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Kapitel 4Bearbeiten

Ich stand von meinem Stuhl auf und schaute nach draußen und erst jetzt bemerkte ich, dass mein Fenster sperrangelweit offen war. Ich schloss es wieder und drehte mich zu meinem Bett um. Da lag wie vorher, bevor ich eingeschlafen bin, meine Schuluniform. Aber ich erinnerte mich nicht daran, dass auf meiner Schuluniform ein Brief lag. Ich versuchte einen Schritt auf mein Bett zu machen, brach aber beinahe zusammen, als mir schwindelig wurde und sich alles um mich herum drehte. Das ist mir nur einmal passiert, als ich klein war und vergessen habe, meine Pillen einzunehmen. Ob es wohl daran lag, dass ich seit Stunden meine Pillen nicht eingenommen habe? Ich stützte mich auf meinen Stuhl, um nicht komplett zusammenzubrechen, und schaute zum Döschen auf meinem Nachttisch. "Ob ich besser doch...? Nein! Reiß dich zusammen, Silvia! Du wirst es schon überleben. Und falls nicht und du gleich tot auf´n Boden klatschst, dann ist auch gut. Dann muss du diese verdammte Welt nicht länger ertragen!", sprach ich zu mir selber. Ich leidete schon seit meinem Kindergartenalter an Depressionen, dennoch haben mich meine Eltern nie zu einem Psychologen gebracht, weshalb auch immer. Je mehr ich an meine Eltern dachte, desto mehr fand ich heraus, dass die beiden schon irgendwie seltsam waren. Sie haben mich nie umeramt, geküsst oder mir eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Aber alles, was ich wollte bekam ich. Aber richtige Elternliebe konnte ich niemals von denen spüren.


Ich schaute wieder zu meinen Bett auf den Brief. Langsam machte ich einen Schritt, löste mich vom Stuhl und rannte schnell zu meinem Bett, um nicht gleich umzukippen. Dann öffnete ich den Brief und was ich darin las, hätte bei mir fast für einen Herzstillstand gesorgt. Auf dem Zettel las ich folgendes:

Liebe Silvia,

wir, die Creepypastas, haben dich schon seit deiner Geburt beobachtet und haben gemerkt, dass du zu uns gehörst. Das ist kein schlechter Witz oder Streich! Seit deiner Geburt musstest du dieses Mittel einnehmen, wurdest von deinen Eltern nie so wirklich geliebt und bist immer allein und wirst immer mehr und mehr von dieser Einsamkeit aufgefressen. Es wird nun Zeit, deine Augen zu öffnen und diese Illusion, die du auch "normale Welt" nennst, aufzuklären. Wir Creepypastas sind real, ob du es glauben möchtest, ist deine Sache, aber wir sind real. Und eins ist sicher: Du bist gerade selber dabei, eine Creepypasta zu werden. In deinem Kleiderschrank ist etwas als Willkommensgeschenk in unsere Familie. Trage es mit stolz!

Ich ließ den Zettel vor Schreck auf den Boden fallen. Mit zitternden Händen hob ich ihn auf und legte ihn in die Schublade von meinem Nachttisch. Dann stand ich langsam auf. Der Schwindel kam dieses Mal nicht. Also ging ich komplett zitternd zu meinem Kleiderschrank und öffnete ihn langsam. Da war ein schwarzes langärmeliges Kleid, das meine Beine komplett verdeckte und schwarze Stiefel. Es war wunderschön. Ich zog meinen lila Kapuzenpullover und meine Jeans aus und zog das Schwarze Kleid und die schwarzen Stiefel an. Das Kleid bedeckte komplett meine Beine, nur meine Füße konnte man sehen. Und die Ärmel reichten bis zu meinen Handgelenken. Dennoch bekam ich eine Gänsehaut. Genau vor einem Tag habe ich gesagt, dass all diese Geschichten nur zur Unterhaltung da sind und heute bekomme ich von denen einen Brief. Und ich wurde von denen seit meiner Geburt beobachtet? Und die Worte:"Du bist selbst gerade dabei, eine Creepypasta zu werden" schallten immer noch in meinen Kopf.

Ich wurde mit einem Schrei, der vom Wohnzimmer kam, aus meinen Gedanken glatt herausgekickt und schaute erschrocken zu meiner Tür. Hat meine kleine Schwester Lalia gerade geschrien?

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