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Ich schreibe hier verschiedene Beobachtungen nieder von denen ich vermute, dass sie im Zusammenhang stehen, ich es aber weder beweisen noch dokumentieren kann. Ich weiß von Begebenheiten, die ich persönlich aus diversen Gründen glaube.

Zum Einen, wurden sie uns damals vom Vater einer Bekannten erzählt, der zu dem Zeitpunkt die 50 gerade überschritten hatte, in der Zentrale einer staatlichen Bank arbeitete und die Geschichte zwar selbst nicht miterlebt aber dazu vernommen wurde.

Zudem gibt es keinen Grund wieso er uns so etwas erzählen sollte, da es nicht seiner Art entspricht Horrorgeschichten zu erzählen.

Im Laufe meiner Recherchen zu dem Vorfall fand ich absolut gar nichts. Das Internet hatte nichts darüber und auch in alten Zeitungsarchiven wurde ich nicht fündig. Wobei dies wiederum so wenig war, dass es schon verdächtig erschien.

Ich begann also auch damit meine Eltern zu befragen, auch hier stieß ich auf ein paar Bruchstückhafte Erinnerungen und viel: „könnte, meine ich und genau weiß ich es nicht mehr“.

Schließlich kam mir der Gedanke, die Anwohner in unmittelbarer Nähe zu befragen. Man kann nicht unbedingt sagen, dass dieses Unterfangen erfolgreich war aber immerhin bekam ich doch zwei Aussagen, die zusammen mit der des Vaters ein recht ordentliches Gesamtbild ergaben.

Der VorfallBearbeiten

Bevor ich auf die Umstände eingehe, möchte ich die Tat schildern und zwar so wie ich es erzählt bekommen habe. Anhand der Angabe des Vaters nehme ich an, dass die Tat heute ca. 40 Jahre zurück liegt. Wir wohnen in einer größeren Stadt im Odenwald. Umso verwunderlicher ist es, dass man darüber keine Zeitungsartikel findet. Auf jeden Fall wurde an einem Sonntagmorgen der Leichnam eines 29 Jährigen gefunden. Fundort war eine alte Beobachtungsplattform, zu der man über einen relativ großen Parkplatz kommt.

Das Opfer wies zum Zeitpunkt des Auffindens folgende Verletzungen auf:

  • Beide Hände waren  mit einem scharfen Gegenstand abgetrennt worden (evtl. einer Sichel, es gab keine Reißspuren).
  • Von der rechten Schulter bis knapp unter den rechten Ellbogen verlief ein unsauber ausgeführter Schnitt, der den Knochen größtenteils frei gelegt hat. (Die Wundränder waren ausgefranzt).
  • Der linke Arm war bis auf drei kleinere Einstichlöcher unversehrt. Ob dem Opfer etwas injiziert wurde ist den Zeitzeugen nicht bekannt.
  • Die Beine waren gebrochen, die Knochen ragten an diversen Stellen sogar durch den Stoff der Hose.
  • Das linke Ohr fehlte ganz, das rechte Ohr war mit Kerzenwachs versiegelt worden (höchst wahrscheinlich während das Opfer noch lebte).
  • Sämtliche Weichteile des Gesichts wie Augen, Lippen, Nase und sogar die Zunge fehlte komplett (Wildfraß konnte ausgeschlossen werden).

Es ist davon auszugehen, dass es weitere Verletzungen gab, diese aber den Zeugen nicht bekannt sind.

Die Szenerie am Tatort

Der Mann wurde von einem Spaziergänger gefunden der mit seinem Hund unterwegs war. Der Zeuge muss gegen 6 Uhr in der Frühe auf dem Parkplatz angekommen sein. Er wunderte sich darüber, dass so früh bereits ein anderer Spaziergänger unterwegs war. Dies hatte er anhand des parkenden Fahrzeuges festgestellt. Er überquerte den Parkplatz und steuerte direkt auf die Plattform zu. Von weitem meinte er einen Schlafenden an einen Baum gelehnt zu erkennen. Bei näherem Betrachten  fielen ihm die Blutflecken sowie die ungewöhnliche Körperhaltung des Liegenden auf. Er näherte sich ihm und eilte zum nächstgelegenen Nachbarn (einer meiner Berichterstatter) als er den Toten als solchen erkannte. Dieser alarmierte umgehend die Polizei.

Dem Zeugen waren offenbar keine anderen Personen aufgefallen. Im Nachhinein wurde nicht davon ausgegangen, dass es sich bei dem Fundort um den Tatort handelt, da in diesem Falle eine weitaus größere Menge Blut vorgefunden worden wäre. Der Tatort konnte nach Aussage „meines“ Zeitzeugen nicht lokalisiert werden. Ansonsten war offenbar nichts Ungewöhnliches am Fundort.

Das OpferBearbeiten

Michael K. war deutscher Staatsbürger und wohnte von klein auf in dieser Stadt. Der 29 Jährige finanzierte sich sein Studium mit diversen Gelegenheitsjobs. Er hat keine direkten Angehörigen außer seiner Freundin Britta S. mit der er seit knapp 3 Jahren liiert war. Seine Freunde und Bekannten beschrieben ihn als ruhig, zuverlässig und fast schon ein wenig übervorsichtig.

Seine Freundin hatte später ausgesagt, dass sie sich Freitagabend mit Michael gestritten hatte.  Anlass war, dass er einen Geburtstag, den die beiden am Abend besuchen wollten, kurzfristig abgesagt hatte. Er sei nicht wie verabredet in ihre Wohnung gekommen sondern hätte sie angerufen und ihr mitgeteilt, dass er starke Kopfschmerzen hätte und aus diesem Grund der Feier fern bleiben würde. Sie war verärgert, da er schon seit Tagen über Kopfschmerzen klagte, allerdings keinen Arzt aufsuchen wollte. An diesem Abend hatte sie jedoch das Gefühl, er wolle sie vertrösten. Sie stritten sich und sie legte wütend den Hörer auf. Da Michael auch nicht zurückrief brach Britta gegen 19 Uhr auf um den Geburtstag alleine zu besuchen, dort wurde sie von mehreren Zeugen gesehen. Am Samstag versuchte sie Michael zu erreichen, allerdings ohne Erfolg. Sie ging davon aus, dass er seinem Nebenjob als Kellner nachging und erfuhr die Wahrheit erst als die Polizei sie am Sonntag kontaktierte und über Michaels Tod informierte.

Mutmaßungen und GerüchteBearbeiten

Soweit die Fakten. Seitens der Polizei wurde tagelang nach einem dubiosen Drohbrief gesucht, den Michael ein paar Tage vor der Tat erhalten hatte. Dieser war nicht mehr auffindbar. Gerüchten zufolge sollen mehrere Personen unabhängig voneinander solche Schreiben erhalten haben. Meist waren diese, die Vorstufe zu einer Reihe von Stalkingfällen, die mit Michaels Tod jedoch schlagartig endeten.

Der Tatabend wurde angeblich wie folgt rekonstruiert:

Michael hatte laut Aussage seiner Mitstudenten an diesem Freitag ziemlich mürrisch und grüblerisch gewirkt. Später wurde er außerhalb des Unigeländes mit einem Mann gesehen der, seiner Aufmachung nach ein Pfarrer war. Die zwei hatten aufgebracht gestikuliert. Man vermutete, dass Michael dann auf dem Heimweg beschlossen hat sich mit jemandem auf der Aussichtplattform zu treffen. Er benutzte hierfür seinen PKW und hatte den Haarspuren nach ein Schaf(!) bei sich. Er hatte sich dann entweder dort mit seinem Täter getroffen und man fuhr zusammen an den Tatort oder aber Michael fuhr zuerst zum Täter und dieser brachte ihn dann nach der Tat zum Fundort.

Offene Fragen sind hierzu:

  1. Was hat es mit dem Schaf auf sich? Wurde zu dem Zeitpunkt eines entwendet? Wo ist das Schaf abgeblieben?
  2. Hat jemand ein verdächtiges Fahrzeug in der Nacht gesehen?
  3. Kann jemand Informationen zu dem „Pfarrer“ geben, der am Tattag mit dem Opfer gesehen wurde?
  4. Gab es diese dubiosen Briefe wirklich?

Wirklich dubios ist, dass der Vater meiner Bekannten in eben dieser Nacht vor Ort war. Zwar nicht an, der Plattform selbst sondern einige Meter weiter im Wald. Dort war er mit einigen Freunden, einen Trinken. Hierzu wurden sie später auch von der Polizei befragt – allerdings hatte keiner von ihnen auch nur etwas gehört oder gesehen.

Rätselhaft ist ebenfalls, dass den Polizeibeamten durch einen anonymen Hinweis die genaue Anschrift und Telefonnummer der jungen Männer genannt wurden, die in dieser Nacht dort im Wald ein Gelage feierten. Auch der Hinweisgeber konnte nie ermittelt werden.

Sieben Monate späterBearbeiten

An sich ist diese Geschichte schon merkwürdig genug, doch nach eben sieben Monaten sollte es noch viel sonderbarer werden. Ca. 25 km Luftlinie zu der Aussichtsplattform ist, ebenfalls im Odenwald ein Freilichttheater und in dessen Nähe befindet sich ein Restaurant und ein Wehrturm aus Kriegszeiten.

Wieder an einem Freitagabend hatten sämtliche Besucher, des Restaurants folgenden Vorfall gehört/beobachtet:

Gegen 18 Uhr kam ein älterer Herr den Weg vom Freilichttheater in Richtung des Turms entlang. In Begleitung hatte er eine Frau von ca. 25 Jahren die an einem Seil ein Schaf (!) führte. Beim Näherkommen erkannte man, dass der ältere Herr in die Pfarrersrobe gekleidet war, die Frau hingegen trug ein weißes Kleid, was so richtig gar nicht an diesen herbstlichen Abend passte. Dieses seltsame Pärchen verschwand in Richtung des Turmes. Ungefähr zwanzig Minuten später hörten die Restaurantbesucher einen markerschütternden Schrei aus dieser Richtung kommen. Einige der anwesenden Herren spurteten zum Turm, der sich nicht in unmittelbarer Sichtnähe befand. Was sie dort vorfanden berichteten sie wie folgt:

Es war dunkel und wir sahen keine Menschenseele. Zu hören war ebenfalls nichts mehr. Wir rannten die Treppen hoch zum Turm, der Schrei konnte ja nur von dort gekommen sein. An sich war nichts außergewöhnliches, zu sehen und so betraten wir den Turm und nahmen die Wendeltreppe die im Inneren nach oben führte. Oben angekommen war auch niemand zu sehen und so sahen wir uns in Ruhe um. Es fiel uns auf, dass der Boden mit einer zähflüssigen warmen Flüssigkeit bedeckt war die auch intensiv roch, an einer bestimmten Stelle lagen lange klebrige Fäden darin. Zu dem Zeitpunkt war uns noch nicht klar, dass es sich hier um Blut handelte und die „Fäden“ menschliches Haupthaar war. Einer von uns rutschte dann aus und er bemerkte es dann als er es an den Händen und im Gesicht hatte. Wir schrien durcheinander und eilten zurück zum Restaurant von wo wir die Polizei verständigten.

Anhand der Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Blut um das Blut von Michael K. handelte, dieses war jedoch frisch und noch nicht geronnen, wie also war es möglich, dass das Blut von jemandem der seit 7 Monaten tot war, dort an diesem Ort auftaucht. Die Haare wurden seiner Freundin Britta S. zugeordnet. Sie war an diesem Abend nicht von der Arbeit nach Hause gekommen. Die Restaurantbesucher konnten Britta S. anhand von Bildern eindeutig als diejenige identifizieren, die mit dem „Pfarrer“ unterwegs war.



Die Umstände zum Tod von Michael K. sowie dem Verbleib von Britta S. sind noch immer ungeklärt.

Odenwaldschaffraupriester

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