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Kennt ihr diesen Ort? Diesen Ort, welcher euch früher so viel Freude empfinden lassen lies? Der Ort, welcher für euch der Schönste auf Erden war? Nun, ich kenne ihn. Für mich war es ein kleiner Vergnügungspark in der Nähe meines damaligen Wohnortes. Der Park war weder sonderlich bekannt, noch modern ausgestattet, aber für mich war er trozdem der beste Vergnügunspark auf der ganzen Welt.

Umso schockierender kam es, als ich erfuhr, dass er geschlossen werden würde. Ich konnte es einfach nicht fassen. Wie konnte ein so schöner Vergnügungspark einfach so geschlossen werden? Dieser Ort war für mich meine Kindheit. Das Karussel, die Geisterbahn, die vielen verschiedenen Imbissstände und nicht zu vergessen: das Spiegelkabinett. Ich bin früher ziemlich oft in das Spiegelkabinett gegangen, da dieses Kabinett ein beruhigende Wirkung auf mich hatte. So ganz umgeben von Spiegeln hatte ich das Gefühl, dass es nur mich und keinen anderen Menschen gab, welche mich bei meiner Ruhe störten. Man, ich liebte dieses Kabinett wirklich.

Ich dachte gerade über all das nach, als ich plötzlich eine Idee hatte. Ich könnte doch nachts noch ein letztes Mal zu diesen Park gehen. So könnte ich ganz alleine noch mal alles angucken und mich verabschieden. Und vor allem könnte ich dann ein letztes Mal das Spiegelkabinett besuchen.

Nach einer Weile spazieren war ich endlich am Park angekommen. Ich schaute ob es irgendwo abgeschlossen war, doch es war alles offen und es war auch kein Nachtwächter oder dergleichen da. Warscheinlich ist der Park zu klein als das jemand dafür irgendjemanden einstellen würde der nachts aufpasst. Ich dachte nicht weiter darüber nach und betrat den Park.

Als ich drin war, ging ich als erstes zu dem Spiegelkabinett. Es dauerte ein Weillchen, da das Spiegelkabinett ganz am Ende des Parkes stand, doch nach ein paar Minuten kam ich endlich an. Ich nahm mir ein Weilchen Zeit, um das Äußere zu bewundern. Es sah immer noch so aus, wie ich es in Erinnerung hatte. Die Jahre hatten den Spiegelkabinett nichts anhaben können. Ich bewunderte das Kabinett noch ein bisschen länger, bis ich mich dazu entschied, es zu betreten. Nun, gesagt getan.

Nachdem ich eingetreten bin konnte ich feststellen, dass sich auch hier nichts geändert hat. Alles sah sogar irgendwie sauberer und polierter aus als sonst. Ich ging eine Weile durch die Gänge und schaute die Spiegel an, welche ein verzerrtes Bild von mir abgaben. Durch die Verzerrungen sah mein Körper teilweise ziemlich komisch aus und mich musste sogar ein bisschen schmunzeln. Ich verbrachte noch ein bisschen mehr Zeit im Spiegelkabinett, bis ich mir sagte, dass es nun Zeit wäre sich von den anderen Attraktionen zu verabschieden. Ich drehte mich um, da ich das Kabinett nun durch den Anfang wieder verlassen wollte, doch etwas stimmte nicht. Direkt hinter mir war statt des Weges nur ein Spiegel zu sehen. Ich starrte den Spiegel an. Wieso stand da plötzlich ein Spiegel? Ich war mir ziemlich sicher, dass ich aus dieser Richtung gekommen war. Ich legte meine Hand auf dem Spiegel, nur um zu gucken ob er auch echt da war. Das war er. Ich war ziemlich geschockt. Wenn dort ein Spiegel stand, aus welcher Richtung bin ich dann gekommen? Ich schaute um mich, doch der einzige Weg war vor mir. Für kurze Zeit stand ich wie gelähmt da, doch dann schob ich einfach alles auf Müdigkeit oder dergleichen. Nach kurzer Zeit Überlegung nahm ich einfach den Weg vor mir und ging weiter.

Während ich weiter durch das Kabinett ging, breitete sich ein Gefühl von Ungehaglichkeit in meinem Körper aus. Ich versuchte es zu verdrängen, doch es klappte nicht. Nach einiger Zeit blickte ich wieder in einer der Spiegel. Plötzlich erstarrte ich. Statt eines verzerrten Bild von mir zeigte der Spiegel plötzlich was ganz anderes. Ich sah eine Frau. sie schien ungefähr mitte vierzig zu sein. Sie sah relativ normal aus, bis auf ihre Augen. Diese waren komplett weiß und Tränenschienen aus ihnen zu laufen. Ich war ziemlich schockiert. Ich starrte die Frau im Spiegel weiter an und sah, dass sie den gleichen Gesichtsausdruck und die gleiche Körperhaltung wie ich hatte. Ich bewegte meinen Arm leicht um zu gucken, ob sie es auch tuen würde. Sie tat es. Dann bewegte ich meine Hand auf das Glas zu um zu gucken, ob es wirklich ein Spiegel war. Tatsächlich war da ein Spiegel. Also war diese Frau nur eine Art Spiegelbild. Trozdem war ich schockiert. Wieso wurde statt einens verzerrten Bild von mir ein Bild von einer weinenden Frau mit weißen Augen gezeigt? Vielleicht war das ja irgendein besonderer Spiegel, aber wieso wurde dann so ein Bild gezeigt. Meine Verlangen aus dem Spiegelhaus zu gehen wurde nun immer größer. Ich fing nun an ein wenig schneller zu gehen.

Ich schaute zwischendurch immer mal wieder in die Spiegel. In jedem war eine andere Person zusehen. In einem sah ich einen kleinen Jungen, in einem anderen sah ich einen alten Mann. Die Personen hatten alle diese komplett weißen Augen aus denem Tränen liefen. Ich versuchte nicht so sehr darauf zu achten und ging einfach weiter. Nach einiger Zeit kam ich an das Ende des Kabinetts an. Doch was ich das sah ließ meinen Körper komplett erstarren. Statt eines Ausgangs war da ein weiterer Spiegel. Doch das war nicht der Grund für meine Starre, sondern das was ich im Spiegel sah. Es war ein Abbild von mir, doch es war nicht verzerrt wie es normalerweise hätte sein sollen. Alles an ihm war normal, bis auf das Gesicht. Es hatte nämlich keins. Außerdem fiel mir auf, dass es eine komplett andere Körperhaltung als ich hatte. Ich starrte das Spiegelbild weiter an. Plötzlich hörrte ich ein flüstern in meinem Kopf. Ich verstand nicht, was geflüstert wurde, doch ich wusste, dass das flüstern von dem Ding im Spiegel kommen musste. Plötzlich bewegte sich das Ding im Spiegel. Ich sah, wie es langsam aus dem Spiegel austrat. Ich konnte mich immer noch nicht bewegen. Das Ding stand plötzlich direkt vor mir. Es streckte seine Hand aus und berührte mein Schulter. Ein stechender Schmerz breitete sich in meiner Schulter aus. Das war genug um mich aus meiner Starre zu reißen und ich fing an zu rennen. Ich hörrte einen ohrenbetäubenden Schrei, doch ich rannte dadurch nur noch schneller. Die Personen in den Spiegeln fingen an ihre Arme aus dem Spiegelbild zu strecken und mir zuzuflüstern. Sie wollten das ich bleibe, doch ich hörte immer noch nicht auf zu rennen. Nachdem ich einige Zeit weitergerannt bin, kam ich wieder an dem Spiegel am Anfang an. Ich überlegte was ich nun machen sollte, als ich schon das Ding hinter mir sah. Es lief mit ausgestreckten Armen zu mir um mich zu packen. Da ich keine Zeite für einen guten Plan hatte, sprang ich einfach durch den Spiegel vor mir. Als ich es tat hörte ich das splittern des Spiegels und ich verlor das Bewußtsein.

Ich wachte plötzlich bei mir Zuhause auf. Ich konnte mir nicht erklären wie ich hier gelandet bin, doch ich hinterfragte es auch nicht weiter. Stattdessen dachte ich darüber nach was da im Spiegelhaus passiert ist. Ich dachte Tage darüber nach, doch erklären kann ich es mir immer noch nicht. Manchmal höre ich ein Flüstern wenn ich in der nähe des Spiegels gehe. Inzwischen habe ich bei mir Zuhause alle Spiegel abgedeckt, aus Angst vor den Ereignissen im Spiegelkabinett. Je mehr ich über die Ereignisse nachdenke, desto mehr Fragen erscheinen in meinem Kopf. Auf keine habe ich eine Antwort. Aber eine Frage taucht in meinem Kopf besonders häufig auf: Als ich aus dem Spiegel gesprungen bin, wohin ist das Ding verschwunden?

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