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Mutproben....in der Jugend hat jeder mindestens eine solche Mutprobe gemacht. Nachts in den Wald gehen, einen Apfel vom Markt klauen oder in die Hausruine der Stadt steigen. All so etwas hat jeder in seiner Jugend getan. In der Regel passiert nicht viel, höchstens bekommt man von seinen Eltern den Hintern versohlt. Doch ich habe bei einer Mutprobe nicht meinen Hintern versohlt bekommen. Ich habe zwei meiner Freunde verloren.

Wir wollten zu den beliebten Schülern dazu gehören und haben uns von ihnen sehr blamieren lassen. Jede Erniedrigung ließen wir über uns ergehen. Das letzte, was wir machen sollten war, nachts in die Schule gehen und vom einem Lehrer die Schularbeit für den nächsten Tag klauen.

Wir haben uns auf Samstag Nacht geeinigt, da auf jeden Fall niemand da sein sollte. Eingestiegen sind wir durch den Raum der Hausmeisters, da wir wussten, dass dieser Raum nicht abgeschlossen war. Wir gingen direkt zum Lehrerzimmer. Joe hatte einen Dietrich dabei und schloss schnell die Tür auf, sodass wir den Raum durchsuchten und schnell den Mathetest fanden. Wir waren eigentlich schon wieder auf dem Rückweg, als Kevin etwas hörte. Da die Schule ein Altbau war, waren die Heizkörper nicht schalldicht und so konnte man oft die Gespräche der Lehrer in einigen Klassenräumen abhören und so hörte Kevin eine Art Singsang. Erst haben wir ihm nicht geglaubt, doch als wir genau hinhörten, konnten wir es auch hören, doch konnten nichts verstehen. Uns packte die Neugier, was es damit auf sich hatte, wer Samstag Nacht in der Schule einen Singsang macht. Wir dachten, dass ein Lehrer vielleicht irgendwie eine peinliche Gesangseinlage von sich geben würde im Schutze der Wochenendnacht. Ein Bild von unserer Handykamera davon, wäre bestimmt genauso wertvoll, wie die Testergebnisse. Also wagten wir uns weiter in die Schule. Wir wagten uns zum Keller, den normalerweise nur der Hausmeister und der Schuldirektor betreten konnten, da sie den Schlüssel dafür haben. Allerdings stand die Tür bereits offen.

Der Singsang war nun deutlich aus dem Heizkeller zu hören, aber es war eine Sprache, die keiner von uns verstand. Es klang auch nicht wirklich wie Worte, eher wie kehlige Laute mit merkwürdig klingenden Namen dazwischen. Die Tür zum Heizungskeller war ebenfalls offen, scheinbar rechneten die Leute nicht mit ungebetenen Gästen. Als wir in den Raum sahen, waren wir schockiert und ich konnte mir nur knapp einen schockierten Schrei verkneifen. Dort waren drei Lehrkörper und der Hausmeister, welche in einer Art Zirkel oder Ritual vertieft waren. Sie alle trugen komische Roben mit Symbolen drauf, die scheinbar nur aus Balken und Strichen zu bestehen schienen. Der Anführer, welcher eine Art Krone trug, war der neuste Lehrer an unserer Schule, Herr Zann, für Astrologie und Naturwissenschaft. Er war uralt, wirkte immerzu verschroben und war bekannt dafür, dass er immer mit sich selbst sprach und regelrecht kaffeesüchtig war. Er führte den Singsang scheinbar an. Der Raum war mit einigen Kerzen und Steinen dekoriert, die eine sehr merkwürdige Anordnung hatten.

Im Zentrum von allem war eine kleine Statue, welche eine Art Mensch zeigte, nur merkwürdig deformiert und mit keiner genau bestimmbaren Anatomie. Wir wollten uns grade wieder abwenden und die Spinner bei ihrem Mist alleine lassen, als die Figur anfing zu leuchten und zu schweben. Kevin konnte einen entsetzten Aufschrei nicht verkneifen und die Leute bemerkten uns. Nach wenigen Sekunden des Schocks war es Herr Zann der zuerst seine Stimme wieder fand und sagte. „Ah, die Opfergaben. Bringt sie zu mir!“ Wir nahmen unsere Beine in die Hand und rannten los, doch die anderen Lehrer und der Hausmeister rannten uns ebenfalls hinterher und holten uns schnell ein.

Nun wurden wir in die Mitte des Raumes zu dieser Staue gestellt, die Gesichtsausdrücke der Lehrer machten uns klar, dass wir nicht versuchen sollten zu fliehen. Der Singsang ging erneut los, allerdings hektischer als vorher, als ob ihnen die Zeit ausgehen würde. Erneut fing die Figur das Schweben und Leuchten an, doch anders als vorher brach die Fassade der Staute und violette Tentakel brachen heraus, welche sich nun zu Herr Zann und Kevin wanden und sich in ihre Münder zwangen. Man konnte sehen, wie Energie sich von Kevin zu Herr Zann bewegte über die Tentakel. Vor unseren Augen wurde Kevin immer älter, bis er zu Staub zerfiel, während Herr Zann immer gesünder und jünger wirkte.

Der Tentakel suchten sich das nächste Ziel und fanden es in Joe und das Schreckensbild wiederholte sich. Ich konnte vor lauter Entsetzen mich nicht bewegen und hatte schon mit meinem Leben abgeschlossen. Auch in meinen Mund zwang sich der Tentakel egal wie sehr ich versuchte meinen Mund geschlossen zu halten, doch war er einfach zu stark und ich so spürte wie mein Leben aus mir gesaugt wurde, doch schien ich Glück zu haben, denn der Tentakel verschwand nur einige Augenblicke später einfach wieder. Dieser Zustand verwirrte scheinbar die Lehrkräfte, doch Herr Zann, welcher nun scheinbar 100 Jahre jünger wirkte hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Er packte mich am Hals und flüsterte mir etwas ins Ohr, was mich derart schockierte, das ich erst heute darüber in der Lage bin dies zu verfassen. Er lies mich gehen.


Ich konnte danach keine Schule mehr betreten ohne Panikanfälle zu bekommen. Daher bekam ich danach Privatunterricht, zwar konnte ich dieses Erlebnis vergessen und überwinden, doch konnte ich kein normales Leben führen. Doch nun der Grund, warum ich dies schreibe. Herr Zann sagte Folgendes zu mir. „Schätze dich glücklich, denn mein allmächtiger Gott hat dich zu seinem neusten Jünger gewählt. In 50 Jahren werden wir die nächste Zeremonie abhalten. Vergiss nicht die Opfergaben für ihn und auch uns dazu zubringen!“ Diese 50 Jahre werden nun morgen vergangen sein und ich habe diesen Drang wieder zur dieser Schule zu gehen, mit meinen zwei Enkelkindern als Opfer für meinen Gott und meine Brüder und Schwestern.


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