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Eines schönen abends, als ich im Wald spazieren ging, hörte ich ein seltsames Geräusch. Es war etwas in der Art Kratzen an Holz, also dachte ich mir nichts und lief weiter. Kurze Zeit später höre ich es nochmal, diesmal jedoch von einem Flüstern begleitet.

Ich bekam es mit der Angst zu tun und dachte mir: „Verdammt, was war das? Bilde ich mir nun Dinge ein? Ich sollte keinen Horrorfilme mehr sehen.“

Es schien mir, als würde eine Stimme sagen, ich solle verschwinden, als würde jemand etwas beschützen wollen. Da ich ein sehr neugieriger Mensch war, ging ich noch tiefer in den Wald hinein, in einen Teil des Waldes, in dem ich noch nie war.

„Wo bin ich hier?“ dachte ich mir, als ich in dem Himmel sah, und bemerkte, dass die Sonne fast weg war. Ein Stück weiter erkannte ich auf dem Boden einen verwitterten Steinweg, ich folgte ihm und mir wurde ganz mulmig, als ich an ein zerkratztes Schild kam. Auf dem Schild, welches kaum lesbar war, stand: „Altes Spukhaus“.

„Ein Spukhaus? Wie absurd. Sowas wie Geister gibt es nicht. Sie haben es sicher nur auf das Schild geschrieben, damit keiner an die Reichtümer geht.“ Schnell ging ich den Weg entlang und sah sehr bald ein sehr heruntergekommenes Haus. Ich blieb einen Moment stehen und sah erstaunt dort hin. „Das glaubt mir keiner.“, dachte ich und nahm mein Handy raus, um ein Foto zu machen.

Plötzlich fing es an zu blitzen und zu donnern, also rannte ich rein. Drinnen angekommen bemerkte ich, dass das Haus einst sehr schön gewesen sein musste, denn überall waren Bilder und Portraits an den Wänden und die Dekoration lies darauf schließen, dass die Vorbesitzer hatten reich sein müssen.

Schon bald sollte ich merken, wie sehr ich mich doch getäuscht hatte. Ich nahm eines der Bilder und schaute es mir an. Es war ein junges Mädchen drauf zu sehen. Sie hatte wunderschönes, langes, schwarzes Haar und ihr Lächeln hätte selbst den größten Grießgram zum Lächeln gebracht. Ich legte das Bild wieder weg und schaute mich im ganzen Haus um, bis ich alle Räume durch hatte.

Ich dachte mir: „Aber na klar, der Keller. Da hätte ich gleich drauf kommen können.“ Gierig lächelte ich, als ich an das ganze Gold und den Reichtum dachte, der mich dort vielleicht erwartet. Ich ging zur Kellertür und merkte, dass das Licht leider nicht mehr funktionierte. Ich Seufzte: „Mist!“ Schnell kam ich auf die Idee, meine Handylampe zu benutzen, was ich auch tat und in diesen dunklen Keller herabstieg.

Im Keller angekommen, überkam mich ein Gefühl, dass ich nie fühlte. Es war, als würde ich beobachtet und ich die Sonne nie wieder spüren, als hätte etwas all das Glück, die Freude und das Licht gestohlen oder auch eingesaugt. Ich ging weiter und hätte schwören können, etwas neben mir gesehen zu haben, einen Menschen. Ich blickte immer wieder zur Seite, bis ich an meiner linken Hand eine Berührung spürte. Ich erschrak und schrie vor lauter Angst: „Wer ist da?! Was war das?! Lass mich in Ruhe!“ Eine kindliche Mädchenstimme fing an 'Ringel Ringel Rose' zu singen und mir ging ein Schauer über den Rücken. „N..Nein. D..Das ist unmöglich!“ stotterte ich und ging rückwärtslaufend in eine Ecke des Raums.

Dann sah ich sie… sie erschien langsam auf der anderen Seite des Raums. Es war das kleine Mädchen von dem Bild, nur das sie schrecklich aussah. Ihre wunderschönen Haare waren kaputt, fettig und bedeckten einen Teil ihres Gesichts. An ihrem Körper hatte sie mehrere blutige Einstiche und mit einem grauenerregenden Grinsen kam sie langsam zu mir. Stammelnd fragte ich sie: „Wer b..bist du? W..was ist mit d..dir geschehen?“ Sie legte ihren Kopf etwas zur Seite und grinste wieder zu mir. „Haha, mein Name ist Elisa und was mit mir geschah?“, plötzlich schaute sie traurig und redete weiter, „Daddy hatte mich nicht mehr lieb.“

Voller Angst schaute ich sie an, doch in der Hoffnung, sie lässt mich in Ruhe, ging ich auf sie ein und antwortete Ihr: „D..dein Vater hat dir das angetan? W..wer tut sowas seiner T..tochter an?“ Zitternd presste ich mich an die Wand und fügte hinzu: „Was..was ist mit deiner Familie und deinem Vater passiert?“ Sie schaute mich wahnsinnig an und sagte in einer Gänsehaut machenden Stimme: „Ich zeige es dir!“ Ab da ging alles so schnell. Sie zog ein Messer, stürmte los und stach es mehrere male in meinen Brustkorb. Komisch war, dass ich keinen Schmerz spürte, keine Angst und kein Bedauern. Kurz vor meinem Tod schrieb ich diese Zeilen auf ein Blatt Papier, das ich neben mir fand und warf es aus dem Kellerfenster.

Einige Zeit später kam ein Junge an das Haus. Er fand und las meine letzten Zeilen und man sah die Angst in seinen Augen, doch es war bereits zu Spät, denn nach 11 Jahren als Geist ohne ein Opfer hatte ich Lust, ihm das Leben zu nehmen, nachdem ich ihm so viel Angst machen würde das man sich an seiner Verzweiflung nähren könnte. Leise flüsterte ich: „Komm zu uns. Werde ein Teil unserer Familie.“ Ich hörte ein Mädchenlachen und sah wie Elisas Messer vorne zur Brust des Jungen rausschaute. Ich kam ihm näher und nahm seine Hand um seine Seele zu befreien, sodass wir drei auf ewig eine Familie sein mögen.

Hörst du es? Kannst du es hören? Das Flüstern in deinem Kopf das dir sagt: „Komm zu uns! Sei ein Teil von uns!“

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