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Hallo.

Ich möchte dir, oder euch, eine Geschichte erzählen. Von dem Tag, an dem sich mein Leben für immer verändern sollte. Ich muss jeden warnen, bevor euch das gleiche passiert wie mir. Ich kann nicht zulassen, dass noch irgendjemandes Leben deswegen zerstört wird. Also lest das bitte gut durch.

Alles begann vor ca. 10 Jahren. Damals, ich war siebzehn, bin ich mit meiner Klasse auf eine Klassenfahrt nach Deutschland gefahren, den genauen Standpunkt habe ich leider vergessen. Es war wohl eher eine Art Zeltlager. Ich hasste sowas und wollte eigentlich nicht mit. Aber, da meine Mutter mir nicht glaubte, als ich versuchte mich krank zu stellen, musste ich wohl doch mit. Naja, ich wäre wohl besser daheim geblieben.

Am Abend des ersten Tages war ich schon sehr verwundert über die Natur dort. Es war seltsam ruhig. Nicht einmal Naturgeräusche waren zu hören. Überhaupt nichts. Aber außer mir fiel das offensichtlich niemandem auf. Also, am Abend des ersten Tages, wir waren alle sehr müde, hatte niemand Lust zu feiern oder Party zu machen. Also verkrochen wir uns schnell in unsere Zelte und schliefen bald ein. Jeder hatte sein eigenes Zelt, wir sollten selber welche mitbringen. Manche teilten sie auch mit Freunden. Ich hatte nie sonderlich viele Freunde und schon gar nicht in der Klasse.

Doch mitten in der Nacht wachte ich auf. Warum zum Teufel bin ich aufgewacht? Es war still wie am Tag auch! Ich schüttelte den Kopf und wollte mich grade wieder hinlegen, als ich dann doch etwas hörte. Es war eine Art Wimmern. Oder eher ein Schluchzen? Ich war unschlüssig, also zog ich mich an und ging aus meinem Zelt. Das war der größte Fehler meines Lebens. Als ich draußen war, bemerkte ich sofort den dichten Nebel. Unsicher tastete ich mich voran und fragte, wer da sei, vielleicht hatte sich jemand verletzt? Ich machte ein paar Schritte und rief immer wieder: "Hallo? Ist da wer?" Das Wimmern wurde leiser und so folgte ich ihm.

Ihr werdet bestimmt denken, wieso folgte ich diesem Geräusch unter diesen Umständen überhaupt? Nun, ich weiß es leider selbst nicht. Aber ich tat es, leider. Ich bemerkte überhaupt nicht, dass ich mich immer weiter von meinem Zelt und den anderen entfernte. Jedenfalls bemerkte ich es erst, als das Wimmern plötzlich verstummte. Was ging da vor sich? Ich rief erneut. Keine Antwort. Ich drehte mich um, da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, wie weit ich wirklich gelaufen war, und erschrak, als ich nichts als Nebel sah. Ich verfiel in Panik und verlor die Orientierung. Ich stolperte durch das Unterholz des Waldes ins nirgendwo.

Irgendwann sah ich dann ein Haus. Es sah aus wie in einem dieser schlechten Horrorfilme. Wie ein Gruselhaus eben. Aber zu diesem Zeitpunkt war das echt angsteinflößend. Da ich nicht im Wald versauern wollte, ging ich auf das Haus zu. Ich öffnete die Tür, sie knarzte, als ich sie öffnete. Es gab nur einen Raum. Er war leer. Jedenfalls fast.

Eine kleine Gestalt saß darin. In einer Ecke, ganz zusammen gekauert. Die Gestalt wimmerte. Das war es also gewesen. Ich machte ein paar Schritte auf sie zu, da hörte ich eine Stimme. Eine Stimme, die nicht menschlich klang: "Bleib stehen! Keinen Schritt weiter!"  Ich blieb stehen. Die Gestalt erhob sich, langsam, zitternd. Nach einer Ewigkeit, wie es mir schien, stand sie dann aufrecht. Ich konnte Ihr Gesicht nicht sehen, es war zu dunkel. Dann sagte sie erneut etwas zu mir.

"Schön, dass du gekommen bist. Es passiert nicht oft, dass hier jemand erscheint. Das letzte Mal war ich es. Und das war vor elf Jahren." Verwirrt starrte ich die Gestalt an. "Was meinst du damit?"

"Dies ist das Haus des Schreckens, alle elf Jahre kommt ein Mensch, der hergelockt wurde, und ersetzt seinen Vorgänger. Du bist mein Nachfolger! Ich danke dir."

Die Gestalt bewegte sich auf mich zu, langsam, wie ein alter Mann. Als sie bei mir ankam, schaute ich ihr ins Gesicht und ich wünschte, ich hätte es nicht sehen können.

Es war ein Gesicht, wie ich es noch nie gesehen habe. Es war blutverschmiert. Die Augen waren nur noch kleine Knöpfe in den Höhlen. Sie starrten mich an. Diese Augen. Der Mund der Gestalt verzog sich zu einem Lächeln. Sie hob ihre Hand, ich konnte mich nicht bewegen. Sie schnitt mir eine Wunde in die Wange und leckte daran. Ein Schmerz, den ich noch nie zuvor gespürt hatte, durchfuhr meinen Körper. Dieser erschlaffte, ich bewegte mich wie automatisch auf den Platz der Gestalt und sackte dort in mich zusammen.

Diese hob ihre Hand und löste sich in Luft auf.

Und seitdem sitze ich hier. Ich kann mich nicht bewegen und starre unentwegt auf einen Punkt. Ich werde hier sitzen, bis mich mein Nachfolger ablöst. Das wird wohl in einem Jahr sein. Ich bitte euch! Geht auf keinen Fall auf eine Klassenfahrt in der Nähe oder gar in einem Wald innerhalb des nächsten Jahres. Ich möchte nicht, dass jemand mein Leid teilen muss und dass noch jemand sein Leben dadurch zerstört. Bitte... hört auf mich!



Das war meine erste selbstgeschiebene CP! Hat sie euch gefallen? Wenn ja schreibt mir doch bitte ein Feedback, Kritik ist natürlich auch erwünscht. :)

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