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Glaubst du daran, dass tote Mädchen wieder auferstehen können?

Nun ja, ich schon. Ich wohne in Gladbeck, einer kleinen Stadt in Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen. Sie ist nicht gerade bekannt. Hier passiert auch nicht viel, höchstens mal ein Autounfall. Aber das auch nur ganz selten. Deshalb ist mein Fall auch so außergewöhnlich.

Es war ein ganz normaler Tag, an dem ich spät von der Schule kam, genau gesagt um 18 Uhr. Ich hatte noch einen Sonderkurs, wie jeden Donnerstag. Als dieser dem Ende zuging, packte ich meine Tasche und verließ mit 12 anderen den Klassenraum. Ich war die einzige Person, die zum Hinterausgang der Schule musste, da der Weg für mich so kürzer war. Wie man sich nun denken kann, lief ich alleine durch die Gänge. Während es draußen bereits dämmerte, hallten meine Schritte durch das Stockwerk. Ein Blick auf meine Uhr: 18:10 Uhr. Kein Wunder, dass es dunkel war, es war schließlich schon November. Ich lief schneller. Ich bildete mir Schritte ein, die hinter mir waren. Die mich packen wollten. Was bildete ich mir da ein? "Das ist alles nur Schwachsinn, Daniel.", redete ich mir ein. Aber es half nichts. Zum Glück war ich fast an der Hintertür. Ich rannte - und stieß gegen sie. Ich rüttelte und rüttelte - vergebens. Sie war verschlossen. Panik stieg in mir auf, während ich mich umsah. Aber... Die Schule schloss erst um 20 Uhr. Oder? Ich kehrte um und rannte den Gang hinab. Die Haupttür muss noch offen sein! Sie wurde, je näher ich kam, immer größer. Da! Ich hatte sie erreicht. Ich stieß sie auf - und kam heraus! Ich atmete die frische Abendluft ein. Zum Glück war ich nicht dort eingesperrt! Ich ging weiter, um die Schule herum. Ich musste mich beeilen, sonst würde ich zu spät zum Abendessen kommen. Und so was passte meiner Mutter gar nicht. Ich setzte meine Collegetasche höher auf meine Schulter und ging weiter. Mich ließ aber ein Gefühl nicht los... Dieses Gefühl, verfolgt zu werden. Mehrmals drehte ich mich um, doch nie war da jemand hinter mir. "Alles nur Einbildung...", dachte ich und lief schneller. Bald war ich da. Nur noch an der Gasse vorbei und um die Ecke.

Ich ging immer schneller, bis ich die Gasse erreicht hatte. Schnaufend stützte ich mich auf meine Knie, um Kraft zu sammeln. Doch im Augenwinkel sah ich, wie sich in der Gasse was bewegte... Ich riss meine Augen auf und blieb wie versteinert stehen. Ich lauschte mit angehaltenem Atem. Was war das...? Wer stand dort in der Gasse? Langsam schweifte mein Blick rüber. Was ich sah, schockierte mich. Ein Mädchen, ungefähr 13 Jahre, also in meinem Alter, saß blutend in der Ecke. Ihr Haar zersaust, die Klamotten zerrissen. Ihr fehlte ein Arm. Ein Holzpfahl steckte in ihrer Brust. Dieser Grausame Anblick bescherte mir Gänsehaut. Sie lächelte mich an. Plötzlich hob sie einen Arm und bot mir ihre Hand an. "Komm doch mit mir." Ihre Kalte Stimme verängstigte mich. "Komm. Komm und leide mit mir... Ich will nicht noch mal alleine sterben.." Sie stand schwankend auf. "S-Soll ich dir helfen?" Ich ging zu ihr und stütze sie. Sie packte meinen Hals und zog mich mit in die Ecke. Sie setzte sich mit mir hin und fuhr mir über den Arm. "Ich habe so lange gewartet.." Das Mädchen lächelte, bevor sie mit aller Gewalt meinen Arm abriss. Ein Schmerzensschrei. "Ich bin endlich nicht mehr allein."

Heute sitze ich mit dem Mädchen in einer Gasse, habe völlig den Verstand verloren. Also merke dir... Wenn du ein Mädchen und einen Jungen in einer Gasse findest… Ihnen ein Arm fehlt… Und sie sagen "Komme mit mir"... Dann renne weg. Renne um dein Leben… Oder es werden 3 Kinder in der Gasse sitzen.

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