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In Mexiko, genauer gesagt in der karibischen See, gibt es ein sogenanntes "Unterwasser Museum", das von interessierten Tauchern besucht werden kann. Und ich kann euch sagen, besucht niemals diesen verfluchten Ort!

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Es ist kein Museum im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine willkürliche Ansammlung von Statuen. Man kann eine Gruppe von Kindern sehen die sich an den Händen hält, Statuen die scheinbar Erwachsene darstellen, die dem Kampf gegen das Ertrinken erlegen sind und apathisch am Boden liegen. Sogar Statuen von Personen die wohl noch ihren alltäglichen Gewohnheiten nachgehen, als ob sie vergessen hätten das an diesem Ort nichts mehr wichtig ist was sie tun. Was sie aber alle gemeinsam haben, ist das leise, gurgelnde Wimmern, das man hören kann, wenn man nah an sie heran schwimmt. Es wirkt alles wie ein Ort an dem Grausames passiert zu sein scheint. Zu diesem Phänomen gibt es aber von offizieller Stelle keine Erklärung. Manche sagen es seien Strömungen, die durch Risse des Gesteins fließen und Temperaturschwankungen, die diese zum Knacken bringen.

Das Bizarre an der Geschichte ist, das niemand weiß, wer die erste Statue aufgestellt hat. Mittlerweile wird dieser Ort trotz seiner mysteriösen Herkunft sogar von den Anwohnern beworben um Touristen anzulocken.

Ich habe während der Reise an diesen Ort aus Neugier viele Anwohner gefragt was sie darüber wissen, jedoch haben die meisten mich seltsam angesehen und geschwiegen. Andere waren sichtlich eingeschüchtert und wollten schnell das Weite suchen, wieder anderen kamen Tränen in die Augen und sie schienen gedankenverloren einen Verlust zu betrauern.

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Natürlich wurde ich dadurch nur noch neugieriger und habe den Leuten Geld für Informationen angeboten. Nach einem weiteren Tag der erfolglosen Suche habe ich in einem Souvenier-Shop, in einer dunklen Seitengasse, eine alte Frau gefunden die nach meiner Frage wieder zu weinen anfing. Diesmal wollte ich nicht aufgeben und bot ihr noch etwas mehr Geld an. Sie biss an, aber was sie mir daraufhin erzählte, ließ mich erschaudern. Ich schreibe das hier um Menschen davon abzuhalten diesen Ort zu besuchen, aber bezweifle dass es mehr Wirkung hat, als in irgendeinem Forum für Gruselgeschichten zu landen.

Die Frau erzählte von ihrer Tochter. Wie glücklich und fröhlich sie war, als sie noch lebte. Sie liebte das klare Wasser des Meeres und konnte kaum davon abgehalten werden sich immer wieder zum Schwimmen aus der Wohnung zu stehlen. Irgendwann fing auch sie an eine Begeisterung fürs Tauchen zu entwickeln, aber von da an dauerte es nicht lange und sie kehrte eines Tages nicht zurück. Die ganze Gegend wurde nach dem Mädchen abgesucht. Erfolglos. Auch Taucher suchten die Strände ab, was von ebenso viel Erfolg gekrönt war. Nach einiger Zeit wurde die Suche nach der Tochter der Frau aufgegeben, mit der Begründung, dass das Mädchen wohl gefressen, oder ins Meer hinausgetrieben wurde.

Aber die Frau wollte sich damit nicht abfinden. Sie begann selber jeden Tag, sobald sie den Laden schloss, auf die Suche zu gehen. Aber es war genauso erfolglos, wie alle Versuche zuvor. Zumindest bis sie das besagte "Museum" abzusuchen begann. Sie sah einen Mann auf einem Fahrrad, eine Person an einem Schreibtisch in die Arbeit vertieft - und dann auch die Kinder, die sich an den Händen hielten. Sie schwamm einmal um sie herum und erkannte plötzlich, inmitten unter ihnen, ihre Tochter. Die Feinheiten des Gesichts waren nicht mehr genau zu erkennen und die Vegetation des Meeres hatte sich schon auf dem Stein breit gemacht. Aber sie wusste es war sie! Und sie hörte auch das leise Wimmern der Steine.

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Die Frau schwamm näher an den Mund ihrer Tochter heran - von dort schien dieses Wimmern zu entstehen - und hörte plötzlich die verzerrte, gluckernde, ihr aber sehr bekannte Stimme ihrer Tochter. "Mama, bitte hilf mir! Wir möchten nicht mehr ertrinken!". Als sie erschrocken einen Meter zurück schwamm sah sie, dass sich die Gesichter aller Kinder im Kreis zu ihr herum gedreht hatten. Sie besuchte den Ort nie wieder.

Etwas verstört von der Geschichte der Frau begab ich mich wieder zurück ins Hotel und begann erneut zu recherchieren. Die Zahlen der an der Küste verschwundenen Anwohner und Touristen passte genau auf die Anzahl der Statuen. Und laut Angaben des "Museums" kann man jedes Jahr zur Touristen-Hochphase eine neue bewundern.

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