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Es war ein ganz normaler Tag, es war relativ warm und ich hing wie immer mit meinen zwei besten Freunden Charly und Danny rum.

Es war die erste Woche der Sommerferien und es waren gleichzeitig die letzten Sommerferien, da wir die zehnte Klasse der Realschule abgeschlossen hatten und jeder nach den Ferien einen anderen Weg gehen würde.

Wir lagen auf einer Wiese und ließen uns von der Sonne anstrahlen.

Wir langweilten uns, was ungewöhnlich war denn normalerweise hatten wir immer etwas zu tun.

Plötzlich sprang Danny auf und sagte „Ich hab da eine Idee. Lasst uns Zelten gehen. Ich meine das sind unsere letzten Sommerferien!“

„Ich weiß nicht.Zelten ist eigentlich nicht so mein Ding.sagte ich, doch Charly und Danny hatten ein Talent dafür mich in jeden Scheiß mit hinein zu ziehen.

Wir saßen noch bis zum Abend auf der Wiese und planten unseren Ausflug.

Schließlich verabredeten wir uns für den nächsten Tag.

Charly brachte ein Zelt mit in das wir locker herein passten, ich war für den Proviant und Danny für Isomatten zuständig.

Wir entschieden uns einen bekannten Wanderweg im nahegelegenen Wald zu nehmen.

Der Ausflug nahm also seinen Lauf. Wir hatten viel Spaß und ich genoss die Zeit mit meinen besten Freunden.

Nach einer Weile, es war bereits Nachmittag, kamen wir zu einer großen Wiese, in der Mitte stand ein kleines Farmhaus, es war bereits seit Jahren verlassen und auch sonst kümmerte sich niemand darum.

Meine Eltern hatten mir davon erzählt und das ich mich auch ja fernhalten solle weil es, und ich zitiere „Viel zu gefährlich ist.Du könntest dich doch verletzen.“

Naja, wie auch immer, wir beschlossen unser Zelt am Rand der Wiese aufzuschlagen was mir nur recht war denn ich hatte etwas Angst vor diesem Haus.

Auch wenn ich nicht sehr leichtgläubig bin und für diese alten Gruselgeschichten, die man kleinen Kindern erzählt um ihnen etwas angst einzujagen, nur ein müdes Lächeln aufbringen kann, gehen mir diese Geschichten nicht aus dem Kopf.

So besagt eine, das in diesem Haus eine kleine Familie lebte und der Vater eines Tages seine Frau und seine Kinder erhängt im Keller aufgefunden haben soll.Anscheinend soll die Frau die ewige Tyrannei des Vaters nicht mehr ausgehalten haben und hat sich mitsamt ihren Kindern erhängt.Kurz darauf soll sich der Vater selbst erhängt haben und nun streift sein Geist durch dieses Haus um seine Trauer und seine Wut an denen auszulassen die sein Haus betreten.

Aber wie gesagt, es sind nur Gruselgeschichten die man sich hier und da mal erzählt.

Wir fuhren also fort damit das Zelt aufzubauen und unsere Schlafgelegenheit zu richten. Wir entzündeten ein Lagerfeuer, steckten ein paar Marshmallows an Stöcke und brieten sie über dem Feuer.

Es war bereits dunkel geworden und wir erinnerten uns an die Zeit in der Schule und mussten über so manches Erlebnis herzhaft lachen.

Irgendwann später, ich weiß nicht wie viel Uhr es war, aber es muss recht spät gewesen sein, waren wir kurz davor ins Bett zu gehen, da schaute mich Danny mit einem verschwörerischen Blick an und schlug vor „Wie wärs. Eine Mutprobe. Wer es schafft in das Farmhaus einzubrechen und aus dem Keller etwas als Beweis mitzubringen der bekommt meine alte Playstation. Das war wirklich fies denn ich und Charly rissen uns schon seit Monaten darum wer sie haben darf.

Ich wollte das nicht machen, nicht mal für eine Playstation. Doch andererseits wollte ich auch nicht als Feigling dastehen, also versuchte ich mich da irgendwie raus zureden und sagte „Das ist doch bescheuert. Wie in einem schlechten Horrorfilm. Und außerdem will ich deine Playstation gar nicht mehr haben, ich mach ja eh nach den Sommerferien eine Ausbildung, dann kann ich mir selbst eine kaufen.

Charly sagte nichts dazu.

Dann sagte Danny, mit einem leicht verachtenden Unterton „Hast wohl Angst was?Komm schon du Schisser ich geh auch mit.“

Charly zuckte mit den Schultern und sagte „Wieso nicht.Aber wehe ich steh nachher allein in dem Haus weil ihr zu viel Angst habt!

Beide fingen an zu lachen. Ich lachte mit, obwohl ich es gar nicht zum lachen fand, denn langsam bekam ich echt ne Mordsangst.

Wir packten also unsere Taschenlampen und liefen los.

Nach gefühlten 5 min standen wir vor diesem alten Haus.

Es wirkte bedrohlich. Wie ein schlafendes Monster und der Eingang, der offen stand, wirkte wie ein aufgerissenes Maul das nur darauf wartete uns zu verschlingen.

Danny setze den ersten Schritt in das Haus, dann Charly, dann ich.

Nun standen wir im Wohnzimmer, leuchteten in die Ecken, untersuchten die anderen Räume. Das Haus bestand nur aus 2 Stockwerken, das in dem wir uns befanden und den Keller.

Auch wenn meine Augen sich inzwischen an die Dunkelheit gewöhnten und dazu der Mond hell in die Fenster schien hatte ich immer noch eine Heidenangst. Ich wollte so schnell wie möglich wieder raus und ging schon in Richtung Tür mit den Worten „Wie langweilig.Hier ist nichts besonderes zu sehen. Ich versuchte zwar cool zu wirken, doch Danny musste bemerkt haben wie viel Angst ich in Wirklichkeit hatte, denn er sagte mit einem Grinsen auf dem Gesicht „Warte.Hast du denn die Mutprobe schon vergessen?Oder hast du zu viel Angst.“ Nun reichte es mir. Ich sagte, vielleicht etwas zu energisch „Ja verdammt.Ich hab zu viel Angst, ist es das was du hören wolltest?Mir liegen alte verlassenen Farmhäuser nun mal nicht!!!“

Danny antwortete„Ist ja gut, tut mir echt leid.Gehen wir Charly.“

Doch Charly blickte zu der Tür die in den Keller führt und sagte, mit ganz ruhiger stimme „Ich machs. Ich geh in den Keller und werd euch beiden beweisen das dort nichts schlimmes ist!“

Tja so war er nun mal.Manchmal glaubte ich, hatte Charly vor nichts Angst.Er war schon immer der Mutige und Impulsive von uns.

Ich und Danny versuchten noch ihn davon abzuhalten, denn nun sah ich auch Danny an das es ihm nicht ganz geheuer war.

Doch Charly ließ sich nicht davon abhalten. Er war von dieser Sache richtig angefressen.

Er ging also die alte Treppe in den Keller hinunter. Sie knarzten unter seinen Füßen und ich hatte Angst das sie womöglich noch einbrechen würden.

Doch das war rückblickend wohl das kleinste unserer Probleme.

„Hier unten ist nichts. rief er.Ich spürte wie ich mich etwas entspannte.

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Doch dann hörte ich Schritte?...Sie waren schwer und schleppend.Sie kamen aus dem Keller. Danny hörte sie anscheinend auch, denn nun rief er „Charly lass den scheiß du kannst uns keine Angst machen.“ Keine Antwort.......

Wieder Schritte, die selben wie eben.Ein lauter Krach als wäre ein Regal umgestoßen worden.

Danny rannte die Stufen herunter und schrie „Charly alles klar bei dir? Ich komm jetzt runter!“

Ich versuchte Danny noch davon abzuhalten doch es war zu spät, schon verschwand er in der Dunkelheit. Ich beneidete ihn.Er hatte so viel Mut. Ich wartete gefühlte Zehn Minuten auch wenn in Wirklichkeit nur ein paar Sekunden vergangen waren.

Dann wieder Schritte ein Keuchen, ein Röcheln. Dann wieder dieser Krach als hätte jemand etwas großes umgestoßen.

Nun war es mir egal, ich schluckte meine Angst, die sich inzwischen in blanke Panik verwandelt hatte, herunter und ging die Treppe hinunter.

„Leute wenn das ein Scherz sein soll finde ich das wirklich nicht komisch! in meiner Stimme hörte man die Hoffnungslosigkeit, das dies lediglich ein Scherz sein könnte, förmlich heraus.

Im Keller war es noch dunkler als im Rest des Hauses. Ein kleines Fenster ließ nur spärlich etwas Mondlicht hinein.

Meine Augen gewöhnten sich nur schwer an die Dunkelheit, da sah ich etwas in der tiefen Dunkelheit.

Ich spürte ein kalten Luftzug an meinem Gesicht.

Dann sah ich es....nein ich sah IHN.

Ein Mann, er war groß, ungewöhnlich groß.Seine Haut war Grau, sein Gesichtsausdruck traurig, sein Mund wie zu einem schreie geweitet.doch es war Still.

Ich war gelähmt vor Angst.Vor diesem Anblick. Das einzige was mir durch den Kopf schoss war die Frage „Wo sind nur Danny und Charly verdammt?“

Nun konnte ich mich wieder bewegen. Ich wollte wegrennen doch ich stolperte über meine eigenen Beine und stürzte unsanft auf mein Gesicht. Meine Nase fing an zu bluten, sie pochte vor Schmerz doch ich ignorierte das.Ich wollte nur hier raus, stand auf rannte zur Treppe, wollte durch die Tür, doch sie war verschlossen.Dann hörte ich die Schritte in der Dunkelheit, sie kamen näher ich konnte nichts sehen, da fiel es mir schlagartig ein.Die Taschenlampe ich hatte sie ganz vergessen.Ich leuchtete dort hin wo ich das Geräusch vermutete.

Dann sah ich ihn wieder, er hielt ein Seil in seinen Händen und kam auf mich zu.

Nun war es mir klar. Ich würde sterben. An nichts anderes konnte ich in dem Moment denken als an meinen schmerzhaften Tod durch irgendeinen Psycho.

Dann hörte ich ein anderes Geräusch ein Schrei? Nein es waren Zwei.

Aber es waren keine Schmerzensschreie. Nein es klang mehr wie ein Kriegsschrei. Wie wenn Ritter aus alten Tagen das Schlachtfeld stürmen.

Ich sah Charly und Danny wie sie gemeinsam auf den Mann zustürmten. Sie rissen ihn zu Boden. Ein lauter Knall. Meine Taschenlampe viel mir vor Schreck aus der Hand. Ich sah nur noch ein grelles Licht und die zwei Gesichter von Danny und Charly die in der Dunkelheit verschwanden.Aber warte mal sahen sie etwa zufrieden aus? Ja genau sie hatten gegrinst.

Ich rief in die Dunkelheit „Leute was war das?Geht es euch gut?Verdammt, antwortet mir doch!!!“

Ich sah aus dem kleinen Fenster. Die Sonne ging inzwischen auf und ließ endlich Licht in den Keller.

Was ich dann sah ließ mir Tränen in die Augen schießen. Besser gesagt ich heulte, wie ich noch nie zuvor geheult habe.



Danny und Charly sie ….hingen da.

Sie hingen an einem Strick das, an einem Rohr, an der decke befestigt war.

Sie waren tot.

Erhängt.



Aber wo ist der Mann hin und wie konnten Charly und Danny mich retten wenn sie doch dort …..hingen?

Ich konnte nicht mehr. Rannte aus dem Keller, aus dem verdammten Haus, auf die Wiese und übergab mich. Ich war noch voll schockiert und verharrte eine weile auf dem nassen Gras.

Dann realisierte ich die ganze Situation erst richtig und rannt zu unserem Zelt. Ich kramte in meinem Rucksack nach meinem Handy. Ein Glück, trotz Wald hatte ich hier Empfang. Ich rief die Polizei.



Tja, was soll ich dazu noch sagen. Ein Streifenwagen kam und als sie sahen was passiert war riefen sie Verstärkung.

Sie untersuchten das Haus und den Keller gründlich konnten aber keinerlei DNS oder ähnliches finden.

Sie verdächtigten sogar mich doch nach einiger Untersuchungen stellten sie fest das ich es unmöglich gewesen sein konnte.



Nachdem ich ihnen alles haargenau so geschildert hatte wie es passiert war wollte ich mit dem Fall nichts mehr zu tun haben.

Bis Heute bin ich davon überzeugt das mich der Geist jenes Vaters angreifen wollte und die verstorbenen Seelen meiner zwei besten Freunden mich vor meinem Tod bewahrt haben.



Ich bin ihnen jeden Tag meines Lebens dafür dankbar und gleichzeitig falle ich jedes mal in tiefe Trauer wenn ich an sie zurück denke.

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