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Alles um mich herum war dunkel. Nicht der kleinste Lichtfunken war im Himmel zu sehen. Alles was ich hörte und sah waren die hellen Blitzen und das tiefe Grollen des Donners, welches sich von den Wolken über mir produzierten. Ein beeindruckendes Schauspiel, wenn man bedenkt, dass ich mich im Jenseits befand. Jeder einzelne Schritt, den ich näher zu den Geräuschen des Himmels tat, ließ mich im Inneren immer wärmer werden. Es war als würde ich im Inneren heraus verbrennen. Vor einem riesigen, flammmenroten Tor angekommen, brannte ich schon regelrecht. Die heißen Flammen zerfraßen meine Organe, ließen sie alle zerschmelzen, bis sich das wütende Feuer an meiner Haut zu schaffen machte und ich nur starr und schwer keuchend vor Schmerz mit ansehen konnte, wie meine Haut mit Blasen übersehen langsam dahin schmolz.

Verzweifelt versuchte ich die schwere Tür zu öffnen, doch meine Hand hing samt meiner zerschmolzenen Haut, die langsam auf den Boden tropfte, an meinem Körper. Jegliche Rührung meiner Gliedmaßen, wurde gepeinigt von einer Welle aus Schmerzen, die selbst mein Denken erheblich erschwerten. Ich wusste nicht, was ich als nächstes hätte tun sollen… Plötzlich öffnete sich die Tür vor mir, als habe sie meinen qualvollen Schrei mitangehört, während ich hier vor mich hin zerschmolz…

Zwei Personen, in einem schwarzen Umhang eingehüllt packten mich jeweils an den Armen und zogen mich fort von dem grauenvollen Tor. Erleichtert atmete ich auf. Endlich war ich den Qualen des Todes entkommen. Doch in diesem Moment wusste ich nicht, wie falsch ich doch lag. Ich schaute auf mich herab. Von mir war nun nichts mehr geblieben, als meine hohle Seele. Gezeichnet von Mahlen des Schmerzes und des Todes.

Vor einer Kreatur mit Ziegenbeinen, Hörnern und einem Ziegenschwanz blieben ließen mich die Wächter los und ich sackte auf dem Boden zusammen. Diese Gestalt, die sich vor mir gebannt hatte war kein anderer, als der Teufel persönlich. Mit seinem goldenen Dreizack zeigte er auf das Häufchen Elend, wie mich während er mit einer tiefen, verzerrten und dennoch dämonischen Stimme zu sprechen begann: „Du, gehörst der Unterwelt an. Die Tat, welche du verbracht hast soll dich bis auf alle Ewigkeiten verfolgen! War es dir nicht eine Lehre gewesen, Gottes Gebote zu beachten? Wenn ich mich recht entsinne, steht doch dort die Phrase: „Du sollst nicht töten.“ Doch du, scheinst sie so wie die meisten anderen, die hierhin kommen diese heilige Phrase missachtet zu haben. Selbst deine Sünden warst du nicht gewillt genug zu beichten… Drum sollst du von nun an, deine Tat immer und immer wieder verspüren!“

Plötzlich kamen die Wächter des Teufels zurück. Als sie ihre Umhänge abnahmen, sahen sie aus wie des Teufels Gehilfen. Dämonen geziert mit Blutroten Augen und Messerscharfen Zähnen, die mich erwartungsvoll und freudig anlächelten. Ohne jegliche Vorwarnung bissen sie in meinen Körper hinein. Obwohl ich hätte die Schmerzen nicht spüren sollen, vernahm ich trotz meiner Seele, die schlimmsten Schmerzen seit langem. Jedes warmer Tropfen Blut spürte ich auf meiner Haut rinnen, jedes Organ aus meinem Körper herausreißen und jedes Mal hörte ich mich selbst schreien. Ich schrie bis meine Kehle schmerzte und vor Anstrengung brannte, während der Gott der Untoten und Hütter der Dämonen herzhaft lachte…  


Geschrieben von: BlackRose16 (Diskussion) 11:32, 5. Mai 2017 (UTC)

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