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Bevor ich sterbe, möchte ich, dass die Nachwelt erfährt, was ich erlebte. Was sie uns alles antaten und wie das alles passierte. Ich muss mich beeilen, ich höre schon seine Schritte durch den ganzen Flur schallen. Dennoch verstecke ich mich, um alles schnell aufzuschreiben...

Nun denn, ich beginne dann mal mit mir: Mein Name ist Max und ich bin 16 Jahre alt. Ich habe keine wirklichen Freunde, niemals hat sich jemand so richtig für mich interessiert. Selbst bei meinen Eltern hatte ich nie das Gefühl, dass sie mich liebten. In der Schule bin ich nicht gerade der Klassenbeste und zudem werde ich oft gehänselt und geärgert, weil ich ständig Fehler machte.

Oft frage ich mich, warum ich nicht angesehen und beliebt sein kann wie die anderen. Jeder hasst mich, sogar die Lehrer reißen Witze über mich und geben mir schlechte Noten.

Dennoch kenne ich jemanden, der mich versteht, mir Liebe gibt, immer für mich da und ein bester Freund ist. Es ist mein Hund Rex. Sicher klingt das verrückt, dass ein Hund mein bester Freund ist, aber wenn man niemanden hat, der für einen da ist, nicht ein mal seine Eltern, dann ist das eben so.

An jenem Tag war ich wie sonst auch mit Rex spazieren, dennoch war er sehr unruhig und nervös, als ob uns etwas verfolgte.

Bevor ich handeln konnte passierte das, was ich nie in meinem Leben erwartet hätte: Ich hörte einen Schuss! Ob ich wirklich... war ich tatsächlich tot? Nein, ich lebte noch, aber als ich wieder zu mir kam, sah ich, wie Rex tot umfiel... Er wurde wirklich erschossen?! ich hatte panische Angst. Wieso sollte irgendjemandem etwas solches auch nur annähernd in den Sinn kommen?!

Als ich wieder zu mir kam und mich vergewissern wollte, ob er wirklich tot war, packte mich jemand von hinten und schlug mich nieder. Es dauerte eine Ewigkeit bis ich zu mir kam, doch als ich wieder klar sehen konnte, saß ich gefesselt in einem Raum, wo vier andere Jugendliche ebenfalls gefesselt auf dem kühlen Boden saßen. Wir hatten alle Angst und dachten, sie wollten uns töten.

Der Fünfte von uns fing an, durchzudrehen. Ohne jegliche Hemmungen schoss einer der Entführer mit einer Waffe auf ihn und tötete diesen. Er sagte zu uns, dass wir, wenn wir nicht so wie er enden wollten, ihre Anweisungen befolgen sollten. So würden wir vielleicht lebendig heraus kommen. Während er uns das sagte, lachte er.

Sie gaben uns Nummern als Namen. Ich war die Nummer 1, der, der neben mir gesessen hatte, war Nummer 2, neben ihm hatte Nummer 3 gesessen und der Lebende war Nummer 4.

Sie erzählten uns, dass wir Teil eines Projektes wären, weil wir nicht wichtig sind, nie etwas erreichen würden und uns ohnehin niemand vermissen würde. Dieses Projekt trug den Namen 'Projekt 915'. Ein Schauer lief mir über den Rücken, als ich es erfuhr. All meine Gedanken sammelten sich um eine Frage: "Was haben sie nur mit uns vor...?"

Ab diesem Moment begann alles; sie teilten und in 2er-Pärchen auf. Als erstes waren Nummer 2 und ich an der Reihe. Sie schleppten uns in einen, so nannten sie es, Experimentierraum.

Der Experimentierraum jagte mir Angst ein. Auf dem Boden waren überall eklige Blutlachen und ich glaubte, ein Auge in einer der selbigen erkannt zu haben; ich hatte das Gefühl, dass es mich permanent ansehen würde. An den Wänden, in den verrosteten Regalen standen Einmachgläser. Der Inhalt der Gläser, jedenfalls dessen Konsistenz, ließ mich darauf schließen, dass sich Gehirne in den Gläsern befanden. Es war einfach grausam, sadistisch und ekelhaft.

Sie spritzten Nummer 2 und mir einiges, wir wussten nicht, was es war. Das Einzige, was sie uns dazu sagten, war, dass sie die Reaktion eines menschlichen Körpers auf die Inhalte der Spritzen testen wollten. Ich hattee solche Angst. Sie zerriss meine Seele, nagte an meinen Gedanken und fraß mich beinahe auf...ich verlor langsam, langsam aber sicher, meinen Verstand, den sie aus den tiefsten Winkeln meines gequälten Lebens hervorzulocken versuchten..

Als wir wieder zurück in dem ursprünglichen Raum waren, war mir ziemlich komisch zumute. Mir war schwindelig und ich hatte Kopfschmerzen. Nun holten sie auch Nummer 3 und Nummer 4. Da hörten wir auch schon ihre Schreie duch durch den Flur hallen...

Nummer 2 redete unaufhörlich auf mich ein und meinte, dass die Sachen, die sie uns spritzten, unsere Gene verändert hätten, und dass sie uns Krankheiten gespritzt hätten... Er war fest davon überzeugt, dass sie uns verrückt machen sollten, uns krank machen und uns im Endeffekt umbringen würden.

Wir schliefen eigentlich, doch etwas riss mich aus dem Schlaf. Ich sah mich um, und fragte Nummer 2 was los sei. Schreie drangen bis zu uns in den Raum. Nummer 3 und Nummer 4 waren anscheinend noch immer im Experimentierraum. Schwach konnte ich hören wie Nummer 3 vor Wut schrie und durchdrehte und einen der Entführer zu töten versuchte, trotz des Wissens, dass sie uns einfach erschossen wie sie es bei Nummer 5 bereits vorgeführt hatten - vielleicht auch gerade wegen des Wissens...

Nummer 3 hatte es geschafft die Tür aufzubrechen und verhalf uns allen zur Flucht. Ich blieb nah bei Nummer 3 und 2 da mir der Anblick von Nummer 4 Angst einjagte. Er war mutiert, hatte nur noch teilweise den Anschein eines Menschen aber der Rest....

Wir rannten alle, suchten verzweifelt einen Ausgang. Aber wir fanden einfach keinen... Ich fand ein Blatt... es war ein Brief... in ihm stand nicht mehr viel da er von Blutflecken übersät war. Aber immerhin konnte ich den Rest entziffern. Anscheinend war vor uns ebenfalls eine Gruppe hier gewesen von der mindestens einer überlebt haben musste. Ich merkte, dass ich ihn unbedingt finden wollte, sollte ich es hier je lebendig heraus schaffen...

Doch auf einmal begann Nummer 3 auszurasten. Er ging auf mich los. Genau in dem Moment, in dem er auf mich losging wurde sein Kopf einfach durchtrennt... Nummer 4 hatte ihn getötet!? Sein nächstes Ziel war Nummer 2... Ich versuchte in der Zeit, wo er Nummer 2 das Herz aus der Brust riss, mich in Sicherheit zu bringen, fort von diesem schrecklichen Ort....

Ich entdeckte einen Raum und flüchtete mich dort hinein. Schnell schloss ich die schwere Tür hinter mir zu. Von der anderen Seite der Tür her drangen Geräusche zu mir. Es war ein erschütternder Schrei und ein dumpfer Schlag, anscheinend war etwas auf den Boden gefallen... Nummer 4 hatte Nummer 2 getötet.... Zweifellos musste ich nun sein nächstes Ziel sein... So bin ich zu der jetzigen Situation gekommen...

Alle sind sie tot. Nur noch Nummer 4 und ich. Er hat unsere Entführer getötet, ohne, dass ich was mitbekam. Deshalb war es wahrscheinlich so einfach, aus dem Versteck zu fliehen.... Ich höre wie er kommt, seine Schritten schallen durch den Flur...

„Komm heraus Mädchen, ich will doch nur spielen“

Seine Stimme klingt abgehackt und hat einen grinsenden Unterton. Mein Herz pump und ich setze hysterisch zu einer Antwort an:

„Verschwinde, lass mich in Ruhe!“ -

„Ich werde dich in euer sogenanntes Paradies bringen...“

Er tritt er immer aggressiver gegen die Tür, bis sie aus den Angeln reißt. Ich sehe eine schwarze Gestalt auf mich zukommen... Es ist endlich vorbei...mir wird schwarz vor Augen...ich sehe seine Klingen aufblitzen, und Dunkelheit umfängt mich...