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Scary closet

Ängstlich kauere ich in der Ecke meines Zimmers und blicke starr vor Angst auf meine Schranktür. Immer wieder höre ich dieses laute Klopfen auf dem morschen Holz. Bei jedem Schlag, der auf die Tür trifft, zucke ich zusammen und wünsche mir innerlich, dass ich niemals in dieses Haus gezogen wäre. In regelmäßigen Abständen ertönt ein weiteres Klopfen. Ich umklammere meine Knie und beginne immer stärker zu zittern. Meine Zähne klappern und ich kralle mich in meine Oberschenkel.

Plötzlich hört das Klopfen auf. Ich sehe auf und fange an mich wieder zu beruhigen. Langsam löse ich mich aus meiner verkrampften Haltung und krieche näher an die Tür heran. Im Holz sind viele, kleine Löcher, die wohl von Würmern oder ähnlichen Tieren stammen, was es mir ermöglicht einen kleinen Blick durch die Tür zu erhaschen. In dem Moment erscheint ein unheimlicher Schatten vor dem Loch, durch welches ich blicke.

Erschrocken weiche ich zurück und während ich wieder in meine Ecke krieche und mich zusammenkauere, ertönt abermals dieses dumpfe Klopfen gegen die Schranktür. Ich halte das nicht mehr aus! Ich habe das nicht verdient! Schließlich habe ich niemals jemandem etwas getan und ich kann mir beim besten Willen nicht erklären was das für ein Wesen ist, geschweige denn, was es von mir will. Plötzlich vernehme ich eine kindliche Stimme von der anderen Seite und das dumpfe Klopfen verstummt.

Mach die Tür auf!

Ich wage es kaum zu atmen und kralle mich nur noch mehr in mein vor Angst erkaltetes Fleisch. Meine Unterlippe beginnt zu beben und in meinen Gedanken male ich mir bereits die gruseligsten Bilder von dem aus, was da hinter meiner Schranktür lauern könnte.

Mach die Tür auf! Zeige dich! Man muss sich früher oder später immer seinen Ängsten stellen.

Ich konnte mich zunächst vor Angst kaum rühren, doch nun weiß ich, dass das Wesen Recht hat. Es geht nun schon seit Wochen so. Heute klopft es zwar zum ersten Mal bewusst an meine Tür, aber ich wusste schon immer, dass es da war. Es lief umher, redete und manchmal lachte es ganz abscheulich. Aber ich habe genug vom Fürchten. Meine Angst ist immer noch groß, doch ich bin entschlossen, der Kreatur gegenüberzutreten. Langsam stehe ich auf, gehe auf die Schranktür zu und mit zittrigen Knien - verlasse ich den Schrank.

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