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Ich bin Nancy. Ich bin 14 und werde als 'Das Unglückskind' bezeichnet. Warum, fragst du? Ganz einfach, egal wer mit mir zu tun hat, wird auf unglückliche Art sterben. Woher ich das weiß? Als ich 10 Jahre alt war, sind meine Eltern bei einem Autounfall verstorben, der Fahrer des anderen Autos war schwer verletzt, er ist gestorben, weil die Maschinen, die ihn am Leben hielten, ausgefallen sind, ich hingegen hatte nur eine leichte Platzwunde über dem Auge. Ich hatte auch noch nie wirklich Freunde, sie sind meistens bei irgendwelchen Unfällen verstorben.

Meine Adoptiveltern sind mit das Schlimmste in meinem Leben. Sie schreien mich nur an und zwingen mich, in einem nassen und kalten Keller zu schlafen. Er säuft den ganzen Tag und schlägt mich, ich hatte bisher viermal ein blaues Auge, einmal ein gebrochenes Nasenbein, eine geprellte Rippe und zwei gebrochene Rippen. „Nancy! Nancy! Hicks...“ schreit der Typ nach mir. „W-Was ist?“ Ängstlich und mit zitternden Händen ging ich nach oben zu ihm. Wie ich es mir dachte, er hat mich wieder geschlagen. Blut tropfte auf den Teppich, heulend rannte ich wieder in den Keller. Lachen: ein Fremdwort für mich. „Was habe ich nur falsch gemacht?“ schluchzte ich leise und rieb meine Wange. Mein Blick wanderte zur Schere. An ihr klebte noch das Blut von gestern, als ich meiner Sammlung ein weiteres Stück zufügte. Ich stand auf, ein kleines, fast nicht hörbares Piepen kam aus der Ecke. Eine Maus hat sich wohl wieder in mein Zimmer verirrt, grinsend schaute ich zur Wand. Ordentlich und nach Größe geordnete Mauskadaver waren an ihr, mit Nägeln und Schrauben befestigt. Meine Sammlung. Hin und wieder war auch eine Ratte dort aufgehängt. Ich wand den Blick nun zur Ecke, dort stand ein kleiner Käfig, in dem ich meine Sammelobjekte fing.

Mit einem lauten Krachen sprang die Tür auf. „Du ungehobeltes Gör! Wie kannst du es wagen, auf dem Teppich dein schmutziges und verdorbenes Blut zu hinterlassen?!“ der schrille Ton bohrte sich in meinen Gehörgang. Die herablassende Stimme meiner 'Mutter', es war so frustrierend. „Tu-Tut... Mi-Mir... Lei-Leid... Mu-Mutter.“ ich senkte den Kopf, die braunen Haare fielen ins Gesicht und bedeckten die Augen. „Tut mir leid? DAS TUT DIR NICHT LEID!! Und hör auf zu flennen wie ein Baby! Sonst kriegst du einen Grund!“ Sie schlug mit ihrer Hand fest auf meine Wange. Ich spürte ein leichtes Knacken im Kiefer. War er jetzt gebrochen? Sie ging wieder nach oben, ich schaute ihr wutentbrannt nach. „Irgendwann bring ich euch um, dass schwöre ich.“ leise grinsend murmelte ich dies, als ich wieder zur Schere sah. Langsam bewegte ich die Hand zur Schere, ich setzte sie an meine Zunge an. Willst du dich wirklich verstümmeln? Ich fing an laut und schrill zu lachen. Ja das will ich, mit ein paar Schnitten war sie ab. Mein Mund triefte vor Blut. Ich suchte kichernd Nadel und Faden. Schnitt mir die Wangen auf und nähte meinen kompletten Mund zu. Aus den kleinen Öffnungen floss das Blut heraus.

Ich ging hoch ins Wohnzimmer, wo sie fernsahen. Langsam bewegte ich mich auf sie zu. Meine 'Mutter' drehte sich um und ihr entfuhr ein furchtbarer Schrei. Ich hielt einen Finger vor den Mund und deutete an, sie solle leise sein. Jetzt dreht auch er sich um und schluckte. Ich hechtete auf sie zu. Stach mit der Schere auf meine 'Mutter' ein. Er wollte zum Telefon wanken, doch zu spät, die kleine unscheinbare Waffe bohrte sich in seinen Hals. Jetzt war wohl nicht mehr das schmutzige und verdorbene Blut von mir allein auf dem Teppich.

Ich erblickte die Zeitung von heute. "The Creator noch immer auf freien Fuß!" Ich freute mich etwas. Ein Mörder, der so 'kreativ' mit seinen Opfer ist, das muss wahrscheinlich ein Erwachsener sein. Ich ging nach draußen, es war bereits Nacht. Im Zwielicht der Straßenlampe sah ich einen Jungen. Schwarze Haare, graue Sachen, Blut befleckte seinen Körper. Vorsichtig näherte ich mich ihm und tippte ihm auf die Schulter. Er wirbelte umher. „HEY!! Was soll der Mist?!“ Eine Maske bedeckte sein Gesicht, ein langer Strich, wohl getrocknetes Blut war auf ihr, es deutete ein Lächeln an. Sie war wohl angebrannt worden. Ist Creator... etwa dieser kleine Junge? Der war doch höchstens 12. Er musterte mich. „Antworten wirst du wohl nicht mehr. Kleines Gör, was machst du das auch?!“ Hat er grad klein gesagt? Ich bin einen halben Kopf größer als er. Er zückte Stift und Papier und hielt es mir hin. „Wie heißt du und was willst du von mir?“ ich zögerte schrieb aber meinen Namen und was ich wollte auf, hielt ihm den Zettel hin.

In seinen Augen sah man Fassungslosigkeit, doch er hielt nicht lange inne, denn sofort lachte er wahnsinnig los. „Du willst ernsthaft mit mir 'Kunstwerke' erschaffen?“ spottet er und lachte noch lauter. Ich nickte eifrig und schrieb auf die Rückseite wie mich alle nannten: 'Unglückskind'. „Wenn es sein muss, gern, aber wehe du störst, dann mach ich dich auch zu einem Meisterwerk!“

Ist es wirklich eine gute Idee, mit ihm zu gehen? Was, wenn er auch bei einem Unfall ums Leben kommt? Für einen Moment kamen Zweifel in mir auf. Doch die waren schnell beseitigt, als ich ihm dabei zusah wie er ein 'Kunstwerk' kreierte. Ich lachte dabei leise und malte mir aus, wie es wohl sein würde, wenn ich dasselbe tat wie er. Ich helfe ihm aber erst nur.

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