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PrologBearbeiten

Ihr kennt sicher alle das Spiel "Slender - the eight pages", habt es vielleicht sogar schon selbst gespielt und euch dabei gehörig gegruselt. Die folgende Erzählung handelt von diesem Spiel, diesem verdammten Spiel, welches mein Leben zerstört hat.

Das verfluchte SpielBearbeiten

Es begann alles vor ca. einer Woche. Ich war mal wieder auf der Suche nach einem guten Horrorspiel, und klickte mich durch die verschiedensten Seiten, in der Hoffnung, ein gutes zu finden. Nach der siebten oder achten Seite, die ich aufgerufen habe, ploppte plötzlich ein neues Browserfenster auf. Es erschien eine sehr schlicht gestaltete Webseite; sie hatte einen schwarzen Hintergrund und einen weißen Schriftzug in der Mitte: "Lust auf Horror?". Unter dem Text befanden sich zwei Checkboxen, betitelt mit "Ja" und "Nein". Es war wohl eine Art Werbefenster, was mich schon ein bisschen wunderte; immerhin war mein Adblocker eingeschaltet. Immer diese blöden Fehlfunktionen, fluchte ich innerlich. Ich klickte auf die kleine rote x-Schaltfläche von Firefox, doch das Fenster schloss sich nicht. Ich konnte klicken, so oft ich wollte, doch es war immer dasselbe. "Das darf doch nicht wahr sein", murmelte ich leise vor mich hin. Ich versuchte es mit Alt+F4, aber nach wie vor passierte gar nichts. Nicht einmal mit dem Taskmanager funktionierte es. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu! Ich drückte auf den Aus-Schalter des Pcs, doch er fuhr nicht herunter, und als ich versuchte, das Kabel rauszuziehen, bekam ich nur einen Stromschlag. Sehr merkwürdig!

Da mir keine andere Wahl blieb, widmete ich mich der Seite. Da ich, wie schon erwähnt, sowieso ein neues Horrorspiel suchte, aktivierte ich die Checkbox "Ja".

Kaum hatte ich sie angeklickt, erschien etwas weiter unten ein Link, der die Worte "Slender - the Hunt" bildete. Slender...Slenderman...das war doch dieser Typ in dem Horrorspiel, das ich vor einiger Zeit mal gespielt hatte... Mir blieb wohl nichts anderes übrig, als auf den Link zu klicken. Firefox lud etwas herunter, und als der Download fertig war, schloss sich das Fenster augenblicklich von selbst (was mich irgendwie beruhigte). Ich klickte auf den kleinen Pfeil neben der Suchleiste, um zu sehen, was ich mir nun runtergeladen hatte. Es war ein ZIP-Ordner mit dem Namen "Slender - the Hunt". Ich entpackte ihn und fand darin einen gleichnamigen Ordner. Diesen scannte ich zunächst mal auf Viren. Er schien in Ordnung zu sein, also öffnete ich ihn und fand zwei Dateien und einen Unterordner. Eine der beiden Dateien hieß "Slender - the Hunt.exe", die andere trug den Namen "DON'T PLAY THIS GAME.txt" (ich musste schmunzeln). Der Ordner hatte den Namen "Slender - the Hunt_Data". Ich öffnete die Textdatei, in der sinngemäß Folgendes stand:

Da du dies hier liest, bist du im Besitz SEINES Spiels. SPIELE ES NICHT!! Versuche, es zu löschen, es zu ZERSTÖREN, ES ZU VERNICHTEN. Wenn du es öffnest, wird ER dich kriegen. ER wird dich zwingen zu spielen, und wenn du IHM nicht gehorchst, wird ER dich auf ewig heimsuchen. Ich selbst habe versucht, mich ihm zu entziehen, dieses verfluchte Spiel auszulöschen, aber ich bin zu schwach. Neben mir auf dem Tisch liegt ein Messer. Ich halte es einfach nicht mehr aus... bald werde ich erlöst sein.

Zunächst war ich reichlich verdutzt, aber dann dachte ich mir, dass das bestimmt so ne Art Vorgeschmack auf das Spiel sein soll. Also ignorierte ich diese komische Nachricht, schloss die Datei und doppelklickte die .exe. Hätte ich doch nur auf die Warnung gehört...

Das Spiel ging sofort los, es kam kein Menü o.Ä., ich startete direkt im Wald. Normalerweise hält der Charakter ja immer eine Taschenlampe in seiner rechten Hand, doch die fehlte hier. Sie war aber auch unnötig, da ich trotz der Dunkelheit alles klar sehen konnte. Ist das ein Bug?, fragte ich mich selbst. Ansonsten war alles genauso wie im Originalspiel. Mit WASD konnte ich mich bewegen, mit der linken Maustaste konnte ich mich teleportieren, und mit Rechtsklick wurden meine vier Tentakel aktiviert...

Moment mal, teleportieren und Tentakel? Was war da los? Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich spielte nicht den weiblichen Hauptcharakter, sondern den Slenderman höchstselbst! "Ha, wie geil!", entfuhr es mir leise. Ich ging, oder vielmehr rannte (obwohl ich Shift nicht gedrückt hielt, bewegte ich mich sehr schnell) durch den Wald und entdeckte bald eine Gestalt, die dort umherging. Das musste wohl der "Spieler" sein. Er hatte gerade eine Seite gefunden und untersuchte sie eingehend. Ich versteckte mich währenddessen hinter einem Baum und sah mir den Mann genauer an. Ja, es war ein Mann, keine Frau, wie es ja im Originalspiel der Fall ist. Irgendwie erinnerte er mich an Jemanden. Ich tat es als Einbildung ab und schlich mich von hinten an ihn heran. Mit Rechtsklick lies ich ihn von meinen Tentakeln umschlingen, drehte ihn um, sah in sein Gesicht... und hatte plötzlich meinen Desktophintergrund vor mir. Das Spiel hatte sich offensichtlich selbst geschlossen. So ein Dreck!, dachte ich mir, schaltete den PC aus und machte mich bettfertig. In dieser Nacht holte ER sich den Ersten.

Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte, als meine Mutter mit Tränen im Gesicht im Türrahmen meines Zimmers erschien. An ihre Worte erinnere ich mich noch ganz genau: "Dein Vater ist tot...". Ich saß einfach da und starrte sie an, ob Minuten oder Stunden, ich weiß es nicht mehr. Dann rannte ich schnurstracks los, durchs ganze Haus, und fand ihn schließlich im Schlafzimmer. Er lag mit geöffneten Augen da, ganz bleich, mit einem Ausdruck blanken Entsetzens auf dem Gesicht. Er hatte einige rötliche Male auf dem Körper...Male von Tentakeln. Ich fiel auf die Knie und begann zu weinen, ich weinte und weinte, bis ich nicht mehr konnte. Es war mein Vater...die Figur im Spiel...war mein......meine Schuld...ES WAR MEINE SCHULD...nein, ER war Schuld...Slenderman, dieser Bastard...ER hat ihn geholt...ER hat meinen Vater geholt...

Die Autopsie ergab, dass mein Vater an Herzversagen starb. Zwei Wochen später würde die Beerdigung stattfinden.

Am Tag nach seinem Tod versuchte ich, dieses verfluchte Spiel zu löschen, aber sosehr ich es auch versuchte, es ging nicht. Unwillkürlich musste ich an die Textnachricht denken...

Ich wollte das Spiel nicht mehr spielen, wollte IHM keine weiteren Opfer verschaffen. Aber es war bereits zu spät.

In dieser Nacht schlief ich sehr schlecht. Ich träumte, der Slenderman würde mich mit seinen starken Tentakeln packen und zerreißen, Gliedmaß für Gliedmaß. Dann schreckte ich aus dem Schlaf hoch...und erschauderte...

ER stand vor mir...sein weißes, ausdrucksloses Gesicht auf mich gerichtet. Obwohl er kein Wort sagte, verstand ich seine Botschaft; mach weiter...mach weiter...

EpilogBearbeiten

Das alles ist nun bereits eine Woche her, und ich habe mittlerweile sieben Menschen auf dem Gewissen. Ich kann nicht aufhören, denn sonst würde ER mich kriegen...

Wer weiß, du da vor dem Computer, vielleicht bist du ja sein nächstes Opfer...


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