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A father is God in the eyes of a child.





Ich war wirklich traurig, in letzter Zeit. Ich sah Daddy wirklich sehr selten, fast nie und das machte mich sehr traurig. So traurig. Ich hatte Mommy immer die Frage gestellt, wann er nach Hause kam, sie jedoch antwortete immer wieder dasselbe. Dass er viel zu tun habe und bald nach Hause kam. Irgendwann mal...

Mommy ist böse. Sie ist eine gemeine Hexe! Ich mag sie nicht. Immer wenn ich nach Daddy fragte, erwiderte sie den gleichen Satz und wenn ich sie deswegen ansprach, schrie sie mich an und war plötzlich wütend auf mich. Ich verstand nie warum. Ich rannte danach hoch in meinem Zimmer, sperrte die Türe zu und versteckte mich unter meiner rosaroten, flauschigen Prinzessinnen-Decke. Mommy hämmerte dann wie verrückt an meiner Tür und brüllte mich an, ich solle die "scheiß" Tür aufschliessen. Ja, sie sagte ganz unschöne Sachen. Böse Schimpfwörter. Ich mochte Beleidigungen ganz und gar nicht.

Ich habe Angst um Daddy, wirklich schreckliche Angst. Ich will meinen Daddy zurück haben. Ich will, dass er mich hoch trug, wenn er mich sah und ganz, ganz schnell sich im Kreis drehte, wie eine Ballerina. Ich mochte das sehr. Früher hatte er das öfters mit mir gemacht. Oft spielte er mit mir Pferdchen oder mit meinen neuen tollen Puppen oder wir machten zusammen einen Spaziergang durch den Park. Und weitere so super Dinge, aber leider war das einmal.

Doch eines verstehe ich einfach nicht! Warum hatte mich Daddy allein gelassen? Warum bloß? Ich finde das nicht toll. Jedes kleine Mädchen braucht einen Daddy. Und ich brauche MEINEN Daddy! Ich will, dass er mich vor den Monstern unter meinem Bett beschützt und den unheimlichen Schatten, der jede Nacht in meinem Zimmer herumschlich, ein für alle Mal vertrieb. Bei Nacht ist alles unheimlicher, alles gruseliger. Ich brauche meinen Daddy. Ich vermisse ihn...so sehr... Hoffentlich kommt er bald wieder nach Hause.





Meine Tochter ist gerade oben, sitzt auf ihrem ekelhaften pinken Kinderhochstuhl, den ihr Vater ihr gekauft hatte, in der Küche und wartet fröhlich darauf, dass ich ihr ein Wassereis am Stiel brachte.

Ach Carl, mein Mann. Chelseas Vater, ein Bastard. Er hatte mich betrogen, mit seiner Chefin, diese Schlampe. Chelsea liebte ihren Vater, mehr als mich. Sie hatte ihn nur deshalb so gern, weil er ihr all diese blöden Puppen gekauft hatte. Irgendwann mal würde ich all diese Dinge die in ihrem Zimmer waren verbrennen. Alles Geschenke von ihrem Daddy. Die Kleine hatte echt Hoffnungen, dass dieses Schwein zurück kam, doch er kommt nicht mehr zurück. Nie mehr.

Ach ja, ich weiß noch, als ich ihn genau diese Treppen hinunter gestossen hatte. Er brach sich das Genick und starb. Ach, war das lustig. Mit diesen Gedanken stieg ich die morschen, knarzenden Treppen hinunter die in den dunklen Keller führten.

Unten angekommen tastete ich die kalte weiße Wand ab bis ich den Lichtschalter fand. Ich drückte auf den Knopf und die Glühbirne über meinen Kopf, die an der Decke hing ging flackernd an. Ich ging an schrottreife Fahrräder, einem verstaubtem Klavier und viele alte braune Kisten auf die mit schwarzem Edding vollgekritzelt wurden. Ich bog nach rechts und verschwand in die Waschküche. Ah, da war sie ja. Ganz weit hinten in einer Ecke stand die Tiefkühltruhe. Ein Vorhängeschloss verschloss sicher die Truhe. Niemand durfte diese Truhe öffnen, ausschließlich ich. Und außerdem war ich die einzige Person in diesem Haus, die den richtigen Schlüssel besaß. Meine Hand fasste in meine Hosentasche. Ich holte den Schlüssel heraus und steckte den in das Vorhängeschloss hinein. Ich hörte ein Klicken. Nun hob ich den Deckel und sah hinein. Mist. Blieb wirklich kein einziges Eis am Stiel mehr übrig?

Ich schob den toten Körper meines Mannes etwas zur Seite und entdeckte eins unter seinem eingefrorenen Arm. Ich klappte den Deckel wieder zu und begab mich wieder nach oben. Chelsea klatschte begeistert in die Hände, als ich ihr das Eis vor ihr auf dem Holztisch stellte. "Danke, Mommy." sagte sie mit zuckersüßer Stimme, riss das Papier weg, das das Eis umschloss und begann es genüsslich zu essen. Sie grinste mich an, ich lächelte zurück, schob einen Stuhl hervor, der unter unter dem Tisch zurück geschoben wurde und setzte mich zu ihr.

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~DarknessAngel/HeartOfDark~

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