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Jeder Tag dort, eine Qual. Jede Stunde eine schreckliche. Man sah es ihm nie an, wie sehr es ihn störte, wie sehr er es hasste. Die Verachtung gegenüber den anderen, oder das er ein ruhiger Mensch war der seine Zeit lieber in der Bibliothek verbrachte. Vom Aussehen war er eher rebellisch. Die blonden Haare dunkelrot gefärbt, die Augen ein helles Grau. Meist trug er ein schwarzes Hemd darüber eine graue Hoodie Jacke, eine dunkelblaue Hose, einen schwarzen Gürtel der an der Seite schräg herunter hing und schwarze Chucks. Damals wunderten sie sich, wie verschlossen er war aber nach einiger Zeit interessiert er sie nicht mehr.

Sein Name war Ethan Dilan, 17 Jahre jung und Schüler eines Gymnasiums. Meist saß er unbeteiligt in den Pausen an seinem Platz und blätterte in seinem Buch, nebenbei hörte er teile der Gespräche seiner Mitschüler. 

„…ist so eine Schlampe!“  „…hat Schluss gemacht, dann nehme ich eben…“ „…ist echt heiß.“  

Ja, jeden Tag konnte er es hören, die Lästereinen, Schwärmereien oder wie er es auch nannte das Gerede der Heuchler.  Manchmal, wenn jemand keinen mehr hatte, versuchten sie sich mit Ethan anzufreunden. Jedoch, wies er alle ab. Er brauchte keine Freunde die ihn austauschen würden sobald der Streit beendet war.

Wenn er das Gerede nicht mehr ertragen konnte flüchtete er in die Schulbibliothek. Aber auch dort wurde er nicht mehr verschont.

„…denkt sie wäre was Besseres!“   „…ist schon wieder Fremdgegangen.“ „…ist die totale Streberin!“

Sie hatten 24 Stunden am Tag nichts Besseres zu tun, als über andere zu lästern oder diese gleich fertig zu machen. Nichts was Ethan hätte interessieren müssen, aber wenn man es Jahrelang mitbekommt kann man es nicht mehr ertragen. Einige lästerten auch über ihn.

„Ethan…total der Streber.“ „Außenseiter.“ „Opfer.“ Einmal hatte er sich umgedreht und sie ruhig angesehen. „Ihr solltet leiser lästern.“ Hatte er gesagt und leicht geschmunzelt. „Ich verstehe jedes Wort.“ Sie hatten ihn geschockt angesehen, manche waren vor Scham rot geworden.                                          

Das Lästern gegen ihn wurde durch so etwas schlimmer, er verstand es nicht. Warum musste man andere fertig machen? Wegen ihren Haaren? Klamotten? Hobbys? Noten? Alles unnötig.  Über jeden von ihnen konnte man eine Seite schreiben. Das Probleme wie Fremdgehen oder Schwangerschaft in ihrem Alter an erster Stelle standen, war mehr als jämmerlich.

Er las am liebsten Horror oder Fantasy Bücher. Des Öfteren entschied er sich aber auch Geschichtsbücher zu lesen oder auch Bücher über Medizin. In Büchern gab es Krieg, Tode, Romanze, Freundschaft, Glück aber auch Pech. In Büchern fand man Welten die voller Wunder steckten. Nach manchen Büchern war ihm nach weinen zumute, da er nicht wollte das sie Enden. Mit jedem Kapitel, Satz oder Wort versetzte er sich mehr in die Lage des Protagonisten, als würde er alles selbst erleben. Alle Gefühle spielten während des Lesens verrückt, es gab nur ihn und sein Buch. Keine Heuchlerischen Mitschüler, unfähige Lehrer…nein alles war perfekt.

In einer Pause zerriss einer seiner Mitschüler sein Buch. Er lachte und ging weg, Ethans Ausdruck blieb gleich, aber innerlich tobte ein Sturm. Seine Welt wurde angegriffen und er begann mehr zu hassen. Sein Mitschüler wiederholte dies mehrmals. Die Wut stieg.

„Ethan…so ein Opfer.“

Ich hasse dich…

„Dreckiger Bücherwurm.“

Halt den Mund…

„Wir zerreißen mehr seiner Bücher.“

Verreck…

„Das wird Lustig…“

Ich bring dich um…

An dem Abend ging Ethan zu einem Buchmacher, dort Band er sein eigenes Buch. Es war Grün und die Seiten leer. Er war stolz auf sein Buch und bald würde er die Seiten füllen.

Er hatte kein enges Verhältnis zu seiner Familie, das wichtigste waren seine Bücher.

In der Schule horchte er nun genauer, da er eine wichtige Information über den Schüler brauchte der seine Bücher zerrissen hatte, Alex Harley.

„Ja, voll geil, heute Abend ab 20Uhr Sturmfrei!“  Da war sie, darauf hatte er gewartet.

Zuhause bereitete er alles vor.

Einige Stunden später stand er vor dem Haus und stieg langsam durchs offene Fenster ein. –So ein Idiot…-  Schleichend irrte er zum Zimmer seines Opfers.  Und da war er, vollkommen allein vor dem Fernseher, den Rücken zur Tür. Leise schlich er zu ihm kniete sich zu Alex auf den Boden und hauchte in seinen Nacken. Alex erstarrte. „W-wer…wer ist da?“ wimmerte er. „Hallo Alex…“ flüsterte Ethan nur. Alex drehte seinen Kopf leicht. „E-ethan w-warum bist du hier Kumpel?“ stotterte er. Auf Ethans Gesicht lag ein lächeln. „Heh…? Kumpel?“ fragte er spöttisch, Alex schluckte. „Alex…“

Ein paar Sekunden verstrichen, Alex Herz hämmerte gegen seine Brust.

                              „Greif nie wieder meine Welt an.“

Mit diesem Satz rammte er ihm ein Messer in den Rücken und zog es mit einem Ruck hoch. Alex schrie, weinte, wimmerte, bettelte…jämmerlich. Das Messer schnellte erneut los, durchbohrte seinen Hals, seine Hauptschlagader war durchtrennte, überall war Blut. Alex gurgelte während sich Ethan erhob und lässig auf einen Stuhl setzte. Er holte sein Buch raus und begann zu schreiben, blickte ab und zu, zu Alex. Dieser zuckte und gurgelte.

Er schrieb:

Alex Harley

17 Jahre alt

Alex war ein Junge mit großer Klappe, versuchte sich immer wichtig zu machen und dachte mit seinen Mobbing Aktionen würde er durchkommen. Er machte den Fehler meine Bücher zu zerreißen und stiftete andere an es ihm gleich zu tun, er zerriss meine geliebten Welten. Ich recherchierte über ihn ein wenig und wartete auf den perfekten Moment um ihm eine Lektion zu erteilen, besser gesagt um dafür zu sorgen, dass er nie wieder meine Welt angreifen kann.  Ich konnte hören, dass er um 20 Uhr  allein zu Hause wäre und habe diese Chance genutzt. Im Angesicht des Todes war die große Klappe dann doch verschwunden, eigentlich ziemlich enttäuschend. Ich habe ihn mit ein paar Messerstichen erledigt, danach hat er nur noch am Boden rum gezuckt wie ein Fisch auf trockenem.  Mittlerweile ist er verblutet.

Zufrieden sah Ethan auf sein Werk. Er zerschnitt Alex Oberteil und schrieb mit seinem Messer ein paar Zeilen seines Textes auf  den Oberkörper seines Opfers. Er beendete den Text mit: Did you enjoy it?

Ethan schmunzelte, er wollte noch mehr Leuten eine Seite seines Buches widmen, also würde er weiter machen, niemand könnte ihn Stoppen.

….

…..

....

Did you enjoy it?

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