben gelassen zu werden. Am besten tut ihr dann so als würdet ihr schlafen, denn Schlafende lässt er eigentlich immer am Leben.

Ich glaube er mag Schlafende. Denn Creepface dringt oft in Häuser ein, nur um die Bewohner dabei zu beobachten wie sie schlafen. Er setzt sich zu ihnen ans Bett, streichelt sie manchmal und spricht sogar zu ihnen. Auf diese Weise bin auch ich auf ihn gestoßen.

Es war in der Nacht von Sonntag auf Montag, als ich plötzlich durch eine Stimme geweckt wurde. Die Stimme war kratzig, als hätte jemand Schleim im Hals und müsste sich räuspern. Ich wollte schon meine Augen aufmachen, hörte jedoch leise die Worte "Schlaf weiter, öffne deine Augen nicht, sonst muss ich dich töten" und hielt sie deshalb zu. Ich wusste, dass das niemand war den ich kannte, denn niemand hatte so eine Stimme. Ich versuchte so gut wie möglich den Schlafenden zu spielen, rechnete dabei aber damit, jeden Moment ein Messer in den Bauch gerammt zu bekommen oder Ähnlichem. Der Fremde an meinem Bett redete weiter, ich verstand nicht alles davon. Zumindest war ich mir sicher, dass er dachte, dass ich noch schlafen würde und auch, dass er mich nicht umbringen wollte, solange ich weiterhin so tat. Ich wartete und wartete, hoffte dass er bald verschwindet. Doch er ging nicht.

Stundenlang lag ich also da, so tuend als würde ich schlafen, und das neben jemandem komplett fremden. Erst als ich hörte, wie meine Eltern aufstanden und die Stimme sagte "Ich muss dich jetzt verlassen!" und daraufhin Stille war, traute ich mich meine Augen langsam zu öffnen.

Womit ich es in dieser Nacht zu tun hatte, wusste ich erst, als ich im Internet nach dem Passierten recherchierte. Ich fand Berichte von Menschen, von überall auf der Welt, die praktisch dasselbe erlebt hatten wie ich. Durch weitere Suchen, wurde mir auch klar, was ich durch das Zuhalten meiner Augen entgangen bin. Ich fand Berichte zu ungeklärten Mordfällen, bei denen Person im Schlaf umgebracht und manchen sogar die Augen ausgerissen wurden.

Nach dem, was in dieser Nacht passiert ist, lebe ich durchgehend in Paranoia und will auch euch warnen:

Rechnet hinter jeder Tür und jeder Ecke mit eurem letzten Schrecken und wenn ihr mal spürt, wie euch jemand berührt, vor allem im Schlaf, dann macht die Augen fest zu und hofft und betet, dass er euch bald verlässt!

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02/12/2015 - Danaidh

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